Timo Werner verabschiedet sich mit Doppelpack von RB Leipzig

Augsburg - Timo Werner hat sich mit einem Doppelpack von RB Leipzig verabschiedet, seinem baldigen Ex-Verein einen Sieg zum Bundesliga-Abschluss beim FC Augsburg beschert und damit Platz drei gesichert. 

Timo Werner (r.) verabschiedete sich mit zwei Toren von RB Leipzig.
Timo Werner (r.) verabschiedete sich mit zwei Toren von RB Leipzig.  © Marcel Engelbrecht/firosportphoto/Pool/Picture Point

Der 24-Jährige traf in der 28. und 80. Minute jeweils zur Führung, Ruben Vargas gelang nur der zwischenzeitliche Ausgleich (72.). 

Gewinnen oder verlieren konnten beide Teams nicht mehr viel. Während die Roten Bullen in ihrer vierten Bundesliga-Saison die dritte Champions-League-Teilnahme schon sicher hatten, war der Fünfzehnte Augsburg gesichert, konnte aber noch Elfter werden.

Obwohl es um nichts mehr ging, wollte RB im Abschiedsspiel von Timo Werner erstmals in der Liga in Augsburg gewinnen. Bislang gab es zwei Unentschieden und eine Niederlage. 

Nur im Pokal gab es vor einem Jahr einen 2:1-Sieg nach Verlängerung. 

RB-Trainer Julian Nagelsmann bot sich ob der Ausgangslage die Möglichkeit, mehrere Reservisten spielen zu lassen, unter anderem durfte Yvon Mvogo in den Kasten. 

Die Startaufstellung des FC Augsburg

So ging RB Leipzig in die Partie

Konaté nach einem Dreiviertel Jahr wieder in der Startelf

Timo Werner (hinten) umkurvt Tomas Koubek und schiebt zum 1:0 ein - sein 27. Ligator im 34. Spiel.
Timo Werner (hinten) umkurvt Tomas Koubek und schiebt zum 1:0 ein - sein 27. Ligator im 34. Spiel.  © Lennart Preiss/Witters Sportfotografie/Pool/Picture Point

Julian Nagelsmann bot im letzten Ligamatch fünf neue Spieler auf: Yvon Mvogo, Comebacker Ibrahima Konaté, Tyler Adams, Amadou Haidara und Dani Olmo kamen für Péter Gulácsi (nicht im Kader), Lukas Klostermann, Kevin Kampl (beide Bank), Marcel Sabitzer und Patrik Schick.  

Die Sachsen dominierten die erste Halbzeit souverän, hatten ein Chancenplus, mehr Ballbesitz und gewannen mehr Zweikämpfe als die Gastgeber. 

Nennenswert wurde die erste Leipziger Gelegenheit nach knapp zehn Minuten: Haidara spielte einen Diagonalpass in den Strafraum auf Nordi Mukiele, der den Ball aber knapp drüberschoss (9.). Kurz danach versuchte sich auch Olmo mit einem Schüsschen von halblinks - keine Mühe für Tomas Koubek im Kasten (12.). 

Gefährlich für die Sachsen wurde es erst in der 17. Minute: Aus 18 Metern kam der Ex-Leipziger Rani Khedira an den Ball, schloss direkt und wuchtig ab, der Schuss wurde aber noch abgefälscht (17.). 

Für die Erlösung für die in rot auftretenden Bullen sorgte Abgänger Timo Werner, der angespielt von Haidara Koubek umkurvte und schob flach ein - 1:0 für RB (28.). 

Max fliegt mit Rot, darf wieder aufs Feld und sieht Gelb

Volle Zweikampfhärte: Tyler Adams hebt nach einem Zusammenprall mit Alfred Finnbogason ab.
Volle Zweikampfhärte: Tyler Adams hebt nach einem Zusammenprall mit Alfred Finnbogason ab.  © Marcel Engelbrecht/firosportphoto/Pool/Picture Point

Obwohl es für Werder Bremen (gegen Köln) und Fortuna Düsseldorf (bei Union Berlin) im Kampf gegen den direkten Abstieg deutlich spannender zuging, waren auch in Augsburg noch 45 Minuten zu spielen. Und da war auch noch einiges los. 

Einige Top-Kombination der Leipziger hätte wenige Zeigerumdrehungen nach dem Seitenwechsel zum 2:0 führen können, doch das Zusammenspiel Mukiele-Olmo-Forsberg konnte Jeffrey Gouweleeuw mit dem Rücken zur Ecke abwehren (51.). 

Nach einer vermeintlichen Notbremse an Mukiele sah Philipp Max von Schiedsrichter Dr. Felix Brych glatt Rot, nach minutenlanger Überprüfung und Sichtung der Szene durch Brych entschied der aber auf weiterspielen. Max war schon in der Kabine, durfte folglich wieder aufs Feld, sah kurz danach eine Gelbe Karte (57.). 

RB versäumte es, mit letzter Entschlossenheit aufs zweite Tor zu gehen und so kam der Gegner zurück: Max schoss einen Freistoß aus halblinker Position in die Mauer, Ruben Vargas nahm ihn, wurde nicht angegriffen und schloss sehenswert zum 1:1 ab (72.). 

Doch in der 80. Minute konnte sich Werner in der Box gegen Felix Uduokhai durchsetzen, schloss aus der Drehung ab und traf flach ins lange Eck zum 2:1-Sieg, der Platz drei vor Gladbach (2:1 gegen Hertha BSC) sicherte. 

Die Saison ist für RB Leipzig noch nicht beendet. Nach nun erst mal drei Wochen Urlaub tritt der Viertelfinalist im Champions-League-Blitzturnier (ohne Rückspiele) vom 12. bis 23. August in Lissabon an.  

Titelfoto: Marcel Engelbrecht/firosportphoto/Pool/Picture Point

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