DFB-Pokal-Viertelfinale! RB Leipzig dominiert Rostock und hat den Titel im Blick

Leipzig - Kein Spektakel, aber auch kein Zittern! RB Leipzig hat am Mittwochabend den FC Hansa Rostock im Achtelfinale des DFB-Pokals mit 2:0 (1:0) ausgeschaltet, die Runde der letzten acht Teams erreicht und nach der nächsten Pleite von Mitfavorit Borussia Mönchengladbach den Titel jetzt ganz fest im Blick.

Ohne Mühe: Yussuf Poulsen (2.v.l.) köpfte am langen Pfosten locker zum 1:0 für RB Leipzig ein.
Ohne Mühe: Yussuf Poulsen (2.v.l.) köpfte am langen Pfosten locker zum 1:0 für RB Leipzig ein.  © picture point/Sven Sonntag

Yussuf Poulsen war schon in der 6. Minute vor 1000 Zuschauern in der Red Bull Arena erfolgreich, Dani Olmo legte zum 2:0 (82.) nach.

RB-Trainer Domenico Tedesco rotierte nach dem 2:0 beim VfB Stuttgart lediglich Benjamin Henrichs für André Silva (Bank) neu in die Startelf.

Mehr als die Hälfte seines Teams veränderte Hansa-Coach Jens Härtel im Vergleich zum 0:1 gegen Hannover 96: Jonathan Meier, Julian Riedel, Björn Rother, Svante Ingelsson, Streli Mamba und Ridge Munsy ersetzten Nico Neidhart, Bentley Baxter Bahn, Pascal Breier (alle Bank), Lukas Fröde, Haris Duljevic und John Verhoek (alle nicht im Kader).

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RB Leipzig Kapitäne, Jury und Fans einig: RB-Leipzig-Star Nkunku "Spieler der Saison"

Die Motivation bei den Sachsen dürfte durch das Ausscheiden von Borussia Dortmund beim FC St. Pauli (1:2) am Dienstag und dem damit verbundenen "Aufstieg" zu den absoluten Top-Favoriten deutlich erhöht worden sein.

Und der letztjährige Pokalfinalist hatte das Match von Beginn an gut im Griff, ließ hinten in der Anfangsphase nichts zu - netzte dafür vorn mit der ersten Chance direkt ein!

Eine Kombination kurz vor dem Rostocker Strafraum endete mit einem etwas schlampigen Pass von Tyler Adams auf Lukas Klostermann, der dennoch zur Flanke ansetzte und am langen Pfosten Poulsen fand, der locker einnickte - 1:0 für RB (6.).

Der Däne bedankte sich danach bei Vorlagengeber Lukas Klostermann (l.).
Der Däne bedankte sich danach bei Vorlagengeber Lukas Klostermann (l.).  © Picture Point/Roger Petzsche

DFB-Pokal: Startaufstellung von RB Leipzig im Achtelfinale gegen den FC Hansa Rostock

DFB-Pokal: So ging der FC Hansa Rostock im Achtelfinale bei RB Leipzig ins Spiel

RB Leipzig kontrolliert Pokalmatch souverän - Hansa Rostock komplett chancenlos

Weder Streli Mamba noch ein anderer Rostocker konnten in den ersten 45 Minuten einen Torschuss verbuchen.
Weder Streli Mamba noch ein anderer Rostocker konnten in den ersten 45 Minuten einen Torschuss verbuchen.  © picture point/Sven Sonntag

Erwartungsgemäß spielte sich das Geschehen auch anschließend überwiegend in der Hälfte der Gäste ab. Die Kogge ließ lange Zeit keinen Abschluss zu und wollte über Ballgewinne zu Kontern kommen.

Gegen Mitte der ersten Halbzeit wirkte es immer mehr so, als müssten die Roten Bullen hier einen Fehler machen, damit der Härtel-Trupp wieder einen Fuß in die Tür bekommen kann. Den Hausherren kam die frühe Führung andererseits natürlich sehr gelegen, mussten sie doch nicht zum Nonstop-Sturmlauf ansetzen.

Die zweite Gelegenheit für Rot-Weiß folgte erst in der 28. Minute. Mit feinem Füßchen legte Christopher Nkunku einen zentralen Freistoß hinter die Abwehr, wo Willi Orban aus spitzem Winkel aber nur den Außenpfosten traf.

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Während Rostock keinen einzigen Torabschluss in Durchgang eins verbuchen konnte, schnupperte Leipzig hier und da am 2:0.

So auch zehn Minuten nach dem Orban-Pfostentreffer. Nkunku legte sich im Sechzehner einen hohen Ball mit der rechten Schulter selbst vor, touchierte mit seinem Schuss aus der Halbdrehung aber nur die Latte (39.). Wäre eine Zauberbude gewesen!

Bis zur Halbzeit passierte nichts mehr. Dafür aber parallel in Hannover, wo Zweitligist 96 mit einem 2:0 gegen Borussia Mönchengladbach in die Pause ging. RB freute es.

Christopher Nkunku vergab nach eigener Schulter-Vorlage das 2:0.
Christopher Nkunku vergab nach eigener Schulter-Vorlage das 2:0.  © Picture Point/Roger Petzsche

FC Hansa Rostock vergibt den Ausgleich - Dani Olmo macht für RB Leipzig alles klar

Immerhin 1000 Fans waren in der Red Bull Arena am Start.
Immerhin 1000 Fans waren in der Red Bull Arena am Start.  © picture point/Sven Sonntag

Keine zwei Minuten waren in der zweiten Halbzeit durch, da hätte sich Vorlagengeber Klostermann auch als Torschütze eintragen können. Nach einem Freistoß von links, den Hansa nur unzureichend geklärt bekam, verzog er mit seiner Direktabnahme aber leicht (47.).

Kurz darauf waren aber auch die Nordlichter gleich zweimal gefährlich vor Péter Gulácsis Kasten. Erst schoss Mamba nur ans Außennetz, dann legte Munsy per Hinterkopf für den durchstartenden Neidhart auf, dessen Flachschuss am langen Pfosten vorbeiging (51.).

Der für Poulsen eingewechselte Silva brachte sich nach einer Viertelstunde erstmals gefährlich in Szene. Eine hohe Hereingabe vom Flügel köpfte er scharf, jedoch zu unplatziert in die Arme von Markus Kolke (60.).

Für zwei Schrecksekunden sorgte Gulácsi wenige Zeigerumdrehungen später. Erst kam er weit aus seinem Kasten und stolperte beim Klärungsversuch halb über Mitspieler Mohamed Simakan, dann fing Bahn seinen anschließenden Pass ab, schoss sofort, zielte allerdings daneben (64.)!

Zwölf Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit schwammen Tedescos Jungs noch einmal, doch der Zweitliga-Fünfzehnte konnte daraus kein Kapital schlagen.

Stattdessen erhöhte der Sekunden zuvor eingewechselte Olmo am Ende eines Konters. Nkunku legte dafür per Außenrist nach rechts für den Spanier auf, der sich per flacher Direktabnahme das 2:0 und somit die Entscheidung zugunsten der Leipziger nicht entgehen ließ (82.).

Joker Dani Olmo (l.) machte den Sack zu.
Joker Dani Olmo (l.) machte den Sack zu.  © Picture Point/Roger Petzsche
RB-Coach Domenico Tedesco feierte neben dem Viertelfinal-Einzug auch den dritten Pflichtsieg in Folge.
RB-Coach Domenico Tedesco feierte neben dem Viertelfinal-Einzug auch den dritten Pflichtsieg in Folge.  © picture point/Sven Sonntag

Für RB geht es am Sonntag (15.30 Uhr/DAZN) gegen den VfL Wolfsburg weiter, Rostock empfängt bereits am Samstag (13.30 Uhr/Sky) den 1. FC Heidenheim in der 2. Bundesliga.

Titelfoto: Bildmontage: Picture Point/Sven Sonntag, Picture Point/Roger Petzsche

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