RB Leipzig gewinnt Sechs-Tore-Match: "Verdient, aber nicht überragend"

Köln/Leipzig - Die Zuschauer (zumindest die vorm TV) haben am Montagabend einen unterhaltsamen 4:2-Sieg von RB Leipzig beim 1. FC Köln gesehen (TAG24 berichtete). Wie schon in der Hinrunde gelangen den Sachsen vier Tore, doch ganz zufrieden waren die Beteiligten irgendwie doch nicht.

Christopher Nkunku (l.) lupfte nach Laimer-Vorlage den Ball zum 2:1 über Timo Horn hinweg ins Tor.
Christopher Nkunku (l.) lupfte nach Laimer-Vorlage den Ball zum 2:1 über Timo Horn hinweg ins Tor.  © Ina Fassbender/AFP/POOL/dpa

Und das vollkommen zurecht! Denn wieder mussten die Roten Bullen durch einen Rückstand von Jhon Cordoba in der 7. Minute geweckt werden, ehe sie zu Souveränität, Ballkontrolle und Torchancen fanden. 

Das 1:1 in der 20. Minute durch Patrik Schick nach Angelino-Hereingabe läutete die Wende ein. Und der Ausgleich war durchaus einstudiert. "Ich habe vor dem Spiel mit Angelino gesprochen und wir haben bereits an unserem Zusammenspiel gefeilt", sagte der Tscheche, "seine Flanke vor meinem Treffer war großartig!"

Nach Christopher Nkunkus Lupfer-Tor zum 2:1 erhöhte Timo Werner kurz nach dem Seitenwechsel auf 3:1. Vorausgegangen war ein Kölner Standard. "Ich musste den Freistoß erst abfangen", blickte Torhüter Péter Gulácsi zurück. "Und in dem Moment, wo ich den Ball hatte, habe ich im Augenwinkel gesehen, dass Timo schon unterwegs und relativ viel Raum vor ihm ist. Ich habe probiert, den Ball so lang wie möglich vor ihn zu spielen - Gott sei Dank hat das geklappt."

Aufgrund der beiden Gegentore durch Cordoba und den eingewechselten Anthony Modeste könne das Team laut des ungarischen Nationalkeepers "nicht 100 Prozent zufrieden sein".  

Nagelsmann: "Ein bisschen konfus, schwer zu analysieren"

Haderte nicht nur einmal und schrie sich mehrfach die Seele aus dem Leib: RB-Trainer Julian Nagelsmann (r.).
Haderte nicht nur einmal und schrie sich mehrfach die Seele aus dem Leib: RB-Trainer Julian Nagelsmann (r.).  © Ina Fassbender/AFP/POOL/dpa

Der Sieg sei "schon verdient, aber nicht überragend", sagte Trainer Julian Nagelsmann. "Ein bisschen konfus, schwer zu analysieren." 

Dennoch sei der 32-Jährige zufrieden, obwohl ihn das 0:1 "schon ärgert. Wir hätten deutlich mehr Tore schießen können. Wir hatten eine 1000-prozentige Chance auf das 5:2, die uns genommen wurde", so Nagelsmann über einen abgepfiffenen Vorteil. "So mussten wir am Ende froh sein, nicht das dritte bekommen zu haben."

Der Vorstandsvorsitzende Oliver Mintzlaff sprach von einer immer weiter zusammenwachsenden Mannschaft, die in der Lage ist, Rückstände aufzuholen. 

Und er gab auch eine Marschrichtung und Zielsetzung für die kommenden Wochen vor. 

"Wir wollen aus den fünf Spielen noch einen Zweierschnitt holen und hoffen, dass es in dem engen Kampf mit Gladbach und Leverkusen dann auch für die Champions League reicht", malte sich der 44-Jährige aus. "Der Druck ist groß, der war auch vor dem Spiel groß. Aber die Mannschaft will natürlich wieder in die Champions League. Und jetzt müssen alle 'All In' gehen."

Alle Teams auf den Plätzen eins bis fünf hatten am 29. Spieltag ihre Partien gewonnen. Wenn es so weitergeht, werden die Bayern das achte Mal hintereinander Deutscher Meister. Und RB Leipzig zieht schon dritten Mal im fünften Bundesliga-Jahr in die Königsklasse ein.

Titelfoto: Ina Fassbender/AFP/POOL/dpa

Mehr zum Thema RB Leipzig:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0