"Extrem große Chance": Darum hat RB Leipzig noch keinen neuen Sportchef

Leipzig - Eigentlich sollte zum 1. Juli endlich verkündet werden, wer der neue Sportdirektor bei RB Leipzig wird. Doch die Bekanntgabe wird sich einmal mehr um Wochen verzögern. Doch woran liegt's?

RB-Leipzig-Boss Oliver Mintzlaff (46) bittet die Fans noch etwas um Geduld. Der neue Sportchef soll am Ende der Transferperiode verkündet werden.
RB-Leipzig-Boss Oliver Mintzlaff (46) bittet die Fans noch etwas um Geduld. Der neue Sportchef soll am Ende der Transferperiode verkündet werden.  © PICTURE POINT / R. Petzsche

In einem Interview, das RB-Boss Oliver Mintzlaff (46) mit dem Verein selbst geführt hat, wird etwas Licht ins Dunkel gebracht.

Demnach habe man dem Kandidaten, der ursprünglich als die "1a-Plus-Lösung" ausgegeben wurde, kurz nach dem DFB-Pokalfinale aus unterschiedlichen Gründen abgesagt.

"Ein Grund dafür war, dass sich für uns zeitgleich überraschenderweise eine andere Tür geöffnet hat, die für uns eine extrem große Chance bedeutet", so der 46-Jährige.

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Dass das - insbesondere bei den Fans - große Fragen aufwirft, sei dem Geschäftsmann bewusst. Besonders brisant: In einigen Interviews bestätigte Mintzlaff bereits, dass man mit dem alten neuen Sportdirektor intern bereits im Austausch stehe.

Diese Gespräche, auch bezüglich der kommenden Kaderplanung, dürften inzwischen nichtig sein.

Mintzlaffs Rechtfertigung: "Wir haben jemanden gesucht, der den Verein innerhalb der Leitplanken weiterentwickelt, ein Gesicht von RB Leipzig wird und zudem den Klub neben Trainerteam und Mannschaft bestmöglich repräsentieren kann."

Und weiter: "Ich möchte an dieser Stelle festhalten, dass die sportlichen Prozesse zuletzt sehr gut gelaufen sind: Wir sind aus unserer ersten echten Krise gestärkt hervorgegangen, haben eng zusammengestanden und die richtigen Entscheidungen getroffen. Zeitgleich liefen und laufen die Vorbereitungen für die neue Saison reibungslos."

Laut dem Rasenball-Boss soll nun am Ende der Transferperiode endlich ein Name genannt werden. Bis dahin wird "in der bestehenden Konstellation" weitergearbeitet. "Wir haben durch den beschriebenen Verlauf und die kurzfristigen Entwicklungen beim Entscheidungsprozess in Sachen Sportdirektor aber leider einige Monate Verzug. Abgesehen davon ergibt es aber auch Sinn, die Transferthemen in unserem aktuellen Setup zu Ende zu bringen."

Titelfoto: PICTURE POINT / R. Petzsche

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