Kein neuer Verteidiger für RB Leipzig? Wunschlösung Lacroix bleibt wohl ein Wolf

Leipzig - Hat das Hin und Her ein Ende? Nach monatelangem Tauziehen scheint es fast so, dass Maxence Lacroix (21) in naher Zukunft nicht für RB Leipzig spielen wird.

Beim Testspiel gegen Holstein Kile trug Maxence Lacroix (21) schon nicht mehr die Binde. Am Ende gewann der Zweitligist mit 1:0.
Beim Testspiel gegen Holstein Kile trug Maxence Lacroix (21) schon nicht mehr die Binde. Am Ende gewann der Zweitligist mit 1:0.  © Swen Pförtner/dpa

Der 21-Jährige gilt als absolute Wunschlösung für die Innenverteidigung der Sachsen. Im Juni habe er angeblich seinem aktuellen Verein, dem VfL Wolfsburg, signalisiert, dass er sich den Wechsel zum Ligakonkurrenten schon vorstellen könnte.

Nachdem die Sachsen zweimal mit einer Millionen-Offerte abgeprallt waren, herrscht Funkstille. Wie der Kicker berichtet, ist die Luft scheinbar raus. Bei den Wölfen ist man sich recht sicher, dass man mit dem Franzosen für die kommende Spielzeit planen kann.

"Davon gehe ich aus", sagte demnach Boss Jörg Schmadtke (57) dem Blatt. Als klares Signal, dass man Lacroix gerne bei den Niedersachsen behalten möchte, ging er beispielsweise beim Test gegen Erzgebirge Aue (2:1) als Kapitän aufs Feld.

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Ist das Ding also durch? Das Transferfenster ist zumindest noch ein ganzes Weilchen offen. Grundsätzlich schienen sich die Verantwortlichen der Roten Bullen mit dem Defensivakteur ja einig - lediglich der laufende Vertrag bis 2024 ohne Ausstiegsklausel macht die Lage extrem schwierig. Dem Vernehmen nach hätte der VfL gern mindestens 30 Millionen Euro, um die aktuelle Marschroute noch einmal überdenken zu wollen.

Immerhin hat man mit Sebastiaan Bornauw (22) vom 1. FC Köln bereits einen potenziellen Ersatz verpflichtet, auch wenn die Akteure immer wieder darauf pochen, dass der Wechsel unabhängig vom Verbleib von Lacroix stattgefunden hätte.

Testspielniederlagen ein gutes Zeichen für RB Leipzig?

Es scheint also die Frage zu sein, ob RB noch einmal mehr bieten wird, als die beiden Angebote im niedrigen 20 Millionen Euro Bereich. Ein positiver Faktor könnte sein, dass der Tabellenvierte der vergangenen Bundesligasaison die letzten drei Testspiele krachend verloren hat.

1:4 gegen Olympique Lyon, 0:3 gegen Hansa Rostock und 0:1 gegen Holstein Kiel wirkt nicht gerade so, als sei die Mannschaft von Mark van Bommel (44) sattelfest für die neue Saison. Durchaus möglich, dass das Lacroix auch so sieht und in den kommenden Tagen seinen Wechselwunsch noch einmal vehementer kommuniziert.

Titelfoto: Swen Pförtner/dpa

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