Nachgerechnet! So kommt RB Leipzig gegen Manchester United auch ohne Sieg weiter

Leipzig - Das letzte und alles entscheidende Gruppenspiel in der Champions League steht am Dienstagabend (21 Uhr/Sky) für RB Leipzig an. Zu Gast ist die englische Großmacht Manchester United, die selbst als Spitzenreiter der Gruppe H das Achtelfinale noch verpassen kann.

RB Leipzigs Christopher Nkunku (l.) im Zweikampf mit Fred, der Manchester United im Rückspiel Gelb-Rot-gesperrt fehlen wird.
RB Leipzigs Christopher Nkunku (l.) im Zweikampf mit Fred, der Manchester United im Rückspiel Gelb-Rot-gesperrt fehlen wird.  © Dave Thompson/AP/dpa/AP/dpa

Das 0:5 vor sechs Wochen im Old Trafford ist raus aus den Bullen-Köpfen. Mit gespitzten Hörnern strebt RB an, sich mit einem Sieg gegen ein punktgleiches ManU aus eigener Kraft fürs Achtelfinale zu qualifizieren. "Das Ergebnis an sich spielt keine große Rolle mehr, weil ja jetzt auch andere Voraussetzungen sind", blickte Trainer Julian Nagelsmann (33) lieber voraus als zurück.

Ein Heimsieg in der Red Bull Arena sichert das Überwintern in der Königsklasse also definitiv.

Und das sogar als Gruppensieger, wenn der aktuell ebenfalls punktgleiche FC Paris Saint-Germain parallel nicht gegen den bereits ausgeschiedenen türkischen Meister Istanbul Basaksehir gewinnen sollte. Verliert das französische Tuchel-Team sogar, würde den Leipzigern ein Unentschieden genügen, allerdings "nur" für Platz zwei.

Manchester United steht mit einem Remis definitiv im Achtelfinale, mit einem Auswärtssieg ist auch der Gruppensieg sicher. Bei besagtem 0:5 - gleichzeitig RB Leipzigs höchster Pflichtspielniederlage ever - sah es bis 20 Minuten vor dem Ende ganz gut aus. Doch die 1:0-Führung schraubten Dreierpacker Marcus Rashford (23) und Anthony Martial (25) ab der 74. Minute noch in die Höhe.

Das Auftreten seiner Mannschaft damals sei "insgesamt zu ängstlich" gewesen, sagte Nagelsmann, "auch beim Attackieren. Da können wir auf jeden Fall was dazu packen!"

RB Leipzig ohne Dayot Upamecano - Obacht vor dem Schiedsrichter

Abwehrkante Dayot Upamecano (22) wird den Bullen gegen Manchester United fehlen.
Abwehrkante Dayot Upamecano (22) wird den Bullen gegen Manchester United fehlen.  © Picture Point/Roger Petzsche

Das Duell gegen den mit 20 Titeln englischen Rekordmeister wird Antonio Mateu Lahoz (43) leiten. Der Spanier hatte im Oktober 2019 das Leipziger Champions-League-Gruppenspiel gegen Olympique Lyon (0:2, TAG24 berichtete) gepfiffen. Und weckt bei Julian Nagelsmann Erinnerungen.

Der impulsive Coach weiß, dass der national und international sehr erfahrene Unparteiische "gern Karten an Offizielle" verteilt: "Ich versuche, mich zu bändigen, dass ich die 90 Minuten in der Coaching-Zone stehen kann und mir nicht irgendwann einen Platz ohne Absperrband auf der Tribüne suchen muss."

Verzichten muss Nagelsmann neben den Langzeitverletzten auch auf Abwehrkante Dayot Upamecano (22), der beim 4:3 bei Istanbul Basaksehir seine dritte Gelbe Karte sah und folglich ein Spiel aussetzen muss sowie auf den coronapositiven Lazar Samardzic (18, TAG24 berichtete).

Sein Gegenüber am Dienstag, ManU-Trainer Ole Gunnar Solskjaer (47), erinnert sich hingegen gern an das Hinspiel, "weil wir viele Dinge richtig gemacht haben. Wir haben uns gut vorbereitet und kennen RB Leipzig gut genug, um zu wissen, dass sie unvorhersehbar sind."

Titelfoto: Dave Thompson/AP/dpa/AP/dpa

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