Didi Hamann feiert möglichen Werner-Wechsel: "Passt besser nach London als nach Liverpool!"

Leipzig - Immer mehr Fußball-Experten äußern sich zum hoch gehandelten Wechsel Timo Werners (24) von RB Leipzig zum FC Chelsea. Dass es nun die "Blues" werden und eben nicht Jürgen Klopps (52) "Reds" aus Liverpool, freut einen ehemaligen Champions-League-Sieger ganz besonders.

Dietmar "Didi" Hamann (46) sagt, dass Timo Werner "hervorragend" zum FC Chelsea und generell besser nach London passe als nach Liverpool.
Dietmar "Didi" Hamann (46) sagt, dass Timo Werner "hervorragend" zum FC Chelsea und generell besser nach London passe als nach Liverpool.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Dietmar "Didi" Hamann (46) kickte selbst sieben Jahre lang beim FC Liverpool unter den Coaches Gérard Houllier (72, jetzt Global Sports Director im Red-Bull-Kosmos) und Rafael Benítez (60, aktuell Trainer von Erstligist Dalian Pro in China). 

"Er passt nach London besser als nach Liverpool", ist sich der 59-malige deutsche Nationalspieler sicher. "Es wäre wahrscheinlich seine bevorzugte Station gewesen, nach Liverpool zu gehen zu Jürgen Klopp. Ich glaube aber, dass er nach Chelsea besser passt", sagte der 46-jährige Sky-Experte.

Mit Vereinslegende Frank Lampard (41) als Trainer habe Chelsea seine "Fans wieder hinter sich gebracht" und mit den über 1,90 Meter großen Tammy Abraham (22) und Olivier Giroud (33) "zwei Stoßstürmer, die einem Schick und einem Poulsen sehr ähnlich sind". 

Timo passe "hervorragend" an die Stelle der beiden Angreifer und habe insbesondere in dieser Saison "gezeigt, was für ein Knipser er sein kann. Er hat sich unheimlich verbessert. Das ist hoffentlich der nächste Schritt in seiner Karriere."

Jetzt also Chelsea!

Für Nationalstürmer Werner (24) könnte nach vier Jahren und der besten Saison seiner Karriere Schluss bei den Roten Bullen sein.
Für Nationalstürmer Werner (24) könnte nach vier Jahren und der besten Saison seiner Karriere Schluss bei den Roten Bullen sein.  © Kevin Voigt/Jan Huebner/Pool/Picture Point

Lange Zeit wurde dem souveränen Premier-League-Spitzenreiter FC Liverpool das größte Interesse an Timo Werner nachgesagt, Ostern soll auch ein Video-Chat zwischen Coach Jürgen Klopp und dem Nationalstürmer gelaufen sein.

Doch offenbar ist der amtierende Champions-League-Sieger nicht bereit, die Ausstiegsklausel in Werners bis 2023 laufendem Vertrag zu ziehen. Diese soll sich auf 50 bis 60 Millionen Euro belaufen und müsste bis spätestens 15. Juni gezogen werden.

Angeblich zu viel Geld für die "Reds", die - allerdings wie auch alle anderen Fußballklubs - herbe Einnahmeverluste aufgrund der Corona-Pandemie hinnehmen mussten.

Chelsea hingegen will und kann unter dem erfolgreichen Trainer Frank Lampard nach einer Sperre jetzt wieder auf dem Transfermarkt zuschlagen. 

Der englische Hauptstadtklub soll zuvor laut FIFA in 29 Fällen gegen die Regeln der Verpflichtung minderjähriger Talente verstoßen haben. Der Internationale Sportgerichtshof CAS bestätigte in einem Berufungsprozess, dass die "Blues" doch nur in rund zehn der Fälle tatsächlich gegen die Regularien verstoßen hatten und reduzierte das Strafmaß auf eine Transferperiode im Sommer 2019. 

Für den Sommer 2020 wurde bereits der Wechsel von Ajax-Star Hakim Ziyech (27) für 40 Millionen Euro fix gemacht. Nun soll auch Timo Werner für weitere 50 bis 60 Millionen dazukommen.

Ein weiterer Grund für Werners Entscheidung pro Chelsea könnte Antonio Rüdiger (27) sein, mit dem er von 2011 bis 2015 in der Jugend beim VfB Stuttgart gespielt hatte.  

Die "Blues" starten nach der Corona-Pause am 21. Juni mit einem Auswärtsspiel bei Aufsteiger Aston Villa ins Restprogramm der Champions League. Mit 48 Punkten liegt der Tabellenvierte drei Zähler vor Manchester United. Die sollen sicher bis Saisonende gehalten werden...

Titelfoto: Bildmontage: Kevin Voigt/Jan Huebner/Pool/Picture Point, Rolf Vennenbernd/dpa

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