Nach Chaos bei 2G-Einlasskontrollen: RB Leipzig macht Fans starkes Angebot

Aktualisiert um 16 Uhr

Leipzig - 39.794 Fans waren am Mittwochabend beim Champions-League-Spiel von RB Leipzig gegen Paris Saint-Germain (2:2) offiziell im Stadion. Bis aber tatsächlich alle Zuschauer in der Red Bull Arena an ihrem Platz waren, hat es offensichtlich gedauert.

Wer rechtzeitig im Stadion war, bekam von dem dichten Gedränge rund um den Anpfiff vor der Red Bull Arena nichts mit.
Wer rechtzeitig im Stadion war, bekam von dem dichten Gedränge rund um den Anpfiff vor der Red Bull Arena nichts mit.  © RB Leipzig

In den sozialen Netzwerken finden sich zahlreiche Bilder von wütenden Fans, die teilweise den Anpfiff und sogar das zwischenzeitliche 1:0 durch Christopher Nkunku (23) verpasst haben, weil die Einlasskontrollen so schleppend vorangegangen wären.

Zeit-Journalist Martin Machowecz (33) twitterte beispielsweise: "2G, dessen Kontrolle zu diesen Szenen führt - dann kann man es auch lassen. Pandemiemanagement für Verrückte, liebes RB Leipzig. Peinlich, gefährlich."

Weiterhin ist vom "kompletten Versagen im Bereich Prozessmanagement" zu lesen. RB erntet Spott im Netz - dabei hatte der Verein vor eben diesem Fanansturm gewarnt.

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Auf der Seite der Roten Bullen hieß es vor dem Spiel: "Kommt heute bitte frühzeitig zum Stadion. Die vielen Baustellen in der Stadt, das erhöhte Zuschaueraufkommen und die digitale Doppelkontrolle am Drehkreuz (Ticket, Gesundheitsnachweis) werden etwas Zeit in Anspruch nehmen."

Wer sich den Hinweis zu Herzen nahm, hatte offenbar keine Probleme pünktlich in die Arena zu kommen. Selbst wer keinen digitalen Impfnachweis hatte, konnte an den Servicepoints seinen gelben Pass vorzeigen und das Ticket wurde schließlich freigeschaltet.

Ganz anders aber offenbar das Bild, das sich rund um den Anpfiff vor dem Stadion bot. Kein Abstand, keine Masken - ein erschreckendes Szenario, angesichts der steigenden Corona-Zahlen.

Die Begegnung gegen Paris war das erste Spiel, das unter der 2G-Regel (geimpft und/oder genesen) ausgetragen wurde.

RB Leipzig entschuldigt sich in Statement bei seinen Fans

Die Verantwortlichen der Roten Bullen bedauern das von vielen Fußballfans kritisierte Einlass-Chaos und haben ein Statement dazu veröffentlicht.

Um den Stadionbesuch am kommenden Samstag, wenn die Rasenballer Borussia Dortmund empfangen (18.30 Uhr/Sky), wieder zu einem bestmöglichen Erlebnis zu machen, wolle man die Abläufe genauestens analysieren und verbessern.

Ein paar Maßnahmen wurden daher schon beschlossen. So werde die Red Bull Arena bereits eine halbe Stunde früher (16 Uhr) öffnen. Außerdem soll es zwischen 16 und 17 Uhr eine Getränke-Happy-Hour geben, während der Bier, Cola & Co. zum halben Preis ausgeschenkt werden.

Der Klub bittet trotz allem noch einmal eindringlich darum, so früh wie möglich am Stadion zu erscheinen, "sodass wir am Samstag wieder alle gemeinsam die vollen 90 Minuten mit unserem Team mitfiebern können".

Nicht nur die zahlreichen Baustellen in Leipzig könnten mit dem Auto Anreisenden zum Verhängnis werden. Es sind außerdem einige Demonstrationen angemeldet, die den Straßen- und LVB-Verkehr empfindlich behindern könnten.

Titelfoto: RB Leipzig

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