Party-Ekstase bei RB Leipzig nach Finaleinzug: "Den ein oder anderen erkennt man nicht mehr!"

Leipzig - Zum zweiten Mal in Folge und zum dritten Mal überhaupt hat RB Leipzig am späten Mittwochabend das Finale des DFB-Pokals erreicht. Für den Lucky Punch gegen den 1. FC Union Berlin (2:1) war einmal mehr Emil Forsberg (30) verantwortlich. Der will nun auch endlich die Trophäe in den Berliner Nachthimmel stemmen.

Ein Bild sagt bekanntlich mehr als 1000 Worte: Emil Forsberg mit seinem sekundenlangen Jubelschrei nach seinem Siegtor in der 2. Minute der Nachspielzeit.
Ein Bild sagt bekanntlich mehr als 1000 Worte: Emil Forsberg mit seinem sekundenlangen Jubelschrei nach seinem Siegtor in der 2. Minute der Nachspielzeit.  © Picture Point/Gabor Krieg

Alles sah nach der Verlängerung aus. Doch um 22.35 Uhr dürften einige Anwohner des Leipziger Waldstraßenviertels an der langsam einsetzenden Nachtruhe gehindert worden sein.

Die Red Bull Arena - nach dem Umbau mit 47.069 Fans mit einem Zuschauerrekord - wurde zum Dezibel-Tempel. Fans, Spieler und Verantwortliche der Roten Bullen jubelten und lagen sich in den Armen, nachdem Forsberg mit einem unhaltbaren Kopfball den Finaleinzug gesichert hatte.

Und das nach einer dürftigen ersten Halbzeit, in der die Eisernen nach einem ihrer zahlreichen Gegenstöße durch Sheraldo Becker (27) in Führung gegangen waren.

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"Wir waren sehr nervös, haben unnötige Ballverluste im Spielaufbau gehabt, das macht den Gegner stark", sagte RB-Trainer Domenico Tedesco (36) nach Abpfiff bei Sky. Und ergänzte in der ARD: "Union hat über 90 Minuten einen super Job gemacht: Kompakt, vorwärts verteidigend, alles im Vollsprint gegen den Ball - genau so haben wir sie erwartet. Und die Umschalter sind natürlich brandgefährlich."

In der Halbzeitpause hätte er darauf gedrängt, den vor der Begegnung erarbeiteten Plan nicht gänzlich umzuwerfen, sondern "einfacher zu gestalten. Das haben die Jungs dann gut gemacht".

Mit den Fans wurde anschließend ordentlich gefeiert.
Mit den Fans wurde anschließend ordentlich gefeiert.  © Picture Point/Roger Petzsche

Emil Forsberg köpft RB Leipzig ins DFB-Pokal-Finale: "Nix neues, oder?"

RB-Trainer Domenico Tedesco (36) hat es vier Monate nach Amtsantritt ins DFB-Pokal-Finale geschafft.
RB-Trainer Domenico Tedesco (36) hat es vier Monate nach Amtsantritt ins DFB-Pokal-Finale geschafft.  © Picture Point/Gabor Krieg

So gut, dass das Finale noch in der regulären Spielzeit durch Forsbergs Kopfball perfekt gemacht werden konnte.

Auf die Aussage, dass der Schwede nach dem Siegtreffer im Vorjahres-Halbfinale beim SV Werder Bremen in der Nachspielzeit der Verlängerung für besondere Tore bekannt sei, sagte er: "Nix neues, oder?"

Am 21. Mai (20 Uhr/ARD & Sky) bekommen es die Sachsen im Berliner Olympiastadion jetzt mit Überraschungsfinalist SC Freiburg zu tun, der es dorthin ohne ein einziges Heimspiel geschafft hatte.

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"Klar wird's schwer, Freiburg ist eine Top-Mannschaft", machte Forsberg bei Sky klar. "Aber wir müssen einfach nur locker hinfahren mit Leidenschaft und Mentalität, dann ist alles möglich."

Nach dem umkämpften Triumph lehnte Trainer Tedesco einige Augenblicke an der Bande, genoss den Halbfinal-Erfolg, der zugleich das 15. ungeschlagene Match in Serie bedeutete.

"Ich habe die Jungs beobachtet, wie sie feiern. Den ein oder anderen erkennt man dann nicht mehr. Es sind eigentlich introvertierte Jungs, aber wenn sie gewinnen, können sie ausgiebig feiern", freute sich auch der Coach, der es mit seinem Team schon am Samstag (15.30 Uhr/Sky) wieder daheim mit den Köpenickern zu tun bekommt. "Wie schwierig das ist, haben wir heute gesehen. Aber wir wollen sie noch mal schlagen."

Titelfoto: Picture Point/Roger Petzsche

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