Nach tollem Saisonstart: RB Leipzig will "drei Punkte plus" in Leverkusen holen

Leipzig - Nach dem ersten und hoch verdienten 3:1-Heimsieg im ersten Spiel der Saison gegen Mainz am vergangenen Wochenende fährt RB Leipzig am Samstag ohne Kapitän Marcel Sabitzer (26), dafür mit Neuzugang Alexander Sörloth (24) zum frühen, aber schweren Spitzenspiel nach Leverkusen (15.30 Uhr/Sky).

Im vergangenen März stand Patrik Schick (24) noch für RB Leipzig gegen die Werkself auf dem Platz. (Archivbild)
Im vergangenen März stand Patrik Schick (24) noch für RB Leipzig gegen die Werkself auf dem Platz. (Archivbild)  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Für die Leipziger hätte der Saisonstart kaum besser laufen können. Nach einem 3:0-Sieg gegen Nürnberg im DFB-Pokal meisterte man auch das erste Ligaspiel gegen Mainz mit Bravour (TAG24 berichtete) und schaut sich die Tabelle nach dem ersten Spieltag vom vierten Platz aus an.

Dennoch steht ein schweres Spiel gegen das auf dem zehnten Rang platzierte Bayer Leverkusen bevor. Die Statistik spricht mit vier Siegen und drei Unentschieden aus acht Partien für die Roten Bullen. Unter Julian Nagelsmann (33) kam man in der vergangenen Saison jedoch nicht über ein 1:1 gegen die Werkself hinaus, weder im Hin- noch im Rückspiel.

Nach einem 0:0 beim VfL Wolfsburg am Sonntag wird das Team von Peter Bosz (56) vor 6000 Zuschauern in der BayArena alles geben, um den ersten Sieg der Saison und vor allem den ersten Heimsieg gegen die Leipziger einzufahren.

Man dürfe Leverkusen keinesfalls unterschätzen, so Nagelsmann. "Leverkusen hat in der vergangenen Saison 18 Führungen zu Siegen ummünzen können." Daher muss ein frühes Tor der Leipziger her, denn "dann haben sie Probleme, ins Spiel zu kommen."

Nach den Abgängen von Kai Havertz (21, FC Chelsea) und Kevin Volland (28, AS Monaco) schätzt er die Werkself dennoch als sehr gefährlich ein. "Ich bin mir relativ sicher, dass sie wieder um die Champions-League-Plätze mitspielen werden." Außerdem haben sie "mit Patrik Schick (24) einen Stürmer verpflichtet, den wir gern behalten hätten", so Nagelsmann.

Sörloth als Joker, großes Lob für Forsberg und Olmo

Emil Forsberg (2.v.r.), Torschütze zum 2:0-Halbzeitstand, feiert mit Dani Olmo, Lukas Klostermann (24) und Yussuf Poulsen (v.l.n.r.) den Sieg gegen Mainz am 1. Spieltag der Saison. (Archivbild)
Emil Forsberg (2.v.r.), Torschütze zum 2:0-Halbzeitstand, feiert mit Dani Olmo, Lukas Klostermann (24) und Yussuf Poulsen (v.l.n.r.) den Sieg gegen Mainz am 1. Spieltag der Saison. (Archivbild)  © Jan Huebner/Voigt

Und dieser war bekanntlich nicht der Einzige, der in Leipzig Tore geschossen und eine Lücke hinterlassen hat. Leipzigs Torjäger Nummer eins, Timo Werner (24), verließ RB Richtung London und soll nun von Hee-chan Hwang (24) und dem in dieser Woche verpflichteten Sörloth ersetzt werden.

Fakt ist, der Norweger fährt mit nach Leverkusen, doch für einen Startelfeinsatz wird es wohl noch nicht reichen. "Von Anfang an wird er eher nicht spielen. Er hat drei Wochen nicht trainiert", so Nagelsmann. Als Joker sei er aber in jedem Fall eine Option.

Marcel Sabitzer hingegen tritt die Reise gar nicht erst an. Der RB-Kapitän zog sich im Training einen Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel zu.

Auf einen Einsatz in der Startformation kann hingegen Emil Forsberg (28) hoffen. "Sein erster Kontakt zählt sicher zu den Besten der Liga", sagte der Trainer in der Pressekonferenz am Donnerstag. Nagelsmann berichtete bereits vor wenigen Wochen "vom stärksten Forsberg aller Zeiten" (TAG24 berichtete).

Auch vom Zusammenspiel mit Dani Olmo (22) zeigt er sich begeistert: "Wenn so zwei Bierdeckel-Fußballer sich treffen, dann harmoniert das meistens sehr gut. Zudem freue ich mich, wenn sie den richtigen Zug zum Tor entwickeln."

Wie auch Yussuf Poulsen (26) hat Forsberg gegen die Bosz-Elf in der Vergangenheit bereits dreimal getroffen.

Unabhängig von der Startelf, Ziel für das Spiel am Samstagnachmittag sei natürlich ganz klar, drei Punkte einzufahren. "Ich habe es drei Punkte plus genannt", so Nagelsmann. "Mit drei Punkten wären wir zufrieden. Wenn wir in Sachen Ausstrahlung und Präsenz noch etwas on top legen könnten, dann wären wir sehr, sehr zufrieden."

Titelfoto: Jan Huebner/Voigt

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