Rasantes Match! RB Leipzig sichert bei Sörloth-Debüt in Leverkusen einen Punkt

Leverkusen - Das Duell auf Augenhöhe fand keinen Sieger! In einer kampfbetonten, rassig geführten und temporeichen Bundesliga-Begegnung am 2. Spieltag trennten sich am Samstagnachmittag Bayer 04 Leverkusen und RB Leipzig beim Debüt von Alexander Sörloth mit 1:1 (1:1). 

Emil Forsberg (3.v.l.) erzielte in der 14. Minute die 1:0-Führung für RB Leipzig, wurde dafür natürlich gebührend beglückwünscht.
Emil Forsberg (3.v.l.) erzielte in der 14. Minute die 1:0-Führung für RB Leipzig, wurde dafür natürlich gebührend beglückwünscht.  © Picture Point/Roger Petzsche

Vor rund 6000 Zuschauern brachte Emil Forsberg die Roten Bullen mit 1:0 in Führung (14. Minute), kurz danach glich Kerem Demirbay für die Werkself aus (20./1:1). 

Leverkusen konnte noch nie einen Heimsieg gegen Leipzig feiern, das sollte auch am Samstag so fortgeschrieben werden. Vor der Partie standen für RB schon starke zehn Tore in vier Duellen in der BayArena zu Buche, es kam noch eins dazu. 

Julian Nagelsmann nahm nach dem 3:1 gegen den FSV Mainz 05 gezwungenermaßen eine Veränderung vor, brachte Nordi Mukiele für Marcel Halstenberg (Trauerfall). Ebenfalls nicht im Kader stand Ademola Lookman wegen Transfergesprächen. Leverkusens Peter Bosz ließ den Ex-Leipziger Patrik Schick für Lucas Alario beginnen.

Die erste Halbzeit war geprägt von viel Tempo, zahlreichen langen Zuspielen und nur wenigen Ruhephasen. Erstmals flott wurde es nach Vorlage von Demirbay auf Moussa Diaby, der von links ins Zentrum flankte, doch Dayot Upamecano konnte in letzter Sekunde vor Schick zur Ecke klären (4.). 

In der Folge rückte Péter Gulácsi in den Mittelpunkt: Zunächst schlug er einen Ball weit nach vorn und über Lars Bender hinweg, Emil Forsberg schnappte ihn sich, bediente Kevin Kampl mustergültig, doch dem Slowenen rutschte er über den Schlappen, wodurch er verzog (7.). 

Doch es kam besser... 

So ging RB Leipzig bei Bayer Leverkusen in die Partie

Die Startaufstellung von Bayer Leverkusen gegen die Roten Bullen

Erst Emil Forsberg, dann Kerem Demirbay: Sehenswerte Treffer in Halbzeit eins

Erzielte ein Bogenlampen-Wundertor: Kerem Demirbay (r., hier neben dem jüngsten Bundesliga-Torschützen Florian Wirtz).
Erzielte ein Bogenlampen-Wundertor: Kerem Demirbay (r., hier neben dem jüngsten Bundesliga-Torschützen Florian Wirtz).  © Federico Gambarini/dpa

Nach einer knappen Viertelstunde kam wieder ein langer Abschlag von Gulácsi in die gegnerische Hälfte, die Kugel konnte Yussuf Poulsen gegen Sven Bender behaupten. Der Däne gab (nicht ganz optimal) auf Schwede Forsberg weiter, der Lars Bender stehen ließ und mit einem satten, hohen Schuss das 1:0 für RB erzielte (14.).

Dann wurde es ganz wild! Angelino verlor rechts einen Ball, Diaby war frei durch. Seine Vorlage im Sechzehner bekam Angelino wieder, der aber zu einem Gegenspieler klärte. Über zwei Stationen bekam Demirbay das Spielgerät, zog aus 18 Metern ab und es sprang mittig an die Unterkante der Latte hinter die Linie - 1:1 (20.).

Tor-Vorlagengeber Poulsen musste in der 27. Minute offenbar mit Leistenproblemen ausgewechselt werden, für ihn kam Alexander Sörloth ungeplant früh zu seinem Debüt.

Leipzig verlor in der Folge deutlich an Dominanz, ließ den Gegner agieren, lauerte wohl auf gefährliche Konter, die es aber nicht mehr geben sollte. 

In der 40. Minute konnte sich Schlussmann Gulácsi erstmals richtig auszeichnen, parierte einen Schick-Kopfball aus sechs Metern Weltklasse.

Wahnsinns Rettungstat: Péter Gulácsi konnte einen präzisen Kopfball von Ex-Mitspieler Patrik Schick (#14) aus kurzer Distanz abwehren.
Wahnsinns Rettungstat: Péter Gulácsi konnte einen präzisen Kopfball von Ex-Mitspieler Patrik Schick (#14) aus kurzer Distanz abwehren.  © Picture Point/Roger Petzsche

Ein paar Chancen, keine Tore - Sörloth bleibt unauffällig

Duell der Gegensätze: RB Leipzigs neuer und glückloser Stürmer Alexander Sörloth (l., 1,94 Meter) gegen Leverkusens Charles Aranguiz (1,71 Meter).
Duell der Gegensätze: RB Leipzigs neuer und glückloser Stürmer Alexander Sörloth (l., 1,94 Meter) gegen Leverkusens Charles Aranguiz (1,71 Meter).  © Picture Point/Roger Petzsche

RB-Coach Nagelsmann brachte zur zweiten Halbzeit mehr Offensive, nahm den unauffälligen und bei seiner Großchance unglücklichen Kampl raus, brachte Neuzugang Hee-chan Hwang. 

Doch das dickste Ding hatte zunächst Bayer 04: Karim Bellarabi tankte sich auf dem rechten Flügel bis fast zur Grundlinie durch, legte den Ball in die Mitte, wo Florian Wirtz ungedeckt mit dem Schienbein nur den Pfosten traf (59.). Riesen-Dusel für die Bullen!

Die Begegnung blieb hart umkämpft, es gab viele - meist regelkonforme - Zweikämpfe, was den Leipzigern deutlich zu schaffen machte. 

Eine Standardsituation schien das einzige Mittel für RB, hier einen zweiten Treffer zu markieren: Der für Forsberg eingewechselte Christopher Nkunku zirkelte von halblinks einen Freistoß über die Mauer, Lukas Hradecky kratzte ihn aus der Ecke und Hwang schoss den Nachschuss drüber (74.). 

Im Gegenzug versuchte es Bayer spielerisch: Schick umkurvte Lukas Klostermann, zog von der Strafraumkante ab, traf auch sehenswert, doch der Linienrichter hob sofort die Fahne, weil der Tscheche im Abseits stand (77.). 

Doch die Sachsen konnten es - obwohl sie sich gegen die Werkself sehr schwer taten - auch spielerisch. Infolge eines Freistoßes legte Nkunku links für Angelino auf, der Spanier verzog mit seiner Direktabnahme nur knapp (82.). 

Es blieb beim 1:1, das unter dem Strich in Ordnung geht.

Das hart umkämpfte Match fand keinen Sieger.
Das hart umkämpfte Match fand keinen Sieger.  © Federico Gambarini/dpa

So geht's weiter: RB Leipzig hat nächsten Samstag (18.30 Uhr/Sky) den FC Schalke 04 zum Topspiel zu Gast, Leverkusen trifft schon ab 15.30 Uhr auswärts auf Aufsteiger VfB Stuttgart

Titelfoto: Federico Gambarini/dpa

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