BVB-Boss Watzke auf Kuschelkurs mit RB Leipzig: "Bereicherung für Bundesliga"

Leipzig/München - Das sind ja ganz neue Töne von Hans-Joachim Watzke (62)! Bislang hatte der Geschäftsführer von Borussia Dortmund nur selten lobende Worte für RB Leipzig übrig, doch das sollte sich nun ändern.

Aki Watzke (62) war nie ein großer Fan von dem "Konstrukt" RB Leipzig, befindet sich aber auf Versöhnungskurs. (Archivbild)
Aki Watzke (62) war nie ein großer Fan von dem "Konstrukt" RB Leipzig, befindet sich aber auf Versöhnungskurs. (Archivbild)  © Bernd Thissen/dpa

Nachdem er am Sonntag im Sport1-"Doppelpass" erstmal seinem Ärger über die verlorene Partie (0:1) bei Borussia Mönchengladbach und die damit verbundene Leistung von Schiedsrichter Deniz Aytekin (43) Luft gemacht hatte, ging er mit dem "Konstrukt RB Leipzig" plötzlich auf Kuschelkurs.

Hintergrund waren die ständigen Diskussionen um die wirtschaftlichen Möglichkeiten der Werksklubs wie Bayer Leverkusen, dem VfL Wolfsburg, der TSG Hoffenheim oder eben auch den Sachsen mit ihrem Geldgeber Red Bull.

Laut Aki Watzke gehen all diese Vereine seriös mit ihren wirtschaftlichen Möglichkeiten um: "Das ist für mich das Entscheidende. Ich hab nicht das Gefühl, dass Hoffenheim oder Leipzig in irgendeiner Weise in Konkurrenz zu Manchester City stehen."

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Es gebe in der Bundesliga derzeit keinen Klub, von dem er glaubt, dass er unseriös arbeitet. Auch RB Leipzig nicht.

"Ich sehe das Konstrukt nach wie vor nicht komplett kritikfrei", wandte er ein. "Aber dass Leipzig der Bundesliga guttut, das sehen wir doch auch."

Und ließ sich sogar dazu hinreißen, von den Roten Bullen als eine "Bereicherung für die Bundesliga" zu schwärmen.

Früher viel Kritik, heute Lob von Aki Watzke für RB Leipzig und seinen Kumpel Oliver Mintzlaff

Die Bullen, hier beim 6:0-Sieg gegen Hertha BSC am Samstag, seien durchaus eine Bereicherung für die Bundesliga.
Die Bullen, hier beim 6:0-Sieg gegen Hertha BSC am Samstag, seien durchaus eine Bereicherung für die Bundesliga.  © Picture Point / Roger Petzsche

Die Freundschaft zu RB-Boss Oliver Mintzlaff (46) tut offenbar ihr Übriges dazu, dass die ganz große Kritik gegenüber dem Ligarivalen mittlerweile weitestgehend ausbleibt.

Bereits vor dem Pokalfinale der Bullen gegen den BVB im vergangenen Mai waren sie sich einig, dass sich das Verhältnis zwischen beiden in den vergangenen Jahren deutlich verbessert hat.

"Ideologische Grabenkämpfe liegen hinter uns", sagte Watzke damals.

Titelfoto: Bildmontage / PICTURE POINT / Roger Petzsche / Bernd Thissen/dpa

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