Bärenstarkes RB Leipzig besiegt chancenlose TSG Hoffenheim!

Leipzig - Wichtiger Sieg im Kampf um die Champions-League-Plätze! RB Leipzig hat sich am Sonntagabend im Bundesliga-Duell mit der TSG 1899 Hoffenheim eindrucksvoll mit 3:0 (3:0) durchgesetzt. Die Partie war dabei nach der ersten Halbzeit schon entschieden.

Auch zum Sonntagabend hatten sich zahlreiche Fans in der Red Bull Arena eingefunden. Es sollte sich auszahlen.
Auch zum Sonntagabend hatten sich zahlreiche Fans in der Red Bull Arena eingefunden. Es sollte sich auszahlen.  © Picture Point / Roger Petzsche

In der gut gefüllten Red Bull Arena traf Christopher Nkunku bereits in der 5. Minute zum 1:0. Marcel Halstenberg legte das 2:0 nach (20.) und kurz vor der Pause erhöhte Dominik Szoboszlai auf 3:0 (44.).

RasenBall-Coach Domenico Tedesco rotierte im Vergleich zum 1:1 gegen Atalanta Bergamo auf fünf Positionen. Mohamed Simakan, Emil Forsberg, Szoboszlai, Nordi Mukiele und Halstenberg durften von Beginn an ran. Andre Silva, Dani Olmo, Angelino, Benjamin Henrichs und Lukas Klostermann nahmen zunächst auf der Bank Platz.

TSG-Trainer Sebastian Hoeneß reiste mit großen Personalsorgen nach Sachsen. Im Vergleich zur 1:2-Niederlage gegen den VfL Bochum startete sein Team auf vier Positionen verändert: Stefan Posch, Havard Nordtveit, Chris Richards und Georginio Rutter ersetzten David Raum, Kevin Vogt, Kevin Akpoguma (alle gelbgesperrt) und Florian Grillitsch.

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RB Leipzig RB Leipzigs Angelino zieht es langfristig zurück nach Spanien

Dass die Roten Bullen gegen dezimierte Gegner nicht immer die beste Figur machten, zeigte besonders das erste Spiel der Saison gegen den 1. FSV Mainz 05.

Doch davon war in den ersten Szenen nichts zu spüren: Bereits nach fünf Minuten klingelte es, als Nkunku per Flachschuss ins rechte untere Eck einen zuvor getretenen Szoboszlai-Freistoß verwertete. Knapp zwei Zeigerumdrehungen lang wurde der Treffer auf Abseits überprüft. Am Ende stand jedoch fest: Die Hausherren lagen früh in Front!

Bereits nach fünf Minuten lag der Ball zum ersten Mal im Netz. Christopher Nkunku schraubte seine Scorerpunkte weiter nach oben.
Bereits nach fünf Minuten lag der Ball zum ersten Mal im Netz. Christopher Nkunku schraubte seine Scorerpunkte weiter nach oben.  © Picture Point / Roger Petzsche

RB Leipzigs Startelf im Bundesliga-Heimspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim

Mannschaftsaufstellung der TSG 1899 Hoffenheim im Bundesliga-Auswärtsspiel bei RB Leipzig

Marcel Halstenberg und Dominik Szoboszlai erhöhen für RB Leipzig

Da fiel sehr viel Frust ab. Marcel Halstenberg stand nach langer Verletzungspause zum ersten Mal wieder in der Startelf und belohnte sich direkt mit einem Treffer.
Da fiel sehr viel Frust ab. Marcel Halstenberg stand nach langer Verletzungspause zum ersten Mal wieder in der Startelf und belohnte sich direkt mit einem Treffer.  © Picture Point / Roger Petzsche

In der Folge kontrollierte der Tabellenvierte der Bundesliga die Partie ohne große Mühe. Der Großteil der Duelle fand dabei im Mittelfeld statt - so etwas wie Torchancen waren Mangelware.

Zumindest bis zur 20. Minute! Wie schon gegen Borussia Dortmund eroberte Konrad Laimer im Mittelfeld bärenstark einen Ball.

Im Angriff versprang ihm zwar die Kugel, doch der missglückte Abwehrversuch der TSG landete vor den Füßen von Halstenberg, der sich den Verletzungsfrust der vergangenen Monate per Direktabnahme von der Seele schoss und perfekt zum 2:0 ins rechte untere Eck traf.

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RB Leipzig RB Leipzigs Adams wechselt auf die Insel - ist jetzt der Weg frei für Kral?

Danach hatten die Sachsen richtig Freude am Spiel. Die Gäste fanden keinerlei Mittel, durch die gut strukturierte Abwehrkette der Bullen zu kommen. Leipzig verteidigte souverän, drängte aber maximal durch Konter auf das mögliche dritte Tor.

So plätscherte die Begegnung etwas dahin, weil die Gäste bis zur Halbzeitpause keine echte Torsituation hatten und die Bullen in den aktuellen Englischen Wochen nach dem zweiten Treffer schon etwas in den Verwaltungsmodus schalteten.

Doch die Ruhe war trügerisch: Kurz vor dem Ende der ersten Hälfte startete RB noch einmal einen Konter über Simakan. Der Franzose flankte kurz vor der Strafraumgrenze zu seinem Landsmann Nkunku in den Sechzehner. Dessen Kopfannahme fand den anrauschenden Szoboszlai in der Mitte, der das Leder über die Linie grätschte - 3:0 (44.).

RB Leipzig verwaltet die Führung gegen die TSG 1899 Hoffenheim souverän

Große Teile der Partie fanden im Mittelfeld statt. Dort war Konrad Laimer wieder zur Stelle, um die Kugel von den TSG-Spielern zu erobern.
Große Teile der Partie fanden im Mittelfeld statt. Dort war Konrad Laimer wieder zur Stelle, um die Kugel von den TSG-Spielern zu erobern.  © Picture Point / Gabor Krieg

Durch den Halbzeitstand war der Deckel natürlich schon so gut wie auf der Partie.

In der 53. Minute wurde es erstmals wieder gefährlich, nachdem Forsberg das Leder rasch durchs Mittelfeld in den Strafraum brachte. Dort vertändelten Szboszlai und der eingewechselte Tyler Adams aber die Kugel, sodass Gästekeeper Oliver Baumann nicht eingreifen musste.

Von Hoffenheim kam weiterhin kaum Gegenwehr, sodass Tedesco munter durchwechseln und Kräfte schonen konnte. Bezeichnend: Dass Forsberg in der 68. Minute eine Hundertprozentige liegen ließ und den Ball frei vor dem Tor weit hoch auf die Tribüne knallte, war nur eine kleine Randnotiz.

Im Stadion glaubte keiner mehr daran, dass die TSG noch eine spektakuläre Aufholjagd starten würde.

So gestaltete sich die restliche Spielzeit wie große Teile der ersten Hälfte: Die Gäste fanden kein Mittel, um gefährlich vors Gehäuse von RB-Keeper Peter Gulacsi zu kommen. Die Gastgeber lauerten auf Konter, die sie in Person von Szoboszlai, Yussuf Poulsen und Olmo aber nicht zu einem ertragreichen Ende bringen konnten (74./81./82.).

Letztendlich passierte bis zum Schlusspfiff nichts Nennenswertes mehr: Die Roten Bullen gewannen vollkommen ungefährdet mit 3:0 gegen eine ganz schwache TSG.

Grund zur Freude: Durch den Sieg konnte RB Leipzig im Kampf um die Champions-League-Plätze wieder Boden gut machen.
Grund zur Freude: Durch den Sieg konnte RB Leipzig im Kampf um die Champions-League-Plätze wieder Boden gut machen.  © Sebastian Kahnert/dpa

Für RB Leipzig geht es am kommenden Donnerstag in der Europa League gegen Atalanta Bergamo weiter (18.45 Uhr/RTL+). Die TSG empfängt am kommenden Sonntag die SpVgg Greuther Fürth zum nächsten Bundesligaspiel im eigenen Rund.

Titelfoto: Picture Point / Roger Petzsche

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