7-Tore-Party in Franken! RB Leipzig nimmt Schlusslicht Fürth gnadenlos auseinander

Fürth - Wieder zurückgelegen, wieder klar gewonnen! RB Leipzig hat am 26. Bundesliga-Spieltag wie schon in der Hinrunde einen Rückstand gegen die SpVgg Greuther Fürth egalisiert und die Franken am Sonntagabend deutlich mit 6:1 (4:1) geschlagen. Im Kampf um die Königsklasse haben die Sachsen nun erneut die Nase vorn.

Dutzende Fans begleiteten RB Leipzig zum Sonntagabendspiel nach Franken.
Dutzende Fans begleiteten RB Leipzig zum Sonntagabendspiel nach Franken.  © Picture Point/Roger Petzsche

Jamie Leweling erzielte im Sportpark Ronhof in der 4. Minute das 1:0 für Fürth. André Silva (17.), Emil Forsberg (32.), Konrad Laimer (34.) und Benjamin Henrichs (45.) stellten für Leipzig noch in der ersten Halbzeit auf 4:1, Mohamed Simakan (58.) und Christopher Nkunku (69.) in der zweiten auf 6:1.

Fürth-Trainer Stefan Leitl brachte nach dem 1:2 beim VfL Bochum vier Neue: Maximilian Bauer, Jetro Willems, Julian Green und Havard Nielsen begannen für Luca Itter, Timothy Tillman (beide Bank) sowie Jeremy Dudziak und den Gelb-gesperrten Sebastian Griesbeck (beide nicht im Kader).

Ebenso viermal tauschte auch RB-Übungsleiter Domenico Tedesco im Vergleich zum 1:1 gegen den SC Freiburg: Simakan, Henrichs, Laimer und Silva bekamen den Vorzug vor Lukas Klostermann (muskuläre Probleme beim Aufwärmen), Nordi Mukiele, Yussuf Poulsen (alle Bank) sowie Kevin Kampl (Ohrenschmerzen, nicht im Kader).

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Die Sachsen, bei einem Erfolg wieder auf Champions-League-Platz vier springend, mussten ganz früh einen herben Rückschlag verkraften.

Leweling wurde auf der rechten Seite lang geschickt, lief in den Strafraum, wo er einem Mitspieler eine Vorlage liefern wollte. Die wurde verhindert, die Kugel landete aber wieder bei Leweling, der diesmal direkt abzog und flach ins kurze Eck traf - 1:0 für das Kleeblatt (4.).

Jamie Leweling brachte Greuther Fürth schon in der 4. Minute mit 1:0 in Front. Es sollte eine kurze Freude sein.
Jamie Leweling brachte Greuther Fürth schon in der 4. Minute mit 1:0 in Front. Es sollte eine kurze Freude sein.  © Daniel Karmann/dpa

Startelf der SpVgg Greuther Fürth im Bundesliga-Heimspiel gegen RB Leipzig

So ging RB Leipzig im Bundesliga-Auswärtsspiel bei der SpVgg Greuther Fürth ins Match

RB Leipzigs André Silva, Emil Forsberg und Konrad Laimer sorgen für klare Verhältnisse

Nach André Silvas Ausgleich drehte Emil Forsberg (M.) die Partie.
Nach André Silvas Ausgleich drehte Emil Forsberg (M.) die Partie.  © Picture Point/Roger Petzsche

Die Roten Bullen brauchten einige Zeit, um sich nicht nur aufgrund des Gegentreffers an die Gegebenheiten in Franken zu gewöhnen. Die Spielkontrolle war da, die entscheidende Torraumszene fehlte noch.

So kam es sogar zur nächsten gefährlichen Aktion des zuletzt sechs Heimspiele ungeschlagenen Aufsteigers: Leweling brachte eine gute Flanke vors Gehäuse, wo Henrichs gerade noch vor Havard Nielsen klären konnte (13.).

Wenig später konnte der Favorit aber jubeln: Angelino hatte Platz auf seiner linken Seite, gab präzise hoch herein. Im Zentrum blieb Nick Viergever gegen Silva zu passiv, wodurch der Portugiese unhaltbar einnickte - 1:1 (17.).

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Die Fürther sahen sich bei 50:50-Entscheidungen meist im Nachteil und hatten anschließend auch keine positiven Aktionen mehr zu verbuchen. Es war nur noch RB, RB, RB!

Nach kurz ausgeführter Ecke passte Nkunku in die Mitte zu Forsberg, der mutterseelenallein aus 23 Metern abzog und einnetzte - 2:1, da sah Torhüter Andreas Linde schlecht aus (32.).

Leichtsinnig vergaben die Hausherren danach einen Freistoß, aus dem sich ein Konter entwickelte, bei dem Nkunku wunderbar halbrechts ablegte zu Laimer, der per Heber Linde überwinden konnte und auf 3:1 stellte (34.).

Per Heber konnte Konrad Laimer (l.) Fürths Keeper Andreas Linde schlagen und das 3:1 erzielen.
Per Heber konnte Konrad Laimer (l.) Fürths Keeper Andreas Linde schlagen und das 3:1 erzielen.  © Picture Point/Roger Petzsche

Branimir Hrgota und Paul Seguin haben das 2:3 auf dem Fuß, doch RB Leipzig schlägt gnadenlos zu

Spontan-Party für 4:1-Torschütze Benjamin Henrichs (r.) mit Mohamed Simakan (l.) und Christopher Nkunku.
Spontan-Party für 4:1-Torschütze Benjamin Henrichs (r.) mit Mohamed Simakan (l.) und Christopher Nkunku.  © Picture Point/Roger Petzsche

In zwei kurz aufeinanderfolgenden Aktionen lag Fürths Anschlusstreffer in der Luft: Erst zielte Branimir Hrgota drüber (36.), dann hatte auch Paul Seguin im Zentrum viel Raum, schoss nur wenige Zentimeter neben Péter Gulácsis Kasten (37.).

Es kam vielmehr noch schlimmer fürs Kleeblatt: Nkunku tanzte sich vorbei an drei Leuten, bediente Angelino, dessen Flanke an den langen Pfosten den völlig freien Henrichs fand, der zum 4:1-Halbzeitstand einschob (45.).

Die Überlegenheit und Souveränität ging auch im zweiten Durchgang weiter. Fürth bekam kaum zwei Pässe an den Mann, RB hatte noch lange nicht genug.

Forsberg trat zu einem Freistoß an, den er punktgenau auf Simakan brachte, der nahezu mühelos das 5:1 köpfte (58.).

Zehn Minuten später wurde der Schwede zentral nicht an einem Steckpass in die Box gehindert, in die Nkunku allein lief und viel Zeit hatte, die Kugel ins lange Eck zu schlenzen - 6:1 (69.), der sechste verschiedene Torschütze - und der letzte am Sonntagabend.

Bei dem halben Dutzend beließen es die Sachsen nämlich und haben im Vergleich mit den anderen Champions-League-Anwärtern jetzt auch die Nase in puncto Tordifferenz vorn.

Simakan (r.) köpfte selbst noch zum 5:1...
Simakan (r.) köpfte selbst noch zum 5:1...  © Daniel Karmann/dpa
... und Nkunku schlenzte zum 6:1.
... und Nkunku schlenzte zum 6:1.  © Picture Point/Roger Petzsche

Für RB geht es nächste Woche Sonntag (15.30 Uhr/DAZN) zu Hause gegen Eintracht Frankfurt, Fürth hat schon am Samstag (15.30 Uhr/Sky) erneut Heimrecht gegen Freiburg.

Titelfoto: Bildmontage: Picture Point/Roger Petzsche

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