Fix! RB Leipzig entlässt Jesse Marsch

Leipzig - Jesse Marsch (48) ist nicht mehr Trainer von RB Leipzig!

Jesse Marsch (48) wurde als Trainer von RB Leipzig beurlaubt.
Jesse Marsch (48) wurde als Trainer von RB Leipzig beurlaubt.  © Picture Point/Gabor Krieg

Die Trennung nach nur fünf Monaten sei "einvernehmlich" beschlossen worden, teilte der Bundesligist am Sonntagvormittag mit. Marsch, der sich nach einer Corona-Infektion derzeit in Quarantäne befindet, sei "nicht der perfect Fit" gewesen, sagte RB-Boss Oliver Mintzlaff (46) im Sport1-"Doppelpass".

"Eine Nachfolgelösung wird zeitnah präsentiert", so der Klub in seiner Mitteilung weiter. Zur Rückrunde werde der Name präsentiert, so der 46-Jährige.

Interimsweise wird Co-Trainer Achim Beierlorzer (54) die Geschicke der Sachsen leiten und das Team auf das Heimspiel in der Champions League gegen Manchester City am Dienstag (18.45 Uhr/DAZN) vorbereiten.

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Auch die drei abschließenden Ligaspiele des Jahres gegen Borussia Mönchengladbach, den FC Augsburg und Arminia Bielefeld werde Beierlorzer leiten, verkündete Mintzlaff im "Doppelpass".

"Schade, dass es in dieser Konstellation nicht wie erhofft geklappt hat"

Will bis zum Rückrunden-Start am 8. Januar gegen den 1. FSV Mainz 05 einen neuen Trainer präsentieren: Vorstandsvorsitzender Oliver Mintzlaff (46).
Will bis zum Rückrunden-Start am 8. Januar gegen den 1. FSV Mainz 05 einen neuen Trainer präsentieren: Vorstandsvorsitzender Oliver Mintzlaff (46).  © Picture Point/Roger Petzsche

"Die Trennung von Jesse Marsch ist uns nicht leichtgefallen, denn ich schätze Jesse als Mensch und Trainer sehr", sagte Mintzlaff in der Vereinsmitteilung.

"Es ist schade, dass es in dieser Konstellation nicht wie erhofft geklappt hat und dieser Schritt nun notwendig wurde, weil leider die gewünschte Entwicklung und somit auch die notwendigen Ergebnisse für unsere Saisonziele ausgeblieben sind."

Der Vorstandsvorsitzende weiter: "Aktuell laufen wir unseren eigenen Ansprüchen hinterher und wollen jetzt mit dieser Entscheidung einen neuen Impuls setzen. Unabhängig davon sehe ich aber nun auch unsere Spieler in der Pflicht und erwarte von unserer sportlich durchaus sehr starken Mannschaft, dass sie konstanter als zuletzt ihr Potenzial und ihre Qualität auf dem Platz abruft."

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Für die geleistete Arbeit bedankte sich Mintzlaff und wünschte dem US-Amerikaner "persönlich wie beruflich nur das Beste."

Jesse Marsch bei RB Leipzig entlassen: "Hatte bis zuletzt Hoffnung, das Ruder herumzureißen"

Wird die Mannschaft coachen, bis ein neuer Cheftrainer "zeitnah" präsentiert wird: Achim Beierlorzer (54).
Wird die Mannschaft coachen, bis ein neuer Cheftrainer "zeitnah" präsentiert wird: Achim Beierlorzer (54).  © Picture Point/Gabor Krieg

Auch der beurlaubte Coach äußerte sich in einer Vereinsmitteilung.

"Ich bin sehr dankbar, Teil der Red-Bull-Familie zu sein und diese Chance erhalten zu haben! Bis zuletzt hatte ich die Hoffnung, dass wir nach einem unruhigen Start in die Saison und wechselhaften Auftritten als Gruppe zu mehr Geschlossenheit und Stabilität finden und das sprichwörtliche Ruder herumreißen. Leider haben wir das nicht geschafft."

Schon nach dem 7. Spieltag sei der Übungsleiter auf die RB-Verantwortlichen zugekommen und habe gesagt, dass er nicht wisse, ob er der richtige Mann für die Mannschaft ist, so Mintzlaff im "Doppelpass".

Marsch behalte ausschließlich positive Gedanken in Erinnerung. Angesichts der Qualität im Team sei er sich sicher, dass der Vizemeister seine Ziele - die erneute Champions-League-Qualifikation - zu erreichen.

Jesse Marsch hatte RB Leipzig im Juli übernommen. In 21 Pflichtspielen durfte er sich lediglich über acht Siege freuen, erreichte vier Unentschieden, verlor neun Partien. In der Bundesliga belegt der Verein einen enttäuschenden elften Platz, hat sowohl fünf Punkte Rückstand auf Königsklassen-Rang vier als auch fünf Zähler Vorsprung auf die Abstiegszone.

In der Champions League hatte Marsch mit Gruppengegnern wie ManCity und dem FC Paris Saint-Germain das Achtelfinale gepasst, am Dienstag kann der Klub noch das Überwintern in der Europa League sichern.

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

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