Wahnsinn in Berlin! Lok Leipzig dreht Top-Duell in der Nachspielzeit

Berlin - Was für ein Showdown! Der 1. FC Lokomotive Leipzig hat in der Regionalliga Nordost mit dem 2:1 (0:1) beim Berliner Athletik Klub 07 einen Rückstand wettgemacht und durch einen Doppelschlag in der Nachspielzeit noch ganz späte drei Punkte eingefahren.

Jamal Rogero (r.) besorgte dem BAK die Führung.
Jamal Rogero (r.) besorgte dem BAK die Führung.  © Matthias Koch

In der 23. Minute traf Jamal Rogero vor 519 Zuschauern im Poststadion zum 1:0 für den Spitzenreiter. Farid Abderrahmane (90.+2/Foulelfmeter) und Mike Eglseder (90.+4) drehten die Partie.

Fünf Änderungen nahm BAK-Coach Benjamin Duda nach der 2:4-Blamage im Berliner Landespokal beim SV Sparta Lichtenberg 1911 vor: Kwabe Schulz, Julian Klar, Jürgen Gjasula, Patrick Sussek und Bleron Krasniqi starteten für Umut Satici, Shinji Yamada, Nathaniel Amamoo (alle Bank) sowie Tim Seifert und Michael Seaton (beide nicht im Kader).

Leipzigs Trainer Almedin Civa rotierte im Vergleich zum 3:0 im Sachsenpokal gegen die SG Handwerk Rabenstein dreifach: Zak Paulo Piplica, Theo Ogbidi und Tobias Dombrowa ersetzten Bogdan Rangelov, Julian Weigel (beide Bank) und Djamal Ziane (Zerrung, nicht im Kader).

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Beide Mannschaften wollten die dritte Liga-Schlappe in Folge verhindern. Die vierte Pflichtspielniederlage nacheinander wäre es gar für die Berliner gewesen, die sich nach den Siegen des FC Rot-Weiß Erfurt (6:2 gegen SV Babelsberg 03) und des FC Energie Cottbus (4:0 gegen VfB Germania Halberstadt) wieder an den Verfolgern vorbei auf den Platz an der Sonne schieben wollte.

Der FCL hatte bei Temperaturen um den Gefrierpunkt zunächst die Oberhand, kam vor allem über Ogbidis rechte Seite immer wieder nach vorn.

Aufstellungen im Regionalliga-Spiel Berliner Athletik Klub 07 gegen den 1. FC Lokomotive Leipzig

Der Berliner AK 07 geht durch Jamal Rogero in Führung - Lok Leipzig dreht Duell in der Nachspielzeit

Jürgen Gjasula (l.) im Zweikampf gegen Leipzigs Kapitän Sascha Pfeffer.
Jürgen Gjasula (l.) im Zweikampf gegen Leipzigs Kapitän Sascha Pfeffer.  © Matthias Koch

Mitte der ersten Halbzeit schlug wie aus dem Nichts aber Rot-Weiß zu: Krasniqi zog rechts davon, legte vors Gehäuse. Dort stocherten zwei Gegenspieler das Spielgerät an den rechten Pfosten, wo David Urban unfreiwillig für Rogero auflegte, der zum 1:0 ins kurze Eck einnetzte (23.).

In der Folge wurde verpasste Patrick Sussek (26.) das 2:0. Aber auch der FCL ließ noch gute Chancen ungenutzt, darunter einen Lupfer von Osman Atilgan, den Torhüter Luis Zwick mit einer starken Reaktion aus der Luft holen konnte (43.).

Dudas Mannschaft konnte den Vorsprung im zweiten Abschnitt gut behaupten, den Gegner vom eigenen Kasten fernhalten.

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Gjasula hatte aus der zweiten Reihe sogar noch die Entscheidung auf dem Fuß, sein platzierter Schuss in der 62. Minute kam aber zu lasch auf Niclas Müller, der Stammkeeper Isa Dogan aufgrund einer Zahn-OP ersetzte.

Als alles nach einem BAK-Sieg aussah, zeigte Schiedsrichter Christoph Dallmann auf den Punkt. Jannis Lang hatte Sascha Pfeffer im Strafraum zu Fall gebracht. Abderrahmane traf sicher ins linke Eck - 1:1 (90.+2).

Damit nicht genug! Nach einer abschließenden Ecke bugsierte Eglseder die Kugel mit seinem Knie von der Latte ins Netz und sorgte für den nicht für möglich gehaltenen Siegtreffer - 2:1 (90.+4).

Die Berliner rutschten damit auf Platz drei ab, die Gäste hingegen schoben sich auf den sechsten Rang und haben nur noch vier Zähler Rückstand auf Spitzenreiter Erfurt.

Mike Eglseder (vorn, #3) traf zum 2:1-Siegtreffer.
Mike Eglseder (vorn, #3) traf zum 2:1-Siegtreffer.  © Matthias Koch

Der BAK gastiert am Samstag (13 Uhr) im Stadtderby bei Hertha BSC II. Lok hat Sonntag (14 Uhr, MDR-Livestream) den Chemnitzer FC zu Gast im heimischen "Bruno".

Titelfoto: Matthias Koch

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