Trotz Top-Chancen von Nattermann: Lok Leipzig verpasst gegen Jena ersten Heimsieg der Saison

Leipzig - Wieder kein Heimsieg für die Blau-Gelben! Der 1. Lokomotive Leipzig musste sich am Samstagnachmittag im Ostklassiker gegen den FC Carl Zeiss Jena mit einem torlosen Remis zufriedengeben.

Lok-Trainer Almedin Civa konnte in der ersten Halbzeit noch nicht so zufrieden mit seiner Mannschaft sein. Torlos ging es zur Pause in die Kabine.
Lok-Trainer Almedin Civa konnte in der ersten Halbzeit noch nicht so zufrieden mit seiner Mannschaft sein. Torlos ging es zur Pause in die Kabine.  © Picture Point / Gabor Krieg

6000 Zuschauer im Bruno-Plache-Stadion in Probstheida warteten leider vergeblich auf Tore im absoluten Topspiel der Regionalliga an diesem dritten Spieltag.

Während der Ex-Jenaer Eric Voufack zunächst auf der Bank Platz nehmen musste, wechselte Lok-Trainer Almedin Civa im Vergleich zum 3:0 beim FSV Optik Rathenow auf nur einer Position: Für Theo Ogbidi stand Maik Salewski von Beginn an auf dem Platz.

Die bislang glücklosen Jenaer starteten unter Coach Dirk Kunert mit zwei Veränderungen zum vergangenen Spiel in die Partie: Für Marcel Hoppe und Lucas Stauffer durften Kevin Wolf und René Lange ran.

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Nach munterem Beginn mit zwei frühen Halbchancen für Maximilian Krauß, traten die Blau-Gelben zum ersten Mal in der 7. Spielminute offensiv in Erscheinung. Einen Pass von Robert Berger erwischte Tom Nattermann zwar, doch der Ball ging knapp rechts am Kasten vorbei.

In der folgenden halben Stunde hatten die komplett in Weiß gekleideten Jenaer zwar mehr Ballbesitz, doch an wirklichen Torchancen mangelte es auf beiden Seiten. Eine eigentlich großartige Hereingabe von Lok-Kapitän Sascha Pfeffer verlief im Sande (22.).

Aufregung herrschte dann in der 39. Minute! Nach einer tollen Flanke durch Bogdan Rangelov köpfte Nattermann das runde Leder aufs Tor, doch Tom Müller machte sich lang und konnte gerade so parieren. Einige Lok-Spieler reklamierten, dass der Ball hinter der Linie gewesen sei, doch die Entscheidung fiel schnell: kein Tor!

Während der restlichen ersten Hälfte plätscherte die Partie vor sich hin. Ohne Tore, dafür mit zwei Gelben Karten für Lok sowie einer blutenden Nase für Jenas Krauß – ohne gegnerische Beteiligung – ging es in die Halbzeitpause.

Die Aufstellungen der Regionalliga-Partie 1. Lokomotive Leipzig gegen den FC Carl Zeiss Jena

Lok Leipzig mit zahlreichen Chancen in der zweiten Hälfte, doch es gelang einfach kein Tor

Loks Torjäger Tom Nattermann (r.) hatte gegen Carl Zeiss Jena tolle Torchancen auf dem Fuß, verpasste den erlösenden Treffer nur knapp.
Loks Torjäger Tom Nattermann (r.) hatte gegen Carl Zeiss Jena tolle Torchancen auf dem Fuß, verpasste den erlösenden Treffer nur knapp.  © Picture Point / Gabor Krieg

Zwar startete die Loksche besser in die zweite Spielhälfte, doch auf Tore wartete man weiter vergeblich. Stattdessen wurde die Partie auf beiden Seiten zunehmend ruppiger – samt Rudelbildung.

Nach einer ersten Torchance durch Jenas Maximilian Oesterhelweg (66.), die Jan-Ole Sievers jedoch problemlos abwehren konnte, wurde ein Schuss von Zak Paulo Piplica auf das Jenaer Tor abgeblockt (69.). Loks Nattermann versuchte es nur eine Minute später aus der Distanz, doch der Ball ging knapp am Tor vorbei. Die bis dahin größte Chance für die Blau-Gelben in Halbzeit zwei.

Zwar blieb die Partie auch in der Schlussphase spannend, aber auch ein vom inzwischen eingewechselten Voufack herausgeholter Freistoß brachte zehn Minuten vor Spielende keinen Treffer ein (80.). Auch Damir Mehmedovic blieb beim nächsten Freistoß erfolglos (81.).

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Als Nächster versuchte Leon Heynke nach einer Ecke sein Glück, doch hinter diesem Schuss steckte keine Wucht, sodass der Keeper ihn problemlos halten konnte (83.).

Außer einem Versuch per Kopf durch Vasileios Dedidis (86.) kam von den Jenaern offensiv nichts mehr. Stattdessen verfehlte Pfeffer auf der anderen Seite das Tor nur um Zentimeter (90.) – das hätte das 1:0 sein müssen. Wieder konnte Lok Leipzig zu Hause nicht gewinnen.

Weiter geht es für beide Mannschaften am nächsten Wochenende im DFB-Pokal. Während Lok Leipzig am Samstag (15.30 Uhr) zu Hause auf Bayer 04 Leverkusen trifft, empfängt Carl Zeiss am Sonntag den 1. FC Köln (15.30 Uhr).

Titelfoto: Picture Point / Gabor Krieg

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