Nach 8:0-Gala: RB Leipzig fertigt Mainz auch im Rückspiel eiskalt ab

Mainz - Das Hinspiel war historisch, die Vorzeichen auf erneut viele Tore groß - und RB Leipzig lieferte ab! Die Sachsen haben am 27. Spieltag bei Abstiegskandidat Mainz 05 um Ex-Coach Achim Beierlorzer mit 5:0 (3:0) gewonnen und in der Tabelle zwei Plätze gutgemacht. Timo Werner (11./48./75.), Yussuf Poulsen (23.) und Marcel Sabitzer (37.) schossen den Champions-League-Viertelfinalisten zurück auf Rang drei. 

Gelungene Dienstreise nach Mainz: Trainer Julian Nagelsmann (2.v.l.) und sein Staff durfte sich über einen klaren 5:0-Sieg freuen.
Gelungene Dienstreise nach Mainz: Trainer Julian Nagelsmann (2.v.l.) und sein Staff durfte sich über einen klaren 5:0-Sieg freuen.  © Kai Pfaffenbach/Reuters-Pool/dpa

Die Leipziger sind mit dem 1:1 gegen Freiburg vor einer Woche wenig optimal in den Restart hineingekommen. Mainz hingegen zeigte beim 2:2 in Köln nach 0:2-Rückstand Moral. 

Dennoch hängen die 05er weiter im Keller fest, vor der Partie gegen die Sachsen betrug der Vorsprung auf den Relegations-Abstiegsrang 16 (Düsseldorf) nur vier Pünktchen. Dazu kommt die 0:8-Schmach (!) aus der Hinrunde. RB wurde am Samstag durch Leverkusen verdrängt und konnte sich durch einen Dreier den Platz hinter den Bayern und dem BVB zurückholen.

Nach zuletzt drei Remis in Serie läuteten Werner, Poulsen und Sabitzer den ersten Ligasieg seit dem 22. Februar (5:0 auf Schalke) schon in der ersten Halbzeit ein. Der deutsche Nationalstürmer erzielte im zweiten Durchgang noch zwei weitere Tore und war wie im Hinspiel dreimal erfolgreich. 

Die Sachsen klettern durch den souveränen Erfolg um zwei Plätze vorbei an Bayer Leverkusen und Borussia Mönchengladbach auf Rang drei. Beierlorzers Klub bleibt als Fünfzehnter akut abstiegsgefährdet. 

Werner sticht früh - Vorentscheidung schon nach 45 Minuten

Timo Werner (2.v.l.) war mit einem Dreierpack überragender Mann. Yussuf Poulsen (r.) legte zwei der insgesamt fünf Tore auf, traf selbst einmal.
Timo Werner (2.v.l.) war mit einem Dreierpack überragender Mann. Yussuf Poulsen (r.) legte zwei der insgesamt fünf Tore auf, traf selbst einmal.  © Kai Pfaffenbach/Reuters-Pool/dpa

Drei neue Kicker brachte Julian Nagelsmann nach dem Mager-Punkt gegen Freiburg: Dayot Upamecano nach überstandener Gelbsperre, Marcel Sabitzer und Dani Olmo kamen neu rein, Nordi Mukiele, Tyler Adams und Angelino mussten auf die Bank. 

Im 4-4-2-System konnte RB den Gastgeber in den ersten Minuten fast ausschließlich in die gegnerische Hälfte drängen und versuchte es zunächst über die Außen zum Torerfolg - bis dato erfolglos.

Sie sollten sich aber schnell belohnen! Laimer mit flacher Hereingabe von rechts ins Zentrum, Timo Werner kam eingelaufen und konnte aus sechs Metern einschieben - 1:0 für Leipzig (11.).

Der Herbstmeister blieb weiter am Drücker, hatte Mitte der ersten Halbzeit 75 Prozent Ballbesitz - und einen kopfballstarken Yussuf Poulsen. Der Däne wurde vom an der Strafraumkante flankenden Sabitzer wunderbar bedient und konnte unbedrängt aus vier Metern einköpfen - 2:0 (23.). 

Kurz darauf wurde auch Werner auf dem Kopf bedient, seinen platzierten Abschluss konnte konnte Keeper Florian Müller aber den Pfosten lenken (24.). Und auch Poulsen hatte die Chance aufs 3:0, konnte die punktgenaue Quervorlage von Werner in der 33. Minute aber nicht verwerten. 

Wie schon in der Hinrunde agierten die Mainzer teilweise wie aufgescheuchte Hühner, wirkten ungeordnet und desorientiert. Und kassierten durch Sabitzers Schlenzer vor der Pause noch das 0:3 (37.). 

Verletzungsbedingt wurde Laimer wenige Minuten vor dem Seitenwechsel durch Mukiele ersetzt. Ohne FSV-Torschuss und mit einem ungenutzten Nkunku-Hochkaräter (45.) ging's in die Kabinen.

Werner hat noch nicht genug - Orban feiert Comeback

Gleich mehrfach durften sich die Bullen zum vorsichtigem Jubeln zusammenfinden.
Gleich mehrfach durften sich die Bullen zum vorsichtigem Jubeln zusammenfinden.  © Kai Pfaffenbach/Reuters-Pool/dpa

Leipzig konnte auch in den zweiten 45 Minuten an die überlegene erste Hälfte anknüpfen und durch Werner schnell aufs vorentscheidende 4:0 stellen (48.). 

Eine knappe Viertelstunde später traf 4:0-Vorlagengeber Kampl nach schönem Solo selbst zum 5:0, doch durch Poulsens passives Abseits gab Schiedsrichter Markus Schmidt das Tor nicht (62.). 

Kurz zuvor durfte Kapitän Willi Orban sein Comeback nach sieben Monaten feiern, er ersetzte Upamecano genauso wie zeitgleich Adams Sabitzer, der sein Startelf-Comeback nach überstandener Corona-Infektion feierte (TAG24 berichtete).

Die klare Führung brachte auch Hannes Wolf (für Kampl) und Ademola Lookman (für Nkunku) noch knapp 20 Minuten Einsatzzeit. Damit waren alle fünf Wechsel ausgeschöpft. 

Werner hatte noch immer nicht genug und schraubte sein Torkonto am Sonntagnachmittag mit dem 5:0 auf drei herauf und war genauso erfolgreich wie im Hinspiel. 20 Torbeteiligungen gelangen ihm in acht Begegnungen gegen Mainz. 

Zudem bleibt die Statistik bestehen: Mit jetzt 40 Toren in acht direkten Duellen bleibt die Quote von fünf Treffern pro Partie bestehen. 

Uns steht jetzt eine Englische Woche bevor: RB Leipzig hat am kommenden Mittwoch ab 18.30 Uhr (Sky live) die top-gestartete Hertha zu Gast, zwei Stunden später (Sky live) trifft Mainz auswärts auf die andere Berliner Mannschaft, Union. 

Titelfoto: Kai Pfaffenbach/Reuters-Pool/dpa

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