RB Leipzig sensationell unter den besten Vier Europas: Disput zwischen Nagelsmann und Simeone

Lissabon - "Diese Geschichte hätte man nicht besser schreiben können. Ein großer Tag, ein großartiger Moment!" Worte von RB Leipzigs Stürmer Yussuf Poulsen (26), der vor sieben Jahren zum damaligen Drittligisten gewechselt ist und am Donnerstag beim umjubelten 2:1-Triumph über Atlético Madrid im Champions-League-Viertelfinale den größten Erfolg der Vereinsgeschichte mitgestalten durfte. 

Julian Nagelsmann (33) feierte mit RB Leipzig durch den Halbfinaleinzug in der Champions League den größten Erfolg der Vereinsgeschichte.
Julian Nagelsmann (33) feierte mit RB Leipzig durch den Halbfinaleinzug in der Champions League den größten Erfolg der Vereinsgeschichte.  © Picture Point/S. Sonntag/Poolfoto

Aber auch Julian Nagelsmann, mit 33 Jahren jüngster Trainer einer Mannschaft in der Königsklasse aller Zeiten, hat persönlich einen Meilenstein in seiner Karriere geschafft. Er ist der erste Coach überhaupt, der in einer Saison die Kult-Trainer José Mourinho (57) und Diego Simeone (50) ausgeschaltet hat. 

In der ersten Europapokal-Begegnung gegen eine spanische Mannschaft endeten die ersten 45 Minuten beim Blitzturnier in Lissabon gerechtermaßen unentschieden, erst im zweiten Durchgang brachte Dani Olmo RB in der 50. Minute in Führung, ehe Tyler Adams kurz vor dem Spielende den Ausgleichstreffer von Joao Felix (71./Foulelfmeter) egalisieren konnte und mit seinem ersten Treffer für Leipzig das Halbfinal-Ticket buchte. 

Nagelsmann brüllte seinen Jubel bei den beiden Toren, aber natürlich auch nach dem Abpfiff heraus. Mit diesem Sieg - vor allem ohne den zum FC Chelsea abgewanderten Timo Werner (24) - hatte vielleicht auch er nicht so direkt gerechnet. 

"Wir haben Glücksgefühle und ich bin sehr stolz auf die Truppe. Wir haben extrem leidenschaftlich verteidigt, waren das bessere Team und das gegen so eine gute und erfahrene Mannschaft. Das war heute sehr abgezockt von uns", freute sich der 33-Jährige. 

RB Leipzig schlägt Atlético Madrid: Disput zwischen Nagelsmann und Simeone im Kabinentrakt

Mit Atlético-Trainer Diego Simeone (50) geriet Nagelsmann in der Halbzeitpause aneinander.
Mit Atlético-Trainer Diego Simeone (50) geriet Nagelsmann in der Halbzeitpause aneinander.  © Picture Point/S. Sonntag/Poolfoto

In der Halbzeitpause gerieten die beiden Trainer-Kollegen beim Gang in die Kabinen des Estádio José Alvalade von Sporting Lissabon aneinander. 

Zwar hielt sich Nagelsmann hinsichtlich des Disputs nach Spielende bedeckt. Ein paar Brocken warf er uns dann aber doch hin. "Ich wollte klarstellen, dass er ein unheimlicher Winner ist, dass er auch im Kabinentunnel gewinnen will", so der Coach. 

Das "Duell" im Trakt sei "unentschieden ausgegangen. Ich wollte das nicht dramatisieren, sondern hervorheben, dass ich das geil finde, was er für ein Typus ist, dass er wahrscheinlich auch im Schnick-Schnack-Schnuck unbedingt gewinnen will."

Nach dem Schlusspfiff habe es dann eine "sehr herzliche Gratulation" von Simeone gegeben. Obwohl der ob der Niederlage ordentlich angefressen gewesen sein dürfte - wohlwissend, dass sein Team "alles gegeben" hat. 

Für die Sachsen heißt es jetzt im Teamhotel im Badeort Cascais regenerieren. Am Dienstag (21 Uhr/Sky & DAZN) wartet dann das Duell mit dem französischen Serienmeister Paris Saint-Germain um den ebenfalls deutschen Trainer Thomas Tuchel (46). 

Die Highlights von RB Leipzig gegen Atlético Madrid

Nagelsmann: "Eine Titelansage gibt es nicht, aber es ist ja selbstredend und selbsterklärend, dass wir jetzt ins Finale kommen wollen."

Titelfoto: Bildmontage: Picture Point/S. Sonntag/Poolfoto

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