Ex-Bulle Matheus Cunha vor Duell mit RB Leipzig mit Torflaute: "Kann gern noch ein Spiel dazukommen"

Leipzig - Sieben Siege aus insgesamt neun Duellen, alle vier Auswärtsspiele deutlich gewonnen, dabei 17 Tore geschossen: RB Leipzigs Auswärtsfahrt am heutigen Sonntag (15.30 Uhr/Sky) zu Hertha BSC ist nicht nur die kürzeste der Bundesliga, sondern war auch die bislang erfolgreichste. Das darf und soll gern so bleiben.

Matheus Cunha (21) trifft am Sonntag zum dritten Mal auf Ex-Klub RB Leipzig. Getroffen hat er gegen die Bullen noch nicht.
Matheus Cunha (21) trifft am Sonntag zum dritten Mal auf Ex-Klub RB Leipzig. Getroffen hat er gegen die Bullen noch nicht.  © Picture Point/Roger Petzsche

In den Tagen nach dem selbstverschuldeten 0:2 im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League gegen den FC Liverpool galt es, die Reisestrapazen und die Enttäuschung über den Spielverlauf ad acta zu legen.

"Das hängt einem schon extrem lange nach, wenn man nicht gewinnt", sagte Trainer Julian Nagelsmann (33). "Jetzt haben wir die Chance, das wieder aus den Köpfen zu kriegen."

Dafür wartet mit dem "Big City Club" ein Gegner, der als aktuell Tabellenfünfzehnter - punktgleich mit Arminia Bielefeld auf Relegationsplatz 16 - alles andere als big ist.

Zuletzt gab es das Aufeinandertreffen zwischen BSC und RBL im Olympiastadion im November 2019, damals endend mit einem 4:2 für die Gäste. Vorangegangen waren bereits drei weitere Siege (3:0, 6:2, 4:1).

In keinem fremden Stadion haben die Roten Bullen so oft und so hoch gewonnen, für kein anderes Heimteam sind die Leipziger ein so hart zu knackender Brocken. Nagelsmann: "Ich denke, dass wir frohen Mutes dorthin fahren können. Wir haben eine gute Bilanz - wichtig ist, die zu bestätigen."

Nach dem "tabellarisch wichtigen" letzten Spieltag, bei dem nur RB und Eintracht Frankfurt (2:0 gegen den 1. FC Köln) gewinnen konnten, soll nun nachgelegt werden.

Trifft Matheus Cunha auch im 12. Spiel hintereinander nicht? "Es kann gern noch eins dazukommen!"

RB-Trainer Julian Nagelsmann (33) würde sich freuen, wenn Cunha nicht gegen sein Team zu alter Stärke zurückfindet.
RB-Trainer Julian Nagelsmann (33) würde sich freuen, wenn Cunha nicht gegen sein Team zu alter Stärke zurückfindet.  © Picture Point/Roger Petzsche

Die Hertha sei seit der erneuten Beförderung von Pal Dardai (44) zum Cheftrainer stabiler geworden, beobachtete Nagelsmann. Aber: "Natürlich sind sie weit weg von den Ansprüchen, die sie vor der Saison verkündet haben."

Dardai holte in den drei bisherigen Partien nur einen Punkt und strebt nun in seinem zweiten Heimspiel den ersten Dreier an. Leipzig werden seine Mannen sicher wieder mit vielen Fouls in Schach halten, "durch die sie den Rhythmus der Gegner gut brechen", analysierte der RB-Coach. Es sei eine "physische Aufgabe, dagegenzuhalten".

Eines von zwei Wiedersehen gibt es mit Matheus Cunha. Der 21-Jährige wechselte vor einem Jahr von RB zur Hertha, kommt auf starke 21 Torbeteiligungen in 31 Begegnungen.

Derzeit schwächelt der Brasilianer aber, konnte elfmal in Folge nicht einnetzen. "Wenn ein Stürmer elf Spiele lang nicht trifft, ist es nicht super förderlich für ihn", weiß Nagelsmann. "Ich freue mich nicht, wenn er Sonntag trifft, es kann gern noch ein Spiel dazukommen. Wir werden alles dagegenstemmen, dass er auch im zwölften Spiel in Folge kein Tor schießt."

Erstmals kehrt auch Neu-Bulle Lazar Samardzic (18) zu seinem Ex-Verein zurück. Ein Startelfeinsatz gegen BSC ist unwahrscheinlich, im Kader stehen wird er aber. Ihm fehle noch immer der "Punch und eine gewisse Männlichkeit, sich seriös durchzusetzen", sagte sein Trainer, der noch um den Einsatz von Dayot Upamecano (22, leichte Knieprobleme) bangt, aber nach dreieinhalb Monaten wieder auf Benjamin Henrichs (23, Patellasehnenprobleme) zählen kann.

Titelfoto: Bildmontage: Picture Point/Roger Petzsche

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