Nächster Auswärtssieg für RB Leipzig dank Olmos goldenen zwei Minuten

Sinsheim - Die Top-Auswärtsserie von RB Leipzig hält an! Die Roten Bullen konnten zum Auftakt des 31. Spieltags bei der TSG 1899 Hoffenheim etwas glücklich mit 2:0 (2:0) gewinnen und legten im Kampf um die Champions League vor. 

RB-Trainer Julian Nagelsmann (r.) kehrte am Freitag erstmals zu Ex-Verein Hoffenheim (hier der Begrüßung mit Interimscoach Matthias Kaltenbach) zurück.
RB-Trainer Julian Nagelsmann (r.) kehrte am Freitag erstmals zu Ex-Verein Hoffenheim (hier der Begrüßung mit Interimscoach Matthias Kaltenbach) zurück.  © Uwe Anspach/dpa-Pool/dpa

Nach einem per Videobeweis zurückgenommenen Foulelfmeter für Hoffenheim erzielte kurz danach Dani Olmo innerhalb von zwei Minuten einen Doppelpack (9./11.) zur Leipziger 2:0-Halbzeitführung, die gleichzeitig auch den Endstand bedeutete. 

Nach der Entlassung von Chefcoach Alfred Schreuder (47) hat die TSG Hoffenheim gleich sechs neue Trainer installiert. Diese werden den Europa-League-Aspiranten den Rest der Saison betreuen, erst zur neuen Spielzeit wird ein neuer Coach eingestellt. 

0:3 verlor die TSG zum Restart gegen die Hertha, es folgten zwei Siege und zwei Remis. RB ist nach der Corona-Pause noch ungeschlagen, gewann beide Auswärtsspiele (5:0 in Mainz und 4:2 in Köln). 

Die Sachsen wollten im Kampf um die Königsklasse vorlegen und bis auf einen Punkt an den BVB herankommen. Die Kraichgauer hatten die Möglichkeit, zumindest über Nacht an Wolfsburg vorbei auf Europa-League-Platz sechs zu springen. Durchs Pokalfinale Bayern gegen Leverkusen wird aber auch der Siebte an der EL teilnehmen.

Erstmals in der Corona-Krise durften in der Partie die Ersatzspieler, Assistenztrainer und der vierte Offizielle am Spielfeldrand ohne Mundschutz agieren - dank des angepassten Hygienekonzepts der Deutschen Fußball Liga (DFL). Der Mindestabstand von 1,50 Meter zählt aber weiterhin.

So ging die TSG Hoffenheim ins Match

Die Startelf von RB Leipzig

Erst Elfer für Hoffenheim, dann doch nicht, dann schockt Dani Olmo die TSG doppelt

Winter-Neuzugang Dani Olmo (22) traf innerhalb von zwei Minuten zweimal.
Winter-Neuzugang Dani Olmo (22) traf innerhalb von zwei Minuten zweimal.  © Uwe Anspach/dpa-Pool/dpa

Zur Rückkehr an die alte Wirkungsstätte wechselte Julian Nagelsmann sein Team auf drei Positionen: Für Dayot Upamecano (Gelb-Rot-Sperre), Tyler Adams und Christopher Nkunku (beide Bank) standen Marcel Halstenberg, Konrad Laimer und Marcel Sabitzer in der Startelf. 

Das intensive Spiel der ersten Halbzeit wurde schon nach zwei Minuten eingeleitet, als sich Diadie Samassekou nach einem taktischen Foul gegen Laimer direkt mal Gelb abholte.

Die erste dicke Chance gehörte der TSG: Christoph Baumgartner mogelte sich an Nordi Mukiele vorbei, schlenzte den Ball aber Zentimeter am rechten Pfosten vorbei (4.).

In der nächsten Situation wurde es wild: Munas Dabbur wollte sich den Ball an Péter Gulácsi vorbeilegen, der RB-Keeper senste ihn mit dem rechten Bein um - klarer Elfmeter. Doch nach zweieinhalbminütiger Überprüfung wurde auf Handspiel Baumgartner im Vorfeld entschieden - doch kein Strafstoß! 

Und direkt danach schlug Dani Olmo eiskalt zu. Zuerst fing Lukas Klostermann einen hohen Ball ab, Sabitzer leitete schnell den Konter ein, am Ende brach Olmo in der Mitte durch und traf gekonnt ins kurze Eck - 1:0 (9.). Nach einem langen Ball in die Box und einem Zurücklegen per Kopf von Sabitzer in der Box war der Spanier wieder zur Stelle - 2:0 (11.). 

Hoffenheim blieb in der Folge weiter dran, war nach vorn engagiert, in der Abwehr aber immer wieder nachlässig. Dabbur mit einem Lattentreffer (27.), Baumgartner im Nachschuss (38.) und Ermin Bicakcic mit einer zu hohen Direktabnahme (42.) hätten durchaus zum Anschluss treffen können. 

Timo Werner verpasste im Alleingang die Vorentscheidung, zielte gegen den herauseilenden Oliver Baumann zu hoch (44.). 

Angelinos 3:0 zählt nicht - Leipzig sichert zehnten Auswärtssieg der Saison

Deiner? Meiner! Péter Gulácsi hält den Ball gegen Christoph Baumgartner fest.
Deiner? Meiner! Péter Gulácsi hält den Ball gegen Christoph Baumgartner fest.  © Uwe Anspach/dpa-Pool/dpa

Hoffenheim verbuchte mit zwölf Abschlüssen im ersten Durchgang dreimal so viele wie die Gäste aus Sachsen. Doch die nutzten zwei ihrer vier. 

Und die Hausherren hatten sich trotz des Rückstandes keinesfalls aufgegeben, waren genauso wenig das schlechtere Team. Das zeigte sich unter anderem bei Sebastian Rudys laschem Schlenzer aus dem Stand, der von Gulácsi abgelenkt werden konnte (52.). 

In der Folgeaktion klingelte es wieder in Baumanns Kasten, doch Angelinos 3:0 zählte wegen einer klaren Abseitsposition Werners davor nicht (53.). 

Die Chancenhoheit hatte weiterhin (klar) die TSG, die aber auch Robert Skov nach einem Zweikampfgewinn gegen Halstenberg nicht in den durchaus verdienten Anschlusstreffer ummünzen konnte.

Zwölf Minuten vor dem Ende feierte Ibrahima Konaté sein Comeback. Der Innenverteidiger fehlte seit Anfang Oktober wegen eines hartnäckigen Muskelfaserrisses. Mit dem Franzosen konnte RB den zehnten Auswärtssieg sichern.

In der letzten Englischen Bundesliga-Woche trifft RB Leipzig am Mittwoch (20.30 Uhr/Sky) auf Abstiegskandidat Fortuna Düsseldorf, Hoffenheim spielt zeitgleich beim ebenfalls noch zitternden FC Augsburg. 

Titelfoto: Uwe Anspach/dpa-Pool/dpa

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