Nkunku Weltklasse! RB Leipzig feiert Topspiel-Sieg gegen den BVB - das freut die Bayern

Leipzig - Starkes Zeichen an die Konkurrenz! RB Leipzig hat am 11. Bundesliga-Spieltag Borussia Dortmund im Samstagabend-Duell mit 2:1 (1:0) geschlagen und dabei über 90 Minuten eine gute Leistung gezeigt. Ein Rückschlag für den BVB im Meisterrennen, ein großer Schritt für die Bullen.

Full House in der Red Bull Arena zum Topspiel gegen Borussia Dortmund.
Full House in der Red Bull Arena zum Topspiel gegen Borussia Dortmund.  © Picture Point/Roger Petzsche

Vor 43.429 Zuschauern in der Red Bull Arena erzielte Christopher Nkunku das 1:0 für Leipzig in der 29. Minute, Marco Reus gelang der Ausgleich (1:1/52.), Yussuf Poulsen (2:1/68.) das entscheidende Tor für die Hausherren.

Nach dem ersten Punktgewinn in der Champions League beim 2:2 gegen den FC Paris Saint-Germain brachte RB-Coach Jesse Marsch vier Neue: Benjamin Henrichs, Amadou Haidara, Dominik Szoboszlai und Yussuf Poulsen spielten für Willi Orban (nicht im Kader), Konrad Laimer, Emil Forsberg und André Silva (alle Bank).

BVB-Trainer Marco Rose tauschte im Vergleich zum 1:3 in der Königsklasse gegen Ajax Amsterdam doppelt: Marin Pongracic und Donyell Malen ersetzten Marius Wolf (nicht im Kader) und Steffen Tigges (Bank).

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Für die Schwarz-Gelben galt es in der Neuauflage des letzten DFB-Pokal-Finals, den Rückstand auf Rekordmeister FC Bayern München nach dessen Sieg gegen den SC Freiburg (2:1) wieder auf einen Punkt zu verringern.

Die Zügel in die Hand nahm aber erst einmal der Gastgeber, der sich bei der Chance auf Tabellenplatz fünf immer wieder gut durchs Mittelfeld kombinieren konnte, im letzten Drittel fehlten aber Idee und Anspielstation.

Alte Freunde der RB-Schule: Dortmunds Marco Rose (l.) und Jesse Marsch.
Alte Freunde der RB-Schule: Dortmunds Marco Rose (l.) und Jesse Marsch.  © Picture Point/Roger Petzsche

RB Leipzigs Startelf für das Bundesliga-Topspiel gegen Borussia Dortmund

Mannschaftsaufstellung des BVB bei RB Leipzig

RB Leipzig dominiert Borussia Dortmund - Christopher Nkunku belohnt den souveränen Auftritt

Dortmunds Stürmer Donyell Malen (vorn, hier gegen Tyler Adams) hing in der ersten Halbzeit komplett in der Luft.
Dortmunds Stürmer Donyell Malen (vorn, hier gegen Tyler Adams) hing in der ersten Halbzeit komplett in der Luft.  © Picture Point/Gabor Krieg

Die erste ordentliche Offensivaktion hatten die Sachsen - und das war gleich eine dicke.

Axel Witsel verlor die Kugel auf dem rechten Flügel, Tyler Adams steckte zu Nkunku im Sechzehner, der auf engstem Raum mit einer superstarken Finte Mats Hummels aussteigen ließ, dann aber mit seinem Schuss an Keeper Gregor Kobel scheiterte (13.).

Beim Bayern-Verfolger ging nach vorn lange Zeit nichts zusammen. Immer wieder gab es Ungenauigkeiten und Abstimmungsprobleme im eigenen Ballbesitz, die die optisch überlegenen Bullen aber nicht auszunutzen wussten.

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In Roses Heimatstadt wirkte seine Borussia lange Zeit schläfrig. Sie konnte von Glück sprechen, Mitte der ersten Halbzeit noch kein Gegentor kassiert zu haben. Doch genau das sollte dann fallen. Josko Gvardiol hatte im linken Mittelfeld (zu) viel Platz, legte flach hinter die Abwehrkette, wo sich Nkunku die Kugel schnappte, am herausstürmenden Kobel vorbeiging und locker zum 1:0 einschob (29.).

Es wirkte wie ein Weckruf, denn der BVB musste jetzt mehr investieren und tat dies auch. Ein erstes gutes Zusammenspiel von Julian Brandt und Reus endete mit der Vorlage für Jude Bellingham, der aus 14 Metern mit Malen allerdings den eigenen Mann anschoss, der einen gefährlichen Abschluss aufs Gehäuse unfreiwillig verhinderte (36.).

Zum Ende des ersten Durchgangs war die Begegnung deutlich ausgeglichener, doch RB ging mit dem knappen Vorsprung in die Kabine.

Christopher Nkunku (r.) brachte die Bullen mit seinem fünften Ligatreffer in Front.
Christopher Nkunku (r.) brachte die Bullen mit seinem fünften Ligatreffer in Front.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Marco Reus trocken zum Ausgleich, Yussuf Poulsen zur erneuten Führung, Nordi Mukieles 3:1 zählt nicht

BVB-Kapitän Marco Reus trifft in dieser Szene zum 1:1.
BVB-Kapitän Marco Reus trifft in dieser Szene zum 1:1.  © Picture Point/Roger Petzsche

Zwar war der BVB nach dem Seitenwechsel agiler, spritziger und spielfreudiger. Doch zunächst lag das 2:0 für die Hausherren in der Luft.

Mit einer sehenswerten Passsicherheit tankte sich RB nach vorn, doch Poulsen rutschte das Leder letztlich über den Schlappen, wodurch ihm ein Treffer verwehrt blieb (50.). In der nächsten Aktion probierte es Szoboszlai aus der zweiten Reihe -drüber (51.).

Die erste richtige Chance für Schwarz-Gelb sollte das robuste sächsische Kartenhaus aber zum Einsturz bringen. Thomas Meunier bediente Reus mit einer Vorlage hinter die Abwehrreihe, der Kapitän ließ sich die Möglichkeit nicht entgehen und überwand Péter Gulácsi - 1:1 (52.).

Danach ging es hin und her, das Duell war nun komplett offen. Zehn Minuten nach dem Ausgleich ging der Vorhang auf für Nkunku: Der Franzose drehte sich gleich zweimal um Hummels und Meunier, dann war aber der Pfosten im Weg (63.).

Doch er stellte sich noch einmal ins Rampenlicht: Bedient von Szoboszlai legte er in der Box quer rüber zu Poulsen, an dessen Schuss Kobel zwar dran war, das 2:1 für RB aber nicht verhindern konnte (68.). Nur fünf Zeigerumdrehungen später köpfte Nordi Mukiele sogar noch das 3:1 nach einem Freistoß, das aber zu Recht wegen Abseits nicht zählte (73.).

Der große Kampf bot keine weiteren Treffer, auch in der vierminütigen Nachspielzeit zappelte keiner mehr im Netz. Dadurch fällt Dortmund vier Punkte hinter die Bayern zurück, RB springt auf den fünften Rang.

Das 2:1 für RB: Nach Nkunku-Querpass schiebt Yussuf Poulsen (l.) ein, Gregor Kobel (r.) kann das nicht verhindern.
Das 2:1 für RB: Nach Nkunku-Querpass schiebt Yussuf Poulsen (l.) ein, Gregor Kobel (r.) kann das nicht verhindern.  © Picture Point/Gabor Krieg
Ausgelassener Jubel bei den Sachsen nach Poulsens 2:1-Siegtor.
Ausgelassener Jubel bei den Sachsen nach Poulsens 2:1-Siegtor.  © Picture Point/Gabor Krieg

Jetzt ist Länderspielpause. Am 20. November (jeweils 15.30 Uhr/Sky) geht es für RB bei der TSG 1899 Hoffenheim weiter, der BVB hat zeitgleich Heimrecht gegen den VfB Stuttgart.

Titelfoto: Bildmontage: Picture Point/Gabor Krieg, Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

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