Auswärtsfluch ist "Wahnsinn"! Kann RB Leipzig endlich mal wieder in der Fremde gewinnen?

Leipzig - Am Samstag soll der Knoten endlich platzen! Dann trifft RB Leipzig in der Mercedes-Benz Arena auf den VfB Stuttgart (15.30 Uhr/Sky), um den inzwischen seit März anhaltenden Auswärtsfluch in der Bundesliga endlich zu beenden.

Das Hinspiel gegen den VfB Stuttgart in der Red Bull Arena konnte RB Leipzig mit 4:0 für sich entscheiden.
Das Hinspiel gegen den VfB Stuttgart in der Red Bull Arena konnte RB Leipzig mit 4:0 für sich entscheiden.  © Hendrik Schmidt/dpa

Einfach wird das sicherlich nicht, denn er ist "in den Köpfen drin, da müssen wir nicht drum herumreden. Dass es die Spieler wurmt, ist auch klar, dass eine Mannschaft, wie wir es sind, seit März kein Auswärtsspiel gewinnt, ist ja eigentlich Wahnsinn", stellte auch Trainer Domenico Tedesco (36) am Donnerstag auf der Pressekonferenz vor der Partie fest.

Eine Begegnung in der Fremde bestritt der Coach der Roten Bullen mit seinem Team bereits. Doch auch beim FC Augsburg kam man nicht über ein 1:1 hinaus. Dort hatte er zuvor die missliche Auswärtslage angesprochen, "um die Sinne zu schärfen und die Mannschaft heiß zu machen. Diesmal werde ich es nicht ansprechen", so Tedesco weiter.

Vielleicht ist das auch gar nicht nötig. Die Rasenballer haben die beste Bundesliga-Bilanz gegen die Schwaben, gewannen sechs ihrer sieben Ligaspiele gegen den VfB. Es gab nur ein Remis.

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Und während der Trend bei den Sachsen nach dem 4:1 über den 1. FSV Mainz 05 nach oben zeigt, sind die Stuttgarter seit drei Partien sieg- und torlos. Doch der Bullen-Coach warnt:

"Wenn man sich die VfB-Spiele anschaut in den letzten Wochen - unabhängig von unseren direkten Duellen -, fällt auf, dass viele wichtige Spieler gefehlt haben. Kalaijdzic kam gegen Fürth zurück, das ist einfach ein wichtiger Spieler, der dem VfB wichtige Optionen gibt. Er macht Tore, 16 Tore im letzten Jahr sprechen für ihn."

VfB Stuttgart gegen RB Leipzig: Auf beiden Seiten fallen Spieler aus

Die Torhoffnungen der Schwaben liegen auf Sasa Kalajdzic (24), der nach seiner langen Verletzungspause zurück im Team ist.
Die Torhoffnungen der Schwaben liegen auf Sasa Kalajdzic (24), der nach seiner langen Verletzungspause zurück im Team ist.  © Tom Weller/dpa

Eben jene Spieler wie Sasa Kalajdzic (24) oder auch Chris Führich (24) könnten nun nach zwei Wochen Training wieder im Vollbesitz ihrer Kräfte sein.

Zudem habe VfB-Coach Pellegrino Matarazzo (44) seine Männer nach dem blutleeren Auftritt beim 0:0 gegen Greuther Fürth an den Pranger gestellt und spüre nun "auch bei den Spielern, die zuletzt nicht an Bord waren, eine andere Haltung zum Training und unserer Situation."

Einige Ausfälle hat der 44-Jährige aber noch zu beklagen: Flügelspieler Silas Katompa Mvumpa (23) wird nach seiner Corona-Infektion weiterhin fehlen. Auch Stürmer Wahid Faghir (18) und Angreifer Omar Marmoush (22) fallen weg. Offensiv verlässt man sich im Süden voll und ganz auf Kalajdzic.

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Bei den Leipzigern lichtet sich unterdessen das Lazarett etwas. Benjamin Henrichs (24) und Solomon Bonnah (18) wurden negativ getestet. Dani Olmo (23) konnte unter der Woche wieder mittrainieren - für Emil Forsberg (30) kommt ein Einsatz aber definitiv noch zu früh. Zudem fällt Nordi Mukiele (24) aufgrund einer Corona-Erkrankung weiter aus.

Tedesco hat also im Gegensatz zur Vorwoche die Qual der Wahl, wer letztendlich auf dem Platz stehen wird. Auch, damit der Auswärtsfluch Geschichte ist? "Irgendwann platzt der Knoten! Und wieso also nicht gegen Stuttgart? Unsere Trainingswoche stimmt mich da mehr als optimistisch!"

Titelfoto: Hendrik Schmidt/dpa

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