Nach 45 "sehr schlechten" Minuten: Wie RB Leipzigs Marsch die Red Bull Arena zur Festung machen will

Leipzig - Erst pfui, dann hui: So dürfte die Überschrift über RB Leipzigs Bundesliga-Auftritt am Samstagnachmittag gegen die SpVgg Greuther Fürth (4:1) lauten. Besonders die Einwechselspieler sorgten dafür, dass der Spieß herumgedreht werden konnte. Und wie!

Erstes Bundesligaspiel, erster Ballkontakt, erstes Tor: Nachwuchskicker Hugo Novoa (18) traf zum 4:1-Endstand gegen die SpVgg Greuther Fürth.
Erstes Bundesligaspiel, erster Ballkontakt, erstes Tor: Nachwuchskicker Hugo Novoa (18) traf zum 4:1-Endstand gegen die SpVgg Greuther Fürth.  © Picture Point/Roger Petzsche

"Wir müssen das Positive hervorheben. Auch wenn es, wie heute, lange sehr schlecht war", sagte Trainer Jesse Marsch (47). Mehr Spielanteile, mehr Abschlüsse und bessere Chancen standen nach 45 Minuten für den noch sieglosen Aufsteiger zu Buche, der durch den Foulelfmeter-Treffer von Branimir Hrgota (28) sogar in Führung ging. Und zwar verdient.

"Wir waren in der Halbzeit ruhig und haben den Spielern gesagt: Wir müssen weniger Fehler machen, mehr Duelle gewinnen. Es ist wichtig, dass wir aus der ersten Hälfte lernen, aber vor allem über die Antwort reden, die wir im zweiten Durchgang gegeben haben."

Und die hatte es in sich. Die eingewechselten Yussuf Poulsen (27), Dominik Szoboszlai (20) und Hugo Novoa (18) trafen jeweils mit ihrem allerersten Ballkontakt ins Tor. So sieht Effizienz aus!

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Hinzu kam das Tor zum zwischenzeitlichen 2:1 durch Emil Forsberg, der sich an seinem 30. Geburtstag selbst beschenkte.

Besonders Poulsen bekam von seinem Coach nach einem Treffer und dem herausgeholten Strafstoß ein fettes Extralob: "Er ist ein Anführer, der auch mal die Mannschaft coacht. Wir brauchen ihn."

RB Leipzigs Profis ließen sich von ihren Fans feiern.
RB Leipzigs Profis ließen sich von ihren Fans feiern.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Jesse Marsch: "Wir müssen im eigenen Stadion unsere Qualität von Anfang an zeigen!"

In der ersten Halbzeit konnte Jesse Marsch (47) ganz und gar nicht zufrieden sein.
In der ersten Halbzeit konnte Jesse Marsch (47) ganz und gar nicht zufrieden sein.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Marsch, der in seinen 13 Pflichtspielen erst magere fünf Siege einfahren konnte, plant trotz einer ziemlich guten Heimbilanz, die Red Bull Arena zu einer noch größeren Festung zu machen.

Zwar gewann RB vier seiner fünf Bundesliga-Heimspiele und verlor nur gegen Rekordmeister und Spitzenreiter FC Bayern München (1:4). Besonders bitter gesellt sich dazu aber die Niederlage gegen den FC Brügge (1:2) in der Champions League.

"Wir müssen im eigenen Stadion künftig mehr Klarheit im Ballbesitz haben und unsere Qualität von Anfang an zeigen", forderte der US-Amerikaner.

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Schon am Dienstag geht es für die Sachsen nach Potsdam, wo um 18.30 Uhr (Sky) das Zweitrundenspiel im DFB-Pokal beim SV Babelsberg 03 angepfiffen wird. Ein Sieg ist auch hier Pflicht!

Titelfoto: Bildmontage: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

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