Ganz schwache Vorstellung! RB Leipzig verliert chancenlos in Hoffenheim

Sinsheim - Die Achterbahnfahrt von RB Leipzig geht weiter! Die Roten Bullen haben ihr Auswärtsspiel bei der TSG 1899 Hoffenheim am Samstagnachmittag enttäuschend und verdient mit 0:2 (0:1) verloren und den Sprung auf einen Champions-League-Platz verpasst.

Kein Durchkommen: RB Leipzigs André Silva (M.) hatte auch bei der TSG 1899 Hoffenheim einen schweren Stand im Angriff.
Kein Durchkommen: RB Leipzigs André Silva (M.) hatte auch bei der TSG 1899 Hoffenheim einen schweren Stand im Angriff.  © Picture Point/Roger Petzsche

Vor 13.233 Zuschauern in der PreZero-Arena erzielte Diadié Samassékou in der 12. Minute das 1:0 für Hoffenheim, Munas Dabbur legte nach (2:0/68.).

Nach dem 0:2 beim VfL Bochum brachte TSG-Trainer Sebastian Hoeneß fünf Neue: Dennis Geiger, David Raum, Samassékou, Dabbur und Georginio Rutter ersetzten Angelo Stiller (Bank), Robert Skov, Sebastian Rudy, Christoph Baumgartner und Andrej Kramaric (alle nicht im Kader).

RB-Coach Jesse Marsch tauschte im Vergleich zum 2:1 gegen Borussia Dortmund auf vier Stellen: Willi Orban, Lukas Klostermann, Kevin Kampl und André Silva starteten für Benjamin Henrichs (Bank), Mohamed Simakan, Amadou Haidara und Yussuf Poulsen (alle nicht im Kader).

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Die ersten Minuten waren von hoher Laufbereitschaft, Zweikampfintensität und der einen oder anderen Idee nach vorn geprägt.

Interessant wurde es direkt, als ein hoher Ball aus dem Mittelfeld hinter die Hoffenheimer Abwehr gechippt wurde. Dort nahm ihn Silva mit, spielte vor dem Tor quer zu Angelino, dessen Schuss aber Kevin Akpoguma verhindern konnte (2.).

Startaufstellung der TSG 1899 Hoffenheim gegen RB Leipzig in der Bundesliga

So ging RB Leipzig bei der TSG 1899 Hoffenheim ins Spiel

Péter Gulácsis Fehler bringt die TSG 1899 Hoffenheim in Führung

Péter Gulácsi (r.) liegt am Boden, Diadié Samassékou (2.v.r.) köpft unbedrängt zum 1:0 für Hoffenheim ein.
Péter Gulácsi (r.) liegt am Boden, Diadié Samassékou (2.v.r.) köpft unbedrängt zum 1:0 für Hoffenheim ein.  © Uwe Anspach/dpa

Die leichte Leipziger Überlegenheit verflog anschließend von Minute zu Minute. Die Gastgeber waren es, die die Hintermannschaft der auswärts noch sieglosen Sachsen immer mehr in Bedrängnis brachten.

Ausgerechnet Torhüter Péter Gulácsi, der sonst ein exzellenter Rückhalt für die Roten Bullen ist, leistete sich in der 12. Minute einen bösen Patzer, den die Kraichgauer gnadenlos ausnutzten.

Nach einer Ecke von Geiger boxte der ungarische Nationalkeeper am Ball vorbei, Samassékou spekulierte genau darauf, schüttelte Tyler Adams locker ab und köpfte in den leeren Kasten ein - 1:0 für die Kraichgauer durch den Ex-Salzburger.

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Auch danach ließen Leipziger Lichtblicke lange Zeit auf sich warten. Vielmehr war es Rutter, der nach einer erneuten Ecke aus wenigen Metern vorbeischoss (15.).

Es folgten ein Weitschuss von Akpoguma, den Gulácsi über die Latte lenkte (24.) und ein knapp danebengeköpfter Ball von Stefan Posch nach einem Freistoß (35.).

Nach dem ersten Durchgang sah es für die Sachsen deutlich nach einem weiteren Auswärtsmatch ohne Dreier aus.

Zahlreiche Glückwünsche für den Ex-Salzburger.
Zahlreiche Glückwünsche für den Ex-Salzburger.  © Uwe Anspach/dpa
Während Hoffenheim im Hintergrund jubelt, schleichen Angelino (l.) und Josko Gvardiol zum Anstoßpunkt.
Während Hoffenheim im Hintergrund jubelt, schleichen Angelino (l.) und Josko Gvardiol zum Anstoßpunkt.  © Picture Point/Roger Petzsche

TSG 1899 Hoffenheim verpasst mehrmals die Vorentscheidung - bis Munas Dabbur trifft!

Georginio Rutter (l.) verpasste in der 46. Minute das 2:0 für Hoffenheim.
Georginio Rutter (l.) verpasste in der 46. Minute das 2:0 für Hoffenheim.  © Uwe Anspach/dpa

Der Vorentscheidung nahe waren Hoeneß' Jungs schon wenige Augenblicke nach dem Seitenwechsel. Dabbur spielte gefühlvoll aus dem Fußgelenk in die Spitze zu Rutter, dessen halbhoher und unplatzierter Schuss leichte Beute für Gulácsi war (46.).

Kurz darauf gab's aber die große Chance zum Ausgleich für die Gäste. Silva traute sich den Schuss trotz freier Bahn aus 17 Metern nicht zu, gab zu Christopher Nkunku, der die Kugel dann verlor (48.).

RB fehlte der Biss, das Tempo, die Abgezocktheit. Vor allem die Hoffenheimer Standards brachte den Vizemeister immer wieder in heikle Situationen. Eine davon, nach einer abermaligen Geiger-Ecke, vollendete Akpoguma per Kopf nicht (60.).

Leipzig kam einfach nicht rein in die Begegnung und wurde Mitte der zweiten Halbzeit zum zweiten Mal bestraft. Klostermann passte zurück zu Adams, der den Ball an Dabbur verlor, der ein paar Meter ging und locker links einnetzte - 2:0 (68.).

Die TSG begeisterte - verpasste aber Bude Nummer drei: Sargis Adamyan flankte vors Tor, wo Ihlas Bebou an den Innenpfosten köpfte. Die Kugel kullerte quer zum anderen Pfosten, wo Abstauber Florian Grillitsch aber auch nur Aluminium traf (78.).

Spannend machten es die Gäste nicht mehr. Es blieb beim völlig verdienten 0:2 aus Leipziger Sicht.

Munas Dabbur (M.) hatte (zu) viel Platz, zog ab und traf zum 2:0 für die TSG.
Munas Dabbur (M.) hatte (zu) viel Platz, zog ab und traf zum 2:0 für die TSG.  © Picture Point/Roger Petzsche

RB tritt am Mittwoch (21 Uhr/DAZN) in der Champions League bei. FC Brügge an, die TSG ist erst nächsten Samstag (15.30 Uhr/Sky) in der Liga wieder beim abgeschlagenen Schlusslicht SpVgg Greuther Fürth gefordert.

Titelfoto: Bildmontage: Uwe Anspach/dpa, Picture Point/Roger Petzsche

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