Corona-Fall in Norwegen: Muss RB Leipzig ohne Sörloth nach Frankfurt?

Leipzig - Wegen eines Corona-Falles innerhalb der norwegischen Fußball-Nationalmannschaft stand der Einsatz von Stürmer Alexander Sörloth (24) von RB Leipzig im Topspiel bei Eintracht Frankfurt am kommenden Samstag (18.30 Uhr/Sky) auf der Kippe. Bis jetzt.

Alexander Sörloth (24) hatte im Hinspiel gegen die Rumänen ein Tor zum 4:0-Erfolg beigetragen.
Alexander Sörloth (24) hatte im Hinspiel gegen die Rumänen ein Tor zum 4:0-Erfolg beigetragen.  © imago images / Bildbyran

Die Nations-League-Partie der Norweger in Rumänien, die eigentlich am heutigen Sonntag um 20.45 Uhr hätte stattfinden sollen, ist bereits am Samstagabend abgesagt worden.

Grund dafür ist der positive Corona-Test des Ex-Braunschweigers Omar Elabdellaoui (28). Der rechte Außenverteidiger von Galatasaray Istanbul hat sich offenbar wegen Symptomen wie Kopfschmerzen und leichtem Fieber im Mannschaftshotel in Quarantäne begeben.

Daraufhin kursierten Gerüchte, dass die norwegischen Gesundheitsbehörden auch die restliche Mannschaft für zehn Tage in Isolation schicken wollten.

Das hätte nicht nur Auswirkungen auf das Weiterkommen der norwegischen Nationalelf im Nations-League-Wettbewerb gehabt, sondern  auch auf mehrere Bundesliga-Partien am kommenden Wochenende.

So hätte nicht nur RB Leipzig auf seinen Stürmer Alexander Sörloth verzichten müssen, sondern auch Borussia Dortmund auf Superstar Erling Halland (20) sowie Hertha BSC auf seinen früheren Stamm-Torhüter Rune Jarstein (36).

Zehn Tage Quarantäne für Norwegen und Sörloth?

Sörloth kommt voraussichtlich am Sonntag nach Leipzig zurück. Kann er zwei negative Tests vorweisen, dürfte dem Auswärtsspiel in Frankfurt nichts im Wege stehen. (Archivbild)
Sörloth kommt voraussichtlich am Sonntag nach Leipzig zurück. Kann er zwei negative Tests vorweisen, dürfte dem Auswärtsspiel in Frankfurt nichts im Wege stehen. (Archivbild)  © Martin Meissner/POOL AP/dpa

Heißt im Klartext: Alexander Sörloth wäre für die Partie bei Eintracht Frankfurt ausgefallen, hätte gar nicht mitreisen dürfen.

Wie der Kicker jedoch inzwischen meldete, erwartet der Bundesligist aus Sachsen seinen Stürmer noch am Sonntag in Leipzig zurück. Sportdirektor Markus Krösche (40) habe mittlerweile mit dem Angreifer gesprochen und sich mit ihm auf dessen Rückkehr verständigt.

Laut Krösche habe es keine Quarantäne-Anordnung des norwegischen Gesundheitsamtes gegeben. Sörloth müsse nach seiner Rückkehr jedoch zwei negative Tests nachweisen, um wieder am Mannschaftstraining teilnehmen zu können.

Für die Norweger könnte die ausgefallene Partie dennoch weitreichende Konsequenzen haben. "Wir und nicht zuletzt die Spieler verlieren die Chance, uns für die Weltmeisterschaft zu qualifizieren, falls wir in der ersten Runde scheitern sollten", kritisierte der norwegische Verband in einem Brief an das Gesundheitsministerium.

Da das norwegische Team trotz vier negativer Testreihen nicht antritt, könnte nach UEFA-Regularien Rumänien der Sieg zugesprochen werden. Eine Kontrollkommission muss nun darüber entscheiden.

Titelfoto: Martin Meissner/POOL AP/dpa

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