Heute Bundesliga-Restart für RB Leipzig! Angefressener Nagelsmann hat Bock zu eskalieren

Leipzig - Exakt 70 Tage nach dem letzten Bundesliga-Auftritt steigt RB Leipzig am heutigen Samstag gegen den SC Freiburg (15.30 Uhr/Sky) wieder in den Kampf um die Meisterschaft ein. 

Das Hinspiel im Breisgau verlor RB Leipzig mit 1:2.
Das Hinspiel im Breisgau verlor RB Leipzig mit 1:2.  © Picture Point/Roger Petzsche

"Wir sind gut drauf und ich bin guter Dinge, dass wir ein gutes Spiel machen werden", zeigte sich Trainer Julian Nagelsmann (32) selbstbewusst.

Mit seinem Team trainierte er nur einmal in der leeren Red Bull Arena, die auch am Samstag Schauplatz des Bundesliga-Restarts ist. Der komplette Ablauf inklusive Anreise und Einhaltung der Hygieneregeln wurde durchgespielt, um keine Fehler zu machen und sich aufs Match konzentrieren zu können.

Gerade einmal rund 300 ausgewählte Personen dürfen sich bei einem Heimspiel bis auf Weiteres maximal in einem Bundesliga-Stadion aufhalten - inklusive der Mannschaften. 

Fehlt da nicht die lautstarke Unterstützung der Fans? "Das extrem Emotionalisierende ist nicht so da. Wenn die Fans da sind und dich frenetisch anjubeln, gibt es auch mal den ein oder anderen Sprint, den du ziehst, obwohl du schon müde bist oder nicht mehr kannst. Die Zuschauer tragen dich dann zu Höchstleistungen. Das fällt natürlich komplett weg", sagte Nagelsmann.  

RB Leipzig gegen SC Freiburg: Chancengleichheit für beide Teams

RB-Trainer Julian Nagelsmann (32) hat wieder Bock, zu eskalieren!
RB-Trainer Julian Nagelsmann (32) hat wieder Bock, zu eskalieren!  © Picture Point/Roger Petzsche

Doch der 32-Jährige sieht durchaus auch Chancen, vor allem für jüngere oder eher ruhige Spieler: "Sie werden jetzt Gehör finden, weil das Stadion leer ist. Da kann ich mich weiterentwickeln und an meiner Persönlichkeit arbeiten."

Einen offenen Schlagabtausch mit Toren im Minutentakt erwartet der Coach nicht, rechnet eher mit einer stabilen Defensive. "Ich glaube, dass die ersten Spiele eher dazu da sind, Tore zu verhindern als selbst zu kreieren."

Aber wenn jemand trifft, wie wird denn dann gejubelt? "Gewisse Dinge dürfen die Jungs unter sich ausmachen", sagte Nagelsmann. "Ich werde meinen Jubel machen wie immer: ich schrei immer das Gleiche, egal welches Tor es ist und bin relativ am Eskalieren."

Gegen die Freiburger, gegen die man im Oktober 1:2 verloren hatte und Nagelsmann deshalb "angefressen" war, herrscht absolute Chancengleichheit, ist er sich sicher. "Auch sie konnten uns nicht beobachten, auch wir hatten keine Testspiele, auch wir haben vielleicht etwas modifiziert."

Kein Upa, kein Emil - aber nach einem halben Jahr erstmals wieder mit Kampl

Kevin Kampl feiert nach mehr als einem halben Jahr sein Comeback zum Bundesliga-Restart.
Kevin Kampl feiert nach mehr als einem halben Jahr sein Comeback zum Bundesliga-Restart.  © Picture Point/Gabor Krieg

Durch seine fünfte Gelbe Karte vor dem Bundesliga-Lockdown gegen Wolfsburg bleibt Innenverteidiger Dayot Upamecano (21) gegen den SCF nur die Zuschauerrolle. 

Auf seiner Position wackelt auch der Einsatz von Landsmann Ibrahima Konaté (21), der zwar nach sieben Monaten (!) wieder fit, aber noch nicht bei 100 Prozent ist. Zudem ist Kapitän Willi Orban (Knieprobleme) nach wie vor keine Option. 

Ebenfalls nicht zur Verfügung steht Emil Forsberg (28). Der Schwede hat nach zwei Wochen erneut eine Mandelentzündung bekommen, musste Antibiotika nehmen und konnte die intern verordnete Quarantäne in der Akademie am Cottaweg nicht antreten. 

Damit nicht genug: Mit Marcel Sabitzer (26) und Patrik Schick (24) gibt es auch Probleme, das Duo konnte nicht voll trainieren. Im Kader werden sie stehen, ein Startelf-Debüt entscheidet sich kurzfristig.

Dafür wird Kevin Kampl (29) nach über sechs Monaten wieder sein Comeback feiern. Nach überstandenen Sprunggelenks-Problemen sei er mittlerweile "ein bisschen weiter" als Konaté, werde aber keine 90 Minuten spielen können.

Gut für Nagelsmann: Bis auf Widerruf dürfen alle Bundesliga-Teams fünfmal (statt dreimal) pro Spiel wechseln. 

RB Leipzig gegen den SC Freiburg wird im Einzelspiel live beim Pay-TV-Sender Sky übertragen. Dieser bietet diesen und nächsten Samstag auch eine Konferenz auf dem frei empfänglichen Kanal Sky Sport News HD an. Fans ohne Abo müssen also nicht gänzlich auf Fußball verzichten.

Titelfoto: Picture Point/Roger Petzsche

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