RB Leipzig verliert Vizemeister-Match gegen BVB, macht Champions League trotzdem klar

Leipzig - Das Rennen um die Bundesliga-Vizemeisterschaft ist am 33. Spieltag beendet worden. RB Leipzig kann nach dem 0:2 (0:1) im direkten Duell gegen Borussia Dortmund nicht mehr auf Platz 2 springen, hat es aber durch Berliner Schützenhilfe geschafft, die dritte Champions-League-Qualifikation perfekt zu machen. 

Timo Werner (r.) hatte in seinem letzten Heimspiel für RB Leipzig kein leichtes Spiel, vor allem nicht gegen Mats Hummels.
Timo Werner (r.) hatte in seinem letzten Heimspiel für RB Leipzig kein leichtes Spiel, vor allem nicht gegen Mats Hummels.  © Picture Point/Roger Petzsche/Pool

Beide Tore im Top-Match des vorletzten Spieltags erzielte Dortmunds Erling Haaland in der 30. und 90.+3 Minute. 

Beide Mannschaften gingen etwas geknickt ins vorentscheidende Spiel um die deutsche Vizemeisterschaft. Die Roten Bullen schafften es auch im fünften Heimspiel nacheinander nicht, einen Dreier einzufahren. 

Während die Schwarz-Gelben durch das enttäuschende 0:2 gegen Mainz nicht nur Endplatz 2 verspielten, sondern auch den FSV (fast) zum Nichtabsteiger machten. 

Die Ausgangslage war klar: RB würde mit einem Erfolg als Zweiter in den letzten Spieltag gehen, hätte den Platz hinter Meister Bayern München dann in der eigenen Hand. 

Dortmund hingegen will die Saison natürlich als Vizechampion und damit relativ versöhnlich beenden, mit einem Dreier in der Red Bull Arena hätten sie das Ziel sicher. 

Die Startaufstellung der Roten Bullen

Und so ging der BVB in die Partie

Dortmund dominiert - Gulácsi pariert Haaland-Doppelchance

Erling Haaland erzielte nach einer halben Stunde das 1:0 für Dortmund - sein zwölftes Ligator im 14. Spiel.
Erling Haaland erzielte nach einer halben Stunde das 1:0 für Dortmund - sein zwölftes Ligator im 14. Spiel.  © Picture Point/Roger Petzsche/Pool

Im Vergleich zum mageren 2:2 gegen Düsseldorf wechselte RB-Trainer Julian Nagelsmann auf vier Positionen: Dayot Upamecano, Nordi Mukiele, Emil Forsberg und Patrik Schick rotierten für Konrad Laimer (Infekt), Tyler Adams, Dani Olmo und Christopher Nkunku (alle Bank) in die Startelf. 

Beim BVB musste Lucien Favre auf viele Langzeitverletzte verzichten, brachte Mateu Morey (Startelf-Debüt) und Giovanni Reyna für Achraf Hakimi (Sperre) und Jadon Sancho (Bank). 

RB konnte sich in den neuen Trikots für die kommende Saison in den ersten Minuten leichte Feldüberlegenheiten erspielen, kam aber nicht zu einem erwähnenswerten Abschluss. 

Mehr und mehr wurde Dortmund stärker, innerhalb von nur einer Minute musste Keeper Péter Gulácsi gleich mal doppelt gegen den Norweger retten (15./16.). 

Glücklich lief für die Gastgeber eine Szene aus Minute 21: Schick stieg Axel Witsel von hinten mit gestrecktem Bein in die Hacken, Schiedsrichter Felix Zwayer griff sofort an seine Gesäßtasche, zeigte aber dann doch nur Brusttaschen-Gelb.

Und dann traf Dortmunds 19-jähriges Sturmjuwel: Nach Ballgewinn des BVB ging es ganz fix, Mats Hummels setzte sich zunächst gegen drei Gegenspieler durch, gab rechts auf Julian Brandt weiter, der auf Reyna wartete, diesen im Sechzehner bediente und der 17-Jährige hatte noch das Auge für Haaland, der Gulácsi keine Chance ließ - 0:1 (30.).

Die Sachsen konnten erst fünf Minuten vor dem Seitenwechsel eine gute Stafette beenden, Werner in seinem letzten RB-Heimspiel aber Roman Bürki nicht überwinden (40.). 

Leipzig steigert sich, doch zum Punktgewinn reicht es nicht mehr

Werner (M.) vergab die beste RB-Chance, scheiterte an BVB-Schlussmann Roman Bürki (r.).
Werner (M.) vergab die beste RB-Chance, scheiterte an BVB-Schlussmann Roman Bürki (r.).  © Jens Meyer/AP-Pool/dpa

Nach der verletzungsbedingten Auswechslung von Marcel Sabitzer für Olmo kam zum zweiten Durchgang auch Adams für Klostermann bei den Sachsen. 

Und die mussten direkt wieder tief durchschnaufen: Haaland setzte sich halbrechts durch, lief in die Box und bediente den freien Morey mit einem Querpass, der aber zwei Meter am Kasten vorbeischob (47.). 

Haaland zum zweiten? Ganz knapp nicht! Wieder einmal enteilte er allen, zog halblinks ab. Der Ball ging durch Gulácsis Hosenträger und prallte an die Latte, von dort wieder ins Feld (52.). Glück für RB! 

Die Bullen steigerten ihre Leistung aber, fanden immer öfter eine Lücke beim Gegner, nur am Abschluss fehlte es.

Nach 70 Minuten verließ Werner das letzte Mal den Rasen der Red Bull Arena, in zwei Wochen wechselt er zum FC Chelsea, für ihn kam Nkunku. Doch auch der Franzose konnte nichts mehr am Resultat ändern.  Haaland machte sogar noch das 2:0 (90.+3).

Trotz der Pleite steht RB sicher in der Champions League, da Leverkusen bei Hertha BSC mit 0:2 verlor (TAG24 berichtete). Dortmund hingegen ist sicher Vizemeister. 

RB Leipzigs Saisonabschluss bildet nächsten Samstag das Auswärtsspiel beim FC Augsburg. Dortmund hat zeitgleich die TSG Hoffenheim zu Gast, die die Europa League gesichert hat. Alle neun Bundesliga-Partien werden wieder 15.30 Uhr angepfiffen, Sky überträgt live. 

Titelfoto: Jens Meyer/AP-Pool/dpa

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