Valencia-Talent vor Wechsel: Schnappt RB Leipzig zu?

Leipzig - Vor allem in der Innenverteidigung und im Sturm hat RB Leipzig transfertechnisch in diesem Sommer den Rubel rollen lassen. Im Fall der Fälle taucht beim Vizemeister offenbar schon ein asiatisches Talent auf, das einen altgedienten Mittelfeldmann ersetzen könnte.

Kang-in Lee (20) war bis Sonntag mit Südkorea bei Olympia vertreten, erzielte in vier Spielen drei Tore.
Kang-in Lee (20) war bis Sonntag mit Südkorea bei Olympia vertreten, erzielte in vier Spielen drei Tore.  © IMAGO / AFLOSPORT

Seit Wochen gibt es Gerüchte um einen möglichen Wechsel von Marcel Sabitzer (27). Als Abnehmer wurden Tottenham Hotspur, AC Mailand, AS Rom oder auch Borussia Dortmund genannt. Ein konkretes Angebot scheint es für den Österreicher, der in sein letztes Vertragsjahr geht, noch nicht zu geben.

Sollte es aber doch ernst werden und der 27-Jährige noch einmal eine neue Herausforderung suchen, überlässt RB natürlich nichts dem Zufall.

Einer, der seine Position einnehmen könnte, ist Kang-in Lee (20). Der Südkoreaner genießt bei seinem Verein FC Valencia einen schweren Stand, seit einem Jahr ist sein Marktwert abfallend, hat sich innerhalb von acht Monaten um die Hälfte auf zehn Millionen Euro verringert. Dies ist zugleich die mögliche Größenordnung für eine Ablöse.

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Lee kam schon 2011 als Zehnjähriger in die Valencia-Jugend, im Januar 2019 folgte der Sprung zu den Profis, für die er in 62 Einsätzen drei Tore erzielte und vier vorbereitete. Nur selten stand er 90 Minuten auf dem Platz.

Dass der letztjährige Tabellendreizehnte der La Liga die Offensivkraft ein Jahr vor Vertragsende abgeben und noch Kohle machen will, steht laut "Deporte Valenciano" fest. Zudem habe Lee auch ein Angebot zur Verlängerung abgelehnt. Das Portal "Todofichajes" bringt seinen Namen mit RB Leipzig in Verbindung.

Kang-in Lee zwar mit drei Olympia-Toren für Südkorea, aber am Ende ohne Stammplatz

Der 1,73 Meter große Kang-in Lee ist nur geringfügig kleiner als Sabitzer, kann bis auf die Sturmspitze alle Offensivpositionen bedienen, spielte bislang größtenteils als offensiver Mittelfeldakteur.

Beim olympischen Turnier in Tokio konnte sich Lee durchaus auszeichnen, erzielte in den zwei Gruppenspielen Südkoreas gegen Rumänien (4:0) und Honduras (6:0) drei Tore, obwohl er dort nur insgesamt eine Dreiviertelstunde eingesetzt wurde. Beim 0:1 zum Auftakt gegen Neuseeland wurde er nach einer Stunde ausgewechselt.

Nach dem 3:6 am Sonntag gegen Mexiko sind Südkoreas Medaillenhoffnungen gestorben. Lee wird sich nun zunächst auf den Weg nach Valencia machen - um vielleicht Verhandlungen mit Leipzig aufzunehmen?

Titelfoto: IMAGO / AFLOSPORT

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