BVB-Reus flucht nach Treffer und Pleite bei RB Leipzig: "Das Tor ist mir scheißegal!"

Leipzig - Zu wenig Spritzigkeit und Schärfe bei Borussia Dortmund, Selbstvertrauen getankt und Rückstand im direkten Duell verkürzt von RB Leipzig. Das 2:1 der Sachsen am Samstagabend war erst der dritte Sieg im zwölften Duell, lässt die Champions-League-Hoffnungen wieder aufleben und freute besonders den Spitzenreiter aus Süddeutschland.

"Schlüsselspieler" Christopher Nkunku (23) machte gegen Dortmund den Unterschied.
"Schlüsselspieler" Christopher Nkunku (23) machte gegen Dortmund den Unterschied.  © Picture Point/Roger Petzsche

Ein "sehr, sehr, sehr wichtiger Sieg für uns", analysierte Leipzigs Trainer Jesse Marsch (47) bei Sky nach dem fünften Ligasieg der Saison, der die Roten Bullen an drei Klubs vorbei auf Rang fünf manövrierte.

Statt im schlimmsten Falle zwölf Punkte Rückstand liegt RB nun nur sechs hinter dem BVB und einen hinter Königsklassen-Rang vier.

An beiden Treffern beteiligt war Christopher Nkunku (23), der selbst das 1:0 erzielte und Yussuf Poulsens (27) 2:1 vorbereitete.

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Der Franzose steht in der Bundesliga nun schon bei fünf Toren und fünf Vorlagen in elf Einsätzen. Wettbewerbsübergreifend verbuchte der trickreiche Offensivmann 18 Torbeteiligungen in 17 Partien.

Wie wichtig er fürs Team ist, weiß auch Emil Forsberg (30) genau: "Er ist unser Schlüsselspieler und er macht den Unterschied. Wir müssen ihn einfach spielen lassen."

Und auch Marsch adelte den 23-Jährigen als "Superspieler". Er habe drei Tage nach seinem Dienstantritt am Cottaweg gesagt, dass "Christo" am meisten vom Wechsel des Spielstils profitieren würde.

Außerdem gibt es offenbar noch einen Grund, wieso Nkunku derzeit so explodiert: "Er ist mein Nachbar - alle Spieler sollten meine Nachbarn sein", lachte Marsch.

Nach zuletzt starken Auftritten belohnte sich RB mal wieder mit einem Sieg, der Trainer Jesse Marsch (47) den Druck ein wenig nahm.
Nach zuletzt starken Auftritten belohnte sich RB mal wieder mit einem Sieg, der Trainer Jesse Marsch (47) den Druck ein wenig nahm.  © Picture Point/Gabor Krieg

Borussia Dortmund mit Pleite in die Länderspielpause: "Es ist natürlich kacke!"

Für Marco Reus (32) war es eine "verdiente Niederlage".
Für Marco Reus (32) war es eine "verdiente Niederlage".  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Beim BVB hingegen gab es nach vier Ligasiegen hintereinander in der Red Bull Arena wieder einen Rückschlag.

Das Gefühl, neben dem 1:2 bei RB zuvor auch noch das 1:3 gegen Ajax Amsterdam in der Champions League kassiert zu haben und mit zwei Negativ-Ergebnissen in die Länderspielpause zu gehen, sei "natürlich kacke", sagte Torhüter Gregor Kobel (23), dem vor allem die schwache erste Halbzeit nervte: "Das war nix!"

Noch deutlicher wurde Kapitän Marco Reus (32). Der erzielte nach viel besserem Beginn in der zweiten Halbzeit zwischenzeitlich den Ausgleich, der aber keinen Bestand haben sollte.

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"Mir ist das Tor scheißegal, mich juckt das gar nicht. Mich regt es viel mehr auf, dass wir das Spiel verloren haben." Es sei ein "dummes 2:1" von Poulsen gewesen, "das geht viel zu einfach."

Übrigens: Der letzte Leipziger Sieg über die Schwarz-Gelben lag zuvor mehr als vier Jahre zurück. Beim 3:2 in Dortmund im Oktober 2017 traf damals wie heute wer zum 2:1 für RB? Genau: Yussuf Poulsen!

BVB-Trainer Marco Rose (l.) betrieb Aufbauarbeit, hier für den am Boden sitzenden Jude Bellingham.
BVB-Trainer Marco Rose (l.) betrieb Aufbauarbeit, hier für den am Boden sitzenden Jude Bellingham.  © Picture Point/Roger Petzsche

Titelfoto: Bildmontage: Picture Point/Gabor Krieg, Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

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