RB Leipzigs Gulacsi nach Dortmund? BVB-Ikone Weidenfeller hat andere Namen auf dem Zettel

Leipzig/Dortmund - Der Meisterkampf in der Fußball-Bundesliga hat nach dem Patzer des FC Bayern München (1:2 bei Eintracht Frankfurt) und dem Sieg von RB Leipzig (3:0 bei Hertha BSC) noch einmal Fahrt aufgenommen. Schon seit Jahresbeginn ranken sich Gerüchte, die Sachsen könnten ihre Nummer 1 Peter Gulacsi (30) an den BVB verlieren. Davon hält die schwarz-gelbe Ikone Roman Weidenfeller (40) aber nichts.

Roman Weidenfeller (40) hütete 16 Jahre lang den Kasten von Borussia Dortmund.
Roman Weidenfeller (40) hütete 16 Jahre lang den Kasten von Borussia Dortmund.  © picture point/Sven Sonntag

16 Jahre lang stand der heute 40-Jährige beim BVB unter Vertrag und in mehr als 450 Pflichtspielen für die Profis zwischen den Pfosten. 2015 wurde er durch Freiburg-Neuzugang Roman Bürki (30) als Stammkeeper abgelöst, im Sommer 2018 beendete Weidenfeller seine Karriere.

Zweieinhalb Jahre später beschäftigt den jetzigen Marketingmitarbeiter des Tabellensechsten, wie es nach der Saison mit (oder ohne) die immer wieder patzenden Bürki und Marwin Hitz (33) weitergehen könnte. Der 33-Jährige rückte aufgrund der Schulterverletzung seines Konkurrenten Ende Januar ins erste Glied.

Beim zwischenzeitlichen Stand von 2:0 im Revierderby beim FC Schalke 04 (Endstand 4:0) habe Hitz "zweimal sehr gut reagiert, da hätte Schalke auch noch mal den Anschluss finden können", sagte Weidenfeller am Sonntag bei "Sky90".

Auf der Torhüterposition bei Schwarz-Gelb sei es "im Moment bestimmt unruhig. Es sind viele individuelle Fehler gemacht worden."

Er nahm aber auch die Abwehrreihe in die Pflicht, Fehler zu vermeiden, um den eigenen Schlussmann nicht unnötig vor Probleme zu stellen. "Dann hat der Torhüter auch die Möglichkeit, eine viel selbstbewusstere Ausstrahlung zu haben und der Rückhalt der Mannschaft zu sein."

Roman Weidenfellers Kandidaten für die Nummer 1 beim BVB - Peter Gulacsi gehört nicht dazu

Nicht auf Weidenfellers Liste möglicher Nachfolger für Roman Bürki (30) und Marwin Hitz (33) steht RB Leipzigs Rückhalt Peter Gulacsi (30).
Nicht auf Weidenfellers Liste möglicher Nachfolger für Roman Bürki (30) und Marwin Hitz (33) steht RB Leipzigs Rückhalt Peter Gulacsi (30).  © Picture Point/Roger Petzsche

In der Talkshow spuckte der 40-Jährige einige Namen von Keepern aus, die er als Verantwortlicher durchaus auf seiner Liste hätte.

Dazu zählen Koen Casteels (28, VfL Wolfsburg), Kevin Trapp (30, Eintracht Frankfurt) und Gregor Kobel (23, VfB Stuttgart). Möglicherweise müsse man aber auch im Ausland die Augen offenhalten. Zuletzt galt auch Lazio Roms Thomas Strakosha (25) als Kandidat.

Zu Peter Gulacsi (30) von RB Leipzig sagte Weidenfeller: "Er ist für mich nach Manuel Neuer der zweitbeste Torhüter der Liga. Ich weiß aber nicht, ob er uns vom Alter her weiterbringt. Es gibt da abzuklären, ob es vielleicht auch Jüngere gibt, die dich über einen längeren Zeitraum weiterbringen."

Auch für Rekordnationalspieler Lothar Matthäus (59) muss es im Sommer einen Torwartwechsel beim BVB geben. Bürki und Hitz seien "für Titel nicht konstant gut genug".

Die Möglichkeit, den ungarischen Nationalkeeper Gulacsi nach Dortmund zu lotsen, hält er aufgrund einer kolportierten Ausstiegsklausel in Höhe von etwa 13 Millionen Euro am Saisonende für die interessanteste. Er würde mehr verdienen und Stadion sowie Fans könnten den 30-Jährigen reizen, vermutet Matthäus.

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