RB Leipzigs Sörloth in der Bundesliga weiter glücklos und "nicht ganz frei in der Rübe"

Leipzig - RB Leipzigs makellose Heimbilanz hat einen kleinen Knick bekommen. Beim 0:0 am Samstag gegen den 1. FC Köln schafften es die Sachsen trotz einiger Hochkaräter nicht, den rein aufs Verteidigen eingestellten Geißböcken einen einzuschenken. Das lag auch wieder einmal an einem erneut glücklosen Alexander Sörloth (25), zu dem sich Trainer Julian Nagelsmann (33) im Anschluss äußerte.

RB Leipzig kam gegen den 1. FC Köln am Samstag nicht über ein 0:0 hinaus, ließ dabei beste Chancen ungenutzt.
RB Leipzig kam gegen den 1. FC Köln am Samstag nicht über ein 0:0 hinaus, ließ dabei beste Chancen ungenutzt.  © Picture Point/Roger Petzsche

20 Millionen Euro ließen sich die Roten Bullen Ende September die Dienste des von Crystal Palace an Trabzonspor verliehenen Norwegers kosten. Seine magere Bilanz bisher: 577 Einsatzminuten in Liga und Champions League, nur ein (immens wichtiges) Tor beim 4:3-Auswärtssieg bei Istanbul Basaksehir, keine Vorlage.

Beim knappen 2:1-Heimerfolg Ende November gegen Arminia Bielefeld hatte er zudem einen Elfmeter verschossen und dabei Glück, dass dem Aufsteiger nach 0:2-Rückstand in der Aufholjagd nur der Anschlusstreffer gelang.

Die Ausbeute der 1,94-Meter-Kante wurde auch gegen die Kölner nicht besser. Eine halbe Stunde stand Sörloth auf dem Platz, nachdem er für Amadou Haidara (22) eingewechselt wurde.

Eine einzige gute Szene hatte der Nationalmannschaftskollege von Borussia Dortmunds Erling Haaland (20) lediglich, als er in der 72. Minute nach einer hohen Hereingabe im Sechzehner per Kopf auf Willi Orban (28) ablegte, der aus zwei Metern aber an Effzeh-Schlussmann Timo Horn (27) scheiterte.

Nagelsmann über Sörloth: "Er wirkt schon sehr verkopft und nicht ganz frei in der Rübe!"

Alles Schreien half nichts: Die Sachsen feierten im zehnten Pflicht-Heimspiel der Saison nicht den zehnten Erfolg.
Alles Schreien half nichts: Die Sachsen feierten im zehnten Pflicht-Heimspiel der Saison nicht den zehnten Erfolg.  © Picture Point/Roger Petzsche

Offenbar steht sich der norwegische Neuzugang selbst im Weg. Das hat zumindest sein Coach so ausgemacht.

"Er wirkt schon sehr verkopft und nicht ganz frei in der Rübe", sagte Julian Nagelsmann. "Es ist normal: Du kommst irgendwo neu hin und stellst das dir ein bisschen anders vor, was die Torquote angeht und sicherlich auch die Spielzeit."

Nicht nur Sörloth, auch dem Rest seiner Truppe empfiehlt der 33-Jährige nach dem letzten Spiel des Jahres am Dienstag (18.30 Uhr/Sky) im DFB-Pokal beim FC Augsburg "einfach mal die Birne die paar Tage in Ruhe lassen. Es ist nicht ratsam, den Spielern jetzt noch irgendwas mitzugeben. Die sehen mich aktuell mehr als alle anderen Menschen auf dem Planeten. Von dem her ist es gut, wenn sie mich kurzzeitig nicht sehen und hören."

Gegen den FCA soll die Sache mit der Chancenverwertung dann auch wieder ordentlich funktionieren. "Die Jungs wollen, aber die geistige Frische war nicht in allen Phasen zu 100 Prozent da", so Nagelsmann zur Köln-Nullnummer.

Aus vielen Torabschlüssen entstehen aktuell noch zu wenig eigene Treffer. Nur der VfL Wolfsburg (19) hat im oberen Tabellendrittel weniger erzielt als die Sachsen (24). Aufgrund des vollgepackten Terminkalenders ist es für den Trainer aber schwierig, dies zu verbessern: "Weil ich nicht weiß, wann ich das machen soll. Aber ich probiere es, mir etwas zu überlegen." Immerhin stellen die Bullen mit neun Gegentoren weiterhin ligaweit die beste Abwehr.

Alexander Sörloth (3.v.l.) im Luftduell gegen Kölns Jorge Meré.
Alexander Sörloth (3.v.l.) im Luftduell gegen Kölns Jorge Meré.  © Picture Point/Gabor Krieg

Für RB Leipzig steht als Jahresabschluss jetzt das Pokalspiel beim FC Augsburg am Dienstag (18.30 Uhr/Sky) auf dem Programm. Nach anderthalb Wochen Mini-Pause geht es schon am 2. Januar (20.30 Uhr/DAZN) in der Bundesliga auswärts beim VfB Stuttgart weiter.

Titelfoto: Bildmontage: Picture Point/Roger Petzsche

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