Wieder Ziane! Knipser köpft Lok Leipzig zum späten Auswärtssieg

Berlin - Ganz später Sieg! Der 1. FC Lokomotive Leipzig hat zum Auftakt des 17. Spieltags in der Regionalliga Nordost bei Hertha BSC II mit 1:0 (0:0) gewonnen und das Meisterrennen weiter spannend gestaltet.

Der Kampf um den Ball: Hertha-Bubi Timur Gayret (M.) gegen Bogdan Rangelov (r.).
Der Kampf um den Ball: Hertha-Bubi Timur Gayret (M.) gegen Bogdan Rangelov (r.).  © Matthias Koch

Djamal Ziane traf vor 659 Zuschauern im Stadion auf dem Wurfplatz in der 84. Minute zum Sieg für den FCL.

BSC-Coach Ante Covic wechselte nach dem starken 1:1 gegen Spitzenreiter Berliner AK 07 am Dienstag auf vier Positionen: Torhüter Oliver Christensen, Christalino Atemona, Ali Abu-Alfa und Maximilian Gurschke begannen für Marcel Lotka (Bank), Jamil Najjar, Anton Kade und Luca Wollschläger (alle nicht im Kader).

Als Reaktion auf das bittere 1:3 gegen den SV Lichtenberg 47 rotierte Lok-Trainer Almedin Civa doppelt: Maik Salewski und Bogdan Rangelov verdrängten Robert Berger und Eric Voufack auf die Bank.

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Schon in der 1. Minute wurde es für den Tabellenvierten aus der Messestadt gefährlich: Jan-Ole Sievers war weit draußen aus seinem Kasten, Abu-Alfas Schuss wurde aber noch entscheidend abgelenkt. Glück für die Loksche.

Munter war das Duell in der Hauptstadt und den Gastgebern gehörte die nächste Chance: Das Spiel lief über rechts, die Hereingabe ins Zentrum fand Florian Haxha, der klug entgegen der Laufrichtung von Sievers abzog, der Keeper konnte aber mit dem linken Arm noch stark parieren und den Rückstand verhindern (12.).

In der 25. Minute war es Bogdan Rangelov, der auf dem linken Flügel mit dem rechten Außenrist gefährlich vors Gehäuse spielte, doch Mike Eglseder konnte die Kugel nicht mehr erreichen und verpasste die Gästeführung.

Mannschaftsaufstellungen zwischen Hertha BSC II und dem 1. FC Lok Leipzig in der Regionalliga Nordost

Hertha BSC II hält Lok Leipzig vom eigenen Tor fern - Djamal Ziane macht's trotzdem noch

Theo Ogbidi (l.) leitete immer wieder Angriffe für die Gäste ein, kämpft hier gegen Kapitän Tony Fuchs.
Theo Ogbidi (l.) leitete immer wieder Angriffe für die Gäste ein, kämpft hier gegen Kapitän Tony Fuchs.  © Matthias Koch

Insgesamt hatte der FCL leicht die Oberhand, vergab aber auch das nächste dicke Ding: Theo Ogbidi flankte ins Zentrum, wo Ziane für seinen Nebenmann abgelegte, der Christensen in dessen erstem Match in Deutschland zu einer Parade zwang (28.).

Immer wieder gab es zwar Strafraumszenen, Tore sollten daraus aber zunächst nicht resultieren.

Erst nach dem Seitenwechsel und nach einer knappen Stunde war Sievers wieder gefragt: Der Schlussmann kam bei einem langen Ball wieder herausgestürmt, drosch den Ball in höchster Not vor Abu-Alfa weg (59.).

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Die in Gelb spielenden Sachsen taten sich in der Folge extrem schwer, Offensivaktionen herauszuspielen. Das lag auch an der Zweitvertretung der Alten Dame, die den Gegner konzentriert vom eigenen Tor fernhalten konnten.

Aber nur bis kurz vor Schluss! Eine hohe Flanke flog in die Herthaner Box, wo Ziane köpfend per Bogenlampe Christensen alt aussehen ließ und zum Siegtreffer einnetzte - 1:0 für Lok (84.).

Die Probstheidaer schoben sich mit dem Dreier am FC Carl Zeiss Jena vorbei auf den dritten Rang, liegt fünf Zähler hinter der Spitze. Die Hertha-Bubis bleiben als Dreizehnter knapp vor der Abstiegszone.

Djamal Ziane (l.) schraubte seine Torausbeute auf elf Buden in zwölf Partien hoch.
Djamal Ziane (l.) schraubte seine Torausbeute auf elf Buden in zwölf Partien hoch.  © Matthias Koch

Lok hat im Nachholspiel des 10. Spieltags am Mittwoch (19 Uhr) den FC Energie Cottbus zu Gast. Hertha II trifft erst nach der Länderspielpause am 20. November (13 Uhr) ebenfalls auf die Cottbuser, allerdings auswärts.

Titelfoto: Matthias Koch

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