RB-Keeper Gulácsi über Pokalfinale: "Ob die Leute eher Freiburg die Daumen drücken oder nicht..."

Leipzig - Seit 2015 steht Péter Gulácsi (32) bei RB Leipzig unter Vertrag, seit Anfang 2016 ist er unangefochtener Stammkeeper. Am Samstag (20 Uhr/ARD & Sky) könnte er im DFB-Pokal-Finale den ersten Titel mit den Sachsen einfahren. Die Kritik an den eigenen Fans prallt an ihm ab.

Will endlich den ersten Titel mit RB Leipzig: Torhüter Péter Gulácsi (32).
Will endlich den ersten Titel mit RB Leipzig: Torhüter Péter Gulácsi (32).  © Picture Point / Sven Sonntag

0:3 gegen den FC Bayern München 2019 und 1:4 gegen Borussia Dortmund im Vorjahr. Endspiele im nationalen Pokalwettbewerb waren für die Roten Bullen bislang nicht von Erfolg gekrönt.

Samstag soll sich das gegen den SC Freiburg ändern. Aller guten Dinge sind schließlich drei. Auch wenn er die Chancen im Interview mit Sport Bild 50:50 einschätzt.

Die Breisgauer hätten zwar eine starke Saison gespielt und die Champions-League-Qualifikation - im Gegensatz zu RB - nur knapp verpasst. "Aber natürlich wollen wir den Pott", so der ungarische Nationaltorhüter.

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Auch auf den Seitenhieb, das neutrale Fußball-Deutschland würde dem SCF die Daumen drücken, reagierte er: "Soweit ich weiß, haben wir genauso viele Karten für das Finalstadion bekommen wie Freiburg. Unsere Kurve ist mit 30.000 Fans voll, alle kommen in Weiß. Das wird richtig gut, richtig laut!"

2019 seien zudem auch viele neutrale Fans für RB gewesen. Nur da hieß der Gegner auch Bayern und nicht Freiburg.

"Und ob die Leute vor den Fernsehern eher Freiburg die Daumen drücken oder nicht - davon bekommen wir im Stadion nichts mit. Ich nehme bei Weitem nicht so eine Ablehnung wahr, wie zuletzt mal wieder zu lesen war."

RB Leipzigs Torhüter Péter Gulácsi sicher, "dass unsere Kurve vibriert"

Auf die Kritik, Leipzig habe vor allem bei Auswärtsspielen nicht so eine starke Fanbase wie andere Klubs, sagte Gulácsi: "Ich finde es nach wie vor beeindruckend, wie groß die Unterstützung für unseren 13 Jahre jungen Verein bereits ist. Das darf man nicht geringschätzen. Alles andere muss und wird sich entwickeln."

Immerhin ist er sich fürs Pokalfinale im Berliner Olympiastadion (180 Kilometer entfernt) sicher, "dass unsere Kurve vibriert. Und wenn ich richtig informiert bin, sind für die kommende Saison auch schon fast 30.000 Dauerkarten weg."

Titelfoto: Picture Point / Sven Sonntag

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