Der traurige Abschied von RB Leipzigs Upamecano: Jetzt folgt auch noch der EM-Nackenschlag

Leipzig - So hat sich Dayot Upamecano (22) die letzten Wochen bei RB Leipzig sicher nicht vorgestellt! Neben dem verpassten Pokalerfolg gab es nun auch noch schlechte Nachrichten aus Richtung Nationalmannschaft.

Nackenschlag für RB Leipzigs Dayot Upamecano (22): Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps (52) hat ihn nicht für den EM-Kader nominiert.
Nackenschlag für RB Leipzigs Dayot Upamecano (22): Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps (52) hat ihn nicht für den EM-Kader nominiert.  © Jan Woitas/dpa-Pool/dpa

Vier Jahre kickte Dayot Upamecano für die Roten Bullen. Eine Zeit, in der der bullige Franzose durch bärenstarke Auftritte seinen Marktwert immer weiter in die Höhe trieb.

Die logische Folge war dann nur eine Frage der Zeit: Der FC Bayern München sicherte sich für etwas mehr als 42 Millionen Euro die Dienste des 22-Jährigen. Das nächste Auswärtsspiel der Leipziger beim 1. FC Union Berlin wird die letzte Partie sein, in der der Abwehrchef möglichst effektiv dafür sorgen kann, dass Keeper Peter Gulacsi (31) arbeitslos bleibt.

Schaut man sich nur diese Zahlen und die entsprechende Entwicklung von Leipzigs Nummer 5 an, würde man nicht glauben, dass die letzten Wochen offenbar alles andere als leicht für den Franzosen waren.

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Spätestens seit der Bekanntgabe des Wechsels zu den Münchnern schlichen sich immer wieder Unsicherheiten ein. Gerade das 0:2 durch Borussia Dortmunds Erling Haaland (20) im DFB-Pokalfinale ging in großen Teilen auf seine Kappe.

Eine Tatsache, die auch Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps (52) offenbar nicht entgangen ist. Nachdem Upamecano im vergangenen Jahr mehrmals für die Nationalmannschaft nominiert wurde, verkündete der 52-Jährige nun, dass Leipzigs Abwehrriese nicht mit zur EM fahren darf.

RB Leipzigs Dayot Upamecano bekommt Abschiedsspiel in Berlin

Doppelter Abschied aus Leipzig: Julian Nagelsmann (33, m.) und sein französischer Schützling bestreiten die letzte Partie für die Roten Bullen.
Doppelter Abschied aus Leipzig: Julian Nagelsmann (33, m.) und sein französischer Schützling bestreiten die letzte Partie für die Roten Bullen.  © Carmen Jaspersen/dpa

Immerhin der scheidende RB-Trainer Julian Nagelsmann (33) wird dem Franzosen aller Voraussicht nach in Berlin sein Abschiedsspiel geben. Schließlich ist es auch für den 33-Jährigen die letzte Begegnung für die Sachsen - die Bedeutung dürfte klar sein.

Für Upamecano sicherlich nach vier Jahren RB Leipzig trotzdem nur ein schwacher Trost. Besonders, da wieder keine Bullen-Fans im Stadion sein werden, die ihm Applaus auf der Ehrenrunde geben können. Dass die möglichen 2000 Union-Fans das machen werden, darf man ausschließen.

Bleibt also abzuwarten, ob sich Nagelsmann und sein Schützling wenigstens mit einem Sieg verabschieden können.

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Vielleicht ist die Nicht-Nominierung in den Frankreich-Kader für "Upa" aber auch ein Motivationstreiber, spätestens in München unter seinem Neuen-Alten-Trainer wieder in die Spur zu kommen.

Für sich selbst habe er zumindest schon ausgemacht, sich beim Kopfball und dem Spielaufbau noch verbessern zu wollen: "Man lernt nie aus", so der Franzose.

Titelfoto: Jan Woitas/dpa-Pool/dpa

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