Hübsches Oster-Geschenk! RB Leipzig dank Szoboszlai-Außenrist in Leverkusen erstmals Dritter

Leverkusen - Das beste Rückrunden-Team hat wieder zugeschlagen! RB Leipzig hat sich im Topduell des 30. Spieltags bei Bayer 04 Leverkusen am Sonntagabend mit 1:0 (0:0) durchgesetzt. Der Vizemeister tauschte die Plätze mit der Werkself und sprang erstmals in dieser Saison auf den dritten Rang.

Dutzende Fans reisten mit den Roten Bullen nach Leverkusen.
Dutzende Fans reisten mit den Roten Bullen nach Leverkusen.  © Picture Point/Roger Petzsche

In der BayArena traf Dominik Szoboszlai in der 70. Minute zum 1:0 für die Sachsen.

Im Vergleich zum 0:0 beim VfL Bochum brachte Bayer-Coach Gerardo Seoane zwei Neue: Mitchel Bakker und Exequiel Palacios begannen für Kerem Demirbay und Paulinho (beide Bank).

Gleich mit sieben Wechseln reagierte RB-Trainer Domenico Tedesco aufs intensive 2:0 bei Atalanta Bergamo: Marcel Halstenberg, Lukas Klostermann, Nordi Mukiele, Tyler Adams, Szoboszlai, Emil Forsberg und Yussuf Poulsen ersetzten Mohamed Simakan, Benjamin Henrichs, Konrad Laimer, Angelino, Dani Olmo, Christopher Nkunku (alle Bank) und Kevin Kampl (nicht im Kader).

Wiedervereinigung mit Rose perfekt! Eberl wird neuer Sportdirektor bei RB Leipzig
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In ihrem 200. Bundesliga-Match erspielten sich die Roten Bullen in den ersten zehn Minuten eine optische Überlegenheit, waren nahezu ausschließlich in der Hälfte des Tabellendritten zu finden, ohne sich eine Chance zu erarbeiten.

Der erste Abschluss gehörte der anschließend mehr und mehr Kontrolle übernehmenden Werkself: Patrik Schick holte sich eine Strafraum-Vorlage, der Ex-Bulle legte zurück, wo Robert Andrich aus 20 Metern deutlich über Péter Gulácsis Gehäuse zielte (13.).

Wurde mehrmals geprüft: RB Leipzigs Torhüter Péter Gulácsi (3.v.r.), hier bei einem abgefälschten Kopfball in der 22. Minute.
Wurde mehrmals geprüft: RB Leipzigs Torhüter Péter Gulácsi (3.v.r.), hier bei einem abgefälschten Kopfball in der 22. Minute.  © Picture Point/Roger Petzsche

Startelf von Bayer 04 Leverkusen im Bundesliga-Heimspiel gegen RB Leipzig

So ging RB Leipzig bei Bayer 04 Leverkusen ins Bundesliga-Auswärtsmatch

RB Leipzig kommt zu keinem einzigen Abschluss in der ersten Halbzeit - Werkself verpasst Führung

Szene aus der 31. Minute: RB Leipzigs André Silva (r.) hat das Nachsehen gegen Piero Hincapié (l.) und Jonathan Tah...
Szene aus der 31. Minute: RB Leipzigs André Silva (r.) hat das Nachsehen gegen Piero Hincapié (l.) und Jonathan Tah...  © Picture Point/Roger Petzsche

Auch die zweite Aktion gehörte Seoanes Jungs: Palacios schlug einen Freistoß aus dem linken Halbfeld an den langen Pfosten, wo Edmond Tapsoba ziemlich frei zum Kopfball kam, den Josko Gvardiol abfälschte, Gulácsi dennoch sicher zupackte (22.).

RB schaffte es in der Folge ohne die Offensivpower von Angelino, Laimer, Olmo und Nkunku nicht, die drückenden Leverkusener zu bremsen. Es gab eine Angriffsaktion nach der nächsten, ohne dass die Sachsen zur Entlastung kamen.

Die bis dato beste Gelegenheit gehörte Moussa Diaby nach Schick-Vorlage, doch der Franzose konnte den Keeper aus spitzem Winkel nicht überwinden (28.).

Große Ziele: RB Leipzigs Nkunku hat es auf diese zwei Titel abgesehen
RB Leipzig Große Ziele: RB Leipzigs Nkunku hat es auf diese zwei Titel abgesehen

Nach einer halben Stunde gab es eine Aufregung. Schick wurde die Kugel kurz vor dem Sechzehner abgenommen, Klostermann schlug ihn direkt in die gegnerische Hälfte, wo sich André Silva im Eins-gegen-zwei gegen Piero Hincapié und Jonathan Tah aber nicht durchsetzen konnte, am Ende zu Boden ging. Letzterer hatte ihn in der Bewegung mit der Hand ins Gesicht gewatscht, Schiedsrichter Daniel Siebert entschied zurecht auf weiterspielen (31.).

Schick war es in der 40. Minute, der nach halblinker Palacios-Flanke im Rücken der Abwehr viel Platz hatte, seinen Kopfball aber neben den Pfosten setzte.

Leipzig, das beste Rückrunden-Team der Saison, konnte durchaus von Glück sprechen, mit einem torlosen Remis in die Halbzeit zu gehen.

... und sinkt auf den Rasen, nachdem er Tahs Hand im Gesicht spürte.
... und sinkt auf den Rasen, nachdem er Tahs Hand im Gesicht spürte.  © Picture Point/Roger Petzsche

Eingewechselter Christopher Nkunku direkt im Geschehen - Dominik Szoboszlai per Außenrist ins Glück

Joker Christopher Nkunku verbesserte das Leipziger Offensivspiel sofort, kann von Hincapié (l.) hier nur mit einem Foul gestoppt werden.
Joker Christopher Nkunku verbesserte das Leipziger Offensivspiel sofort, kann von Hincapié (l.) hier nur mit einem Foul gestoppt werden.  © Picture Point/Roger Petzsche

Erwartungsgemäß brachte Tedesco zum zweiten Durchgang mit Nkunku seine größte Waffe, der den Sturm ankurbeln sollte.

Und nach nur 40 Sekunden trat der frischgebackene französische Nationalspieler in Erscheinung: Eine Szoboszlai-Hereingabe von links erreichte ihn zielgenau, woraufhin er am Gegner vorbeiging, dabei jedoch eine Berührung vernahm und in der Box fiel. Siebert ließ die Aktion weiterlaufen, die mit Willi Orbans Pfostentreffer endete (46.). Einen möglichen Elfer gab's nicht.

Erst knapp 20 Minuten nach Wiederbeginn kombinierte sich Leverkusen zur ersten Chance, der flinke Diaby schoss aber nur ans Außennetz (64.).

Doch auch RB kam immer öfter nach vorn. Vier Zeigerumdrehungen später schlug Laimer einen langen Ball hinter die Kette, Mukiele lief allein auf Lukás Hrádecky zu, sein Heber segelte aber klar daneben (68.).

Kurz darauf platzte der Knoten: Odilon Kossounou spielte einen schlampigen Pass in Adams Füße, der Nkunku bediente. Mit seiner 15. Vorlage gab er weiter in den Strafraum zu Szoboszlai, dessen Außenrist-Schuss leicht, aber entscheidend von Tah abgefälscht in die Maschen ging - 1:0 für RB (70.).

Seoane ging all in und wechselte mit Paulinho, Demirbay, Lucas Alario und Sardar Azmoun offensiv ein, was sich aber nicht mehr bezahlt machen sollte.

RB revanchierte sich fürs 1:3 aus der Hinrunde, feierte den fünften Auswärtssieg in Folge, ist wettbewerbsübergreifend seit 14 Begegnungen ungeschlagen - und jetzt auch erstmals Tabellendritter!

Dominik Szoboszlai traf in der 70. Minute für die Gäste.
Dominik Szoboszlai traf in der 70. Minute für die Gäste.  © Picture Point/Roger Petzsche

Für die Werkself geht's am Samstag (15.30 Uhr/Sky) bei Schlusslicht SpVgg Greuther Fürth weiter, während Leipzig schon am Mittwoch (20.45 Uhr/ARD & Sky) im DFB-Pokal-Halbfinale den 1. FC Union Berlin empfängt, der sich dafür mit einem 2:0 gegen Eintracht Frankfurt eingeschossen hat.

Titelfoto: Picture Point/Roger Petzsche

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