Forsbergs umstrittener Elfer reicht nicht! RB Leipzig rettet Punkt bei Freiburger Stadion-Party

Freiburg - Breisgauer Stadion-Party ohne Sieger! RB Leipzig und der SC Freiburg haben sich am Samstagnachmittag in dessen neuer Arena mit 1:1 (1:0) getrennt, wodurch die am Ende glücklichen Sachsen den Sprung ins obere Tabellendrittel der Bundesliga verpassten.

Am Samstagnachmittag fand im neuen Europa-Park-Stadion das erste Pflichtspiel des SC Freiburg statt.
Am Samstagnachmittag fand im neuen Europa-Park-Stadion das erste Pflichtspiel des SC Freiburg statt.  © Picture Point/Roger Petzsche

Im nigelnagelneuen Europa-Park-Stadion verwandelte Emil Forsberg in der 32. Minute einen umstrittenen Foulelfmeter zum 1:0 für RB. Woo-yeong Jeong glich im zweiten Abschnitt aus (1:1/63.).

SCF-Trainer Christian Streich brachte im Vergleich zum 2:1 bei Hertha BSC vor zwei Wochen Debütant Kiliann Sildillia für den erkälteten Lukas Kübler (nicht im Kader).

Nach dem 3:0 gegen den VfL Bochum wechselte Jesse Marsch doppelt: Willi Orban und Dominik Szoboszlai begannen für Angelino (Bank) und den angeschlagenen Tyler Adams (nicht im Kader).

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Schon nach 50 Sekunden generierten die Sachsen den ersten Torabschluss durch Forsberg, der aus der zweiten Reihe abzog und Keeper Mark Flekken mit dem Aufsetzer zu einer guten Parade zwang (1.).

In höchster Not musste in der Anfangsphase auch Philipp Lienhart vor Szoboszlai klären, der einschussbereit beim Querpass von Yussuf Poulsen parat stand (9.).

Das bis dato dickste Ding gehörte aber den Hausherren: In ihrem Angriff leistete Kevin Kampl mit der Hacke unfreiwillig die Vorlage, Christian Günter legte im Strafraum zurück auf Jeong, der aus kürzester Distanz aber knapp am Pfosten vorbeischob. Riesenglück für RB (12.)!

Leipzigs Stürmer Yussuf Poulsen (M., hier gegen Nico Schlotterbeck) wurde das Offensivleben schwergemacht.
Leipzigs Stürmer Yussuf Poulsen (M., hier gegen Nico Schlotterbeck) wurde das Offensivleben schwergemacht.  © Picture Point/Roger Petzsche

SC Freiburgs Startelf gegen RB Leipzig

So ging RB Leipzig beim SC Freiburg aufs Feld

Emil Forsberg bringt RB Leipzig per Foulelfmeter in Führung - Lucas Höler verpasst den Ausgleich

Emil Forsberg verwandelte vom Punkt zum 1:0 für RB Leipzig.
Emil Forsberg verwandelte vom Punkt zum 1:0 für RB Leipzig.  © Picture Point/Roger Petzsche

RB hatte insgesamt Mühe, das eigene Spiel aufzuziehen, kam punktuell aber zur einen oder anderen Möglichkeit.

So auch in der 18. Minute, als Orban einen langen Ball flach in die Spitze spielte, den Poulsen passieren ließ. Forsberg stibitzte sich Nico Schlotterbeck davon, schoss aber ebenfalls daneben (18.).

Dann kam aber Hektik auf. Im berüchtigten Kurzpassspiel wurde Christopher Nkunku an der Strafraumgrenze angespielt und ging im Zweikampf mit Lienhart zu Boden. Schiedsrichter Daniel Siebert zögerte nicht und zeigte auf den Punkt.

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Auch der VAR griff nicht ein, weil es wohl tatsächlich eine (minimale) Berührung gegeben hatte. Forsberg trat an, verlud Flekken und netzte rechts unten ein - 1:0 für die Leipziger (32.).

Getragen von den heimischen Fans rannten die Breisgauer immer wieder an, jedoch fehlte meist die letzte Anspielstation. Auf der Gegenseite packte Poulsen vor der Halbzeit noch eine satte Direktabnahme aus, Flekken hielt aber (44.).

Und Jeong wollte seinen Fehlschuss aus der 12. Minute wettmachen, drang von rechts erneut in die Leipziger Box ein, gab weiter zu Lucas Höler, der die Kugel aus einem ungünstigen Schusswinkel an den langen Pfosten knallte. Von dort prallte er an Péter Gulácsis Bein und über die Latte (45.).

Wieder Dusel für die Gäste und eine ziemlich glückliche Halbzeitführung für den Vizemeister.

Die Roten Bullen gingen mit einem äußerst glücklichen Vorsprung in die Kabine.
Die Roten Bullen gingen mit einem äußerst glücklichen Vorsprung in die Kabine.  © Tom Weller/dpa

SC Freiburg fordert zweimal vergeblich Elfmeter - Woo-yeong Jeong köpft zum 1:1

Woo-yeong Jeong (2.v.r.) dreht nach seinem Kopfballtor zum 1:1 ab.
Woo-yeong Jeong (2.v.r.) dreht nach seinem Kopfballtor zum 1:1 ab.  © Picture Point/Roger Petzsche

Der Unparteiische und die Freiburger Zuschauer sollten an diesem Samstagnachmittag nicht mehr gut aufeinander zu sprechen sein. Innerhalb der ersten zehn Minuten nach dem Seitenwechsel gab es zwei potenzielle Elfmetersituationen für den SCF.

Erst gab's das Laufduell zwischen Mohamed Simakan und Höler, der vom Franzosen an der Schulter gehalten wurde. Zudem behakten sich die beiden in der unteren Körperhälfte, wodurch der Breisgauer fiel. Siebert gab den heftig geforderten Elfer nicht und brachte die Fans weiter gegen sich auf (49.).

Sechs Minuten später ging auch Günter gegen Klostermann zu Boden, auch diesmal blieb die Pfeife stumm (55.).

Deutlich lautstarker eskalierte das Stadion in der 63. Minute: Sildillia mit einer eigentlich viel zu weiten Flanke auf den linken Flügel, wo ihn sich Vincenzo Grifo noch vor der Seitenlinie schnappte und wieder hoch vors Gehäuse brachte. Dort stieg Jeong hoch und nickte gekonnt ein - 1:1 für Freiburg (63.).

Marschs Schützlinge taten sich im Vorwärtsgang total schwer, fanden keine Lösung gegen Streichs disziplinierte Jungs. Höler zwang Gulácsi in der 85. Minute nach einem Grifo-Freistoß zu einer ganz starken Parade, der den Freiburger Sieg zu verhindern wusste. Nicolas Höfler packte noch einen Hammer aus der Distanz aus, Gulácsi lenkte mit den Fingerspitzen an den Pfosten (90.). Das war's! Freiburg bleibt starker Vierter, Leipzig enttäuschender Achter.

Betretene Minen bei den Sachsen nach dem Ausgleichstreffer.
Betretene Minen bei den Sachsen nach dem Ausgleichstreffer.  © Picture Point/Roger Petzsche

Dienstag (21 Uhr/DAZN) sind die in der Champions League noch punktlosen Leipziger im Kracher beim FC Paris Saint-Germain gefordert. Der SCF gastiert erst nächsten Samstag (15.30 Uhr/Sky) beim VfL Wolfsburg.

Titelfoto: Picture Point/Roger Petzsche

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