Entscheidung gefallen! Lok Leipzig ist Regionalliga-Meister

Leipzig - Die erwartete Entscheidung ist gefällt! Der 1. FC Lokomotive Leipzig ist zum Meister der aufgrund der Corona-Pandemie abgebrochenen Regionalliga Nordost gekrönt worden. Der eigentliche Spitzenreiter VSG Altglienicke ging leer aus.

Der 1. FC Lokomotive Leipzig ist zum Meister der abgebrochenen Regionalliga-Nordost-Saison ernannt worden. (Archivbild)
Der 1. FC Lokomotive Leipzig ist zum Meister der abgebrochenen Regionalliga-Nordost-Saison ernannt worden. (Archivbild)  © Picture Point/Gabor Krieg

Nach MDR-Informationen wurde dies in einer Videokonferenz des Nordostdeutschen Fußballverbands (NOFV) bekanntgegeben. 

Der FCL war bislang punktgleich mit Spitzenreiter VSG Altglienicke nur Tabellenzweiter, hatte aber ein Spiel weniger absolviert.

Durch Anwendung der von der Mehrzahl der Vereinsvertreter geforderten Quotientenregelung (Punkte dividiert durch gespielte Partien) wurde nun aber Lok zum Meister ernannt.

Mitte kommender Woche hofft Lok-Coach Wolfgang Wolf (62), ins Kontakttraining einzusteigen zu können.

Schließlich müssen sich die Probstheidaer noch auf zwei Entscheidungsspiele gegen einen West-Vertreter (wahrscheinlich SC Verl) vorbereiten. Die Begegnungen sollen noch im Juni stattfinden.

Altglienicke kündigte bereits an, jede Entscheidung zu akzeptieren. Absteiger Energie Cottbus dürfte jedoch wenig begeistert von der jetzigen Festlegung sein. "Ich hätte kein Verständnis, wenn Cottbus jetzt noch ein Fass aufmacht", sagte Wolf im MDR.

Ebenso fest steht, dass Aufsteiger Chemie Leipzig auch in der kommenden Saison viertklassig spielen wird. Bis auf den insolventen FC Rot-Weiß Erfurt wird kein weiterer Verein den Gang in die Oberliga antreten müssen. 

Aufsteiger in die Regionalliga Nordost wird jeweils ein Vertreter der Oberliga NOFV-Nord (wahrscheinlich TeBe Berlin) und -Süd (wahrscheinlich FSV Luckenwalde). Hinzu kommen eventuelle ostdeutsche Absteiger aus der 3. Liga. 

Neben Schlusslicht Carl Zeiss Jena kämpfen auch der FSV Zwickau, der Hallesche FC und der 1. FC Magdeburg gegen den Abstieg. Im äußersten Fall würde die Regionalliga-Nordost-Saison 2020/21 auf bis zu 23 Teams aufgestockt werden.

UPDATE: Die Reaktionen der Lok-Verantwortlichen

Aufsichtsratsvorsitzender Olaf Winkler: "Ein Etappensieg, mehr leider noch nicht. Das Team und die sportliche Leitung haben sich die Relegation durch eine klasse Saisonleistung verdient. Jetzt gilt es volle Pulle in der Relegation."

Präsident Thomas Löwe: "Wir nehmen den Beschluss des Verbandes mit viel Demut zur Kenntnis und sind uns bewusst, das diese Entscheidung anderen Vereinen sehr wehtut. Wir werden uns nun den neuen Herausforderungen stellen und alles versuchen, den Traum "3. Liga" war werden zu lassen."

Cheftrainer Wolfgang Wolf: "Die Spieler haben sich durch ihre hervorragenden sportlichen Leistungen in dieser Saison eine Riesenchance erarbeitet. Mit Mentalität und Leidenschaft werden wir nun auch diese letzte Hürde auf dem Weg in die 3. Liga angehen."

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

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