Sörloths Last-Minute-Bude für RB Leipzig stößt Gladbach sauer auf: "Verstehe, dass man darüber diskutieren kann"

Leipzig - Dieses Topspiel hielt gleich mehrere Geschichten bereit! RB Leipzig hat beim 3:2-Sieg über Borussia Mönchengladbach zum ersten Mal nach einem 0:2-Rückstand in der Bundesliga noch gewonnen. Während der Tabellenzweite den Spitzenreiter FC Bayern München nicht ziehen ließ, haderten die Fohlen mit dem Siegtreffer der Hausherren - aber nur kurz.

Verständlicherweise grenzenloser Jubel bei den Spielern von RB Leipzig nach dem 3:2-Siegtreffer in der 3. Minute der Nachspielzeit.
Verständlicherweise grenzenloser Jubel bei den Spielern von RB Leipzig nach dem 3:2-Siegtreffer in der 3. Minute der Nachspielzeit.  © Picture Point/Roger Petzsche

Durch zwei Fehler waren die Sachsen schon in der ersten Halbzeit mit zwei Treffern in Rückstand geraten. Das einzig Gute daran war: Ihnen blieben noch die zweiten 45 Minuten, um zumindest einen Punkt in der Red Bull Arena zu behalten.

Doch es kam sogar noch besser: Christopher Nkunku (24), Yussuf Poulsen (26) und auch der lange Zeit glücklose Alexander Sörloth (25) drehten das Topspiel noch zu Gunsten der Roten Bullen, die weiter zwei Zähler hinten den Bayern bleiben.

"So kann man Meister werden", stellte Rekordnationalspieler Lothar Matthäus (59) im Sky-Studio klar. "Vor ein, zwei Jahren hätten sie solche Spiele nicht gewonnen."

Solche Spiele, in denen Leipzig in der Halbzeitpause laut Trainer Julian Nagelsmann (33) "mit dem Rücken zur Wand" stand. Doch mit fortlaufender Spieldauer wuchs die eigene Dominanz immer weiter, 21:5 Torschüsse, doppelt so viele Pässe und zwei Drittel Ballbesitz belegten dies.

Auch Gladbachs Torhüter Yann Sommer (32) musste resümieren: "Wir waren im Dauerstress und haben keine Entlastung mehr gehabt!"

Julian Nagelsmann freut sich mit Siegtorschütze Alexander Sörloth: "Gott sei Dank hat er sich belohnt!"

Das 3:2 durch Alexander Sörloth (2.v.l.) sorgte für Redebedarf.
Das 3:2 durch Alexander Sörloth (2.v.l.) sorgte für Redebedarf.  © Picture Point/Roger Petzsche

Eine Szene sorgte im Anschluss an die Top-Partie des 23. Spieltags aber noch für ausreichend Gesprächsstoff.

Es ging um den Siegtreffer von Sörloth in der 3. Minute der Nachspielzeit, bei dem der 1,93 Meter große Norweger Gegenspieler Valentino Lazaro (24) vor seinem Kopfball von sich schob und dann einköpfen konnte. Schiedsrichter Manuel Gräfe (47) gab den Treffer, auch der VAR Günter Perl (51) im Kölner Keller griff nicht ein.

"Ich versteh, dass man darüber diskutieren kann", sagte Nagelsmann. "Ich finde aber nicht, dass er ihn extrem stößt, sondern er hält ihn sich ein bisschen vom Leib. Das ist, glaube ich, ein relativ normaler Zweikampf. Ich würde mich aber auch nicht mega beschweren, wenn der abgepfiffen wird."

Fohlen-Coach Marco Rose (44) und sein Team konnten es nicht glauben, der 44-Jährige fragte nach dem Abpfiff bei Gräfe nach. "Ich habe ihn einfach gefragt, warum er's sich nicht anschaut. Jetzt hab ich's gesehen und kann sagen, dass die Entscheidungsfindung insgesamt nachvollziehbar ist."

Nagelsmann konnte sich dagegen für seinen bislang wenig überzeugenden Siegtorschützen Sörloth (3 Tore in 25 Einsätzen) freuen: "Er hat es in den letzten Wochen besser gemacht. Gott sei Dank hat er sich belohnt. Das tut uns gut und ihm erst recht."

Mittwoch (20.45 Uhr/ARD und Sky) geht's für die Bullen im DFB-Pokal-Viertelfinale gegen einen VfL Wolfsburg in Topform. Acht Pflichtspiele in Serie kassierten die Wölfe keinen Gegentreffer. Wann es die letzten beiden gab? Gegen RB beim 2:2 Mitte Januar. Spannung vorprogrammiert!

Titelfoto: Picture Point/Roger Petzsche

Mehr zum Thema RB Leipzig:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0