"Da geht's um die Wurst!" RB Leipzig kämpft in Bielefeld um die Champions League

Leipzig - Finale im Kampf um die Champions-League-Plätze! RB Leipzig tritt am Samstagnachmittag bei Arminia Bielefeld zum letzten Bundesligaspiel der Saison an (15.30 Uhr/Sky). Parallel muss der SC Freiburg bei Bayer 04 Leverkusen ran. Nach 90 Minuten wird feststehen, welcher Verein den begehrten vierten Platz ergattert hat.

Leipzigs Nordi Mukiele (24/l.) und Bielefelds Janni Serra (24) beim kämpferischen Kopfball-Duell. Lebhaft wird sicherlich auch das Rückspiel.
Leipzigs Nordi Mukiele (24/l.) und Bielefelds Janni Serra (24) beim kämpferischen Kopfball-Duell. Lebhaft wird sicherlich auch das Rückspiel.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Die bessere Ausgangslage haben natürlich die Sachsen. Dem Team von Trainer Domenico Tedesco (36) reicht auf der Alm ein Punkt, um aufgrund des deutlich besseren Torverhältnisses uneinholbar zu sein.

Nur wenn der SC in Leverkusen gewinnt und die Rasenballer ihr Auswärtsspiel verlieren, ist der Königsklassenplatz für Leipzig futsch.

"Ein Spiel, auf das wir uns sehr freuen, weil da geht's um die Wurst und gerade für so eine Ausgangslage haben wir uns in den letzten Wochen zerrissen", zeigte sich Tedesco am Freitag auf der Pressekonferenz gespannt auf das Duell.

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Der "komplette Fokus" liege auf dem entscheidenden Spiel, das für die Mannschaft auch aus einem anderen Grund wichtig sein wird. Denn: Das Hinspiel in der Red Bull Arena verloren die Roten Bullen mit 0:2. Eine Niederlage, die dem Coach nach eigenen Aussagen die Winterpause versaut hat.

Tedesco: "Wir kennen das Hinrundenergebnis und wir treffen auf dieselben Arminia-Spieler. Wir wissen also, was uns erwartet. Aber auch anhand der gegenwärtigen Tabellensituation kann man sehen, dass sich nach dieser Niederlage bei uns etwas getan hat."

Arminia Bielefeld gegen RB Leipzig: Vorzeichen grundverschieden

Das 0:2 im Hinspiel war die erste Niederlage von Domenico Tedesco (36) bei RB Leipzig.
Das 0:2 im Hinspiel war die erste Niederlage von Domenico Tedesco (36) bei RB Leipzig.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Tatsächlich könnten die Vorzeichen kaum unterschiedlicher aussehen. Während die Sachsen nach einer schwierigen Hinrunde inzwischen ganz oben mitspielen und auch der letzte Langzeitverletzte Amadou Haidara (24) inzwischen wieder ein Kandidat für den Kader ist, sind die Bielefelder so gut wie abgestiegen.

Nur wenn der VfB Stuttgart daheim gegen den 1. FC Köln verliert und man selbst mindestens mit sieben Toren Unterschied gegen RB gewinnt, könnte man noch auf den Relegationsplatz springen.

Doch daran glaubt selbst auf der Alm kaum jemand mehr: "Klar gibt es im Fußball immer wieder Wunder. Aber für uns ist erstmal wichtig, dass wir ein Spiel abliefern, das allen Spielern, Mitarbeitern und Fans den Charakter der Mannschaft zeigt", sagte Interims-Trainer Marco Kostmann (56) unter der Woche.

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Der Coach hofft stattdessen auf einen erfolgreichen Neuaufbau: "Ich sehe schwere Zeiten auf uns zukommen, wenn wir aus dieser Saison nicht lernen. Wir müssen vom Platz ein Signal für eine positive Zukunft an alle im Verein weitergeben."

Der Tabellenvorletzte wird sich also trotz der unmöglichen Ausgangsposition nicht abschießen lassen. Das weiß auch Tedesco: "Bielefeld wird nochmal alles reinwerfen. Daran habe ich keinen Zweifel. Wir müssen dann zeigen, was wir uns vorgenommen haben und was wir erreichen wollen. Wir bereiten die Jungs immer so vor, dass sie ihre beste Leistung abrufen sollen!"

Titelfoto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

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