Er war ablösefrei! RB Leipzig verliert Kampf um nächstes Talent

Leipzig - Er hätte der Linksverteidiger der Zukunft bei RB Leipzig werden können. Doch die Roten Bullen zogen gegen einen Interessenten aus England den Kürzeren. 

Linksverteidiger Niels Nkounkou (19) hat sich gegen RB Leipzig und für den FC Everton entschieden.
Linksverteidiger Niels Nkounkou (19) hat sich gegen RB Leipzig und für den FC Everton entschieden.  © imago images/PanoramIC

Die Rede ist von Niels Nkounkou. Der 19-Jährige wird Olympique Marseille nach zweieinhalb Jahren verlassen und sich dem FC Everton anschließen. Das vermeldeten die "Toffees" am Donnerstag.

Großes Interesse an dem 1,80 Meter großen U19-Nationalspieler hatte neben Juventus Turin auch RB Leipzig. Der Bundesliga-Dritte zog aber ebenso den Kürzeren. Wieder einmal, nachdem man im Winter schon den Kampf um Salzburg-Megatalent Erling Haaland (19) verloren hatte. 

Nkounkou wäre für die Sachsen sogar ablösefrei gewesen. In Marseille hatte es der Franzose abgelehnt, einen Profivertrag zu unterschreiben. Auch, weil die Konkurrenzsituation bei Olympique zu groß gewesen wäre. OM plante, mit Nkounkou zu verlängern und ihn umgehend für mehr Spielpraxis zu verleihen, was für das Talent nicht infrage kam.

Sein Berater Yvan Le Mée erläuterte nun gegenüber "Foot Mercato", wieso Everton den Zuschlag erhielt. "Wir hatten die Möglichkeit, zu Juventus oder Leipzig zu gehen. Aber diese Klubs boten uns nicht die Möglichkeit, schnell in die erste Mannschaft aufzusteigen."

Finanzielle Aspekte hätten keine Rolle gespielt, so Le Mée. "Seit 20 Jahren habe ich meine Spieler immer zu einem Verein gebracht, in dem wir ein positives Gefühl für das Sportprojekt haben und nicht aus finanziellen Gründen."

Dass Nkounkou nicht auf Anhieb Stammspieler in Everton wird, ist seinem Berater natürlich klar. Vor allem Landsmann Lucas Digne (26) steht deutlich vor ihm. "Wenn Niels stark genug ist, kann er die Zweitbesetzung von Digne sein, und wenn er nicht stark ist und Probleme hat, sich in England anzupassen, wird er im schlimmsten Fall die dritte Lösung auf dem Posten sein", sagte Yvan Le Mée. 

Titelfoto: imago images/PanoramIC

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