Großes Interesse an Schick und Angeliño: Bricht der RB-Leipzig-Kader auseinander?

Leipzig - Nicht nur wegen der Corona-Pause war dieser Sommer für RB Leipzig etwas Besonderes. Der Einzug ins Champions-League-Halbfinale und die damit verbundenen Strapazen verlangen nun eine eher ungewöhnliche Vorbereitung auf die ersten Pflichtspiele der neuen Saison. Besonders die Kaderplanung bereitet den Bullen dabei Sorgen.

Angeliño machte in Leipzig auf sich aufmerksam. Inzwischen hat auch der FC Barcelona Interesse.
Angeliño machte in Leipzig auf sich aufmerksam. Inzwischen hat auch der FC Barcelona Interesse.  © Florian Eisele/RB Leipzig/dpa

Spätestens am zweiten September-Wochenende sollte Trainer Julian Nagelsmann (33) eine funktionsfähige Mannschaft auf dem Rasen stehen haben, wenn es in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen den 1. FC Nürnberg geht.

Gegen Madrid und auch in einigen Teilen gegen Paris hat man als Zuschauer gesehen, wie viel Potenzial in der jungen Truppe aus Sachsen steckt. Jedoch ist bis jetzt nicht ganz klar, ob diese Mannschaft auch so in Zukunft zusammenspielen wird.

Denn nach dem Abgang von Timo Werner (24) zu Chelsea gibt es noch weitere Personalien im Kader, deren Verbleib höchst fraglich ist.

Kandidat Nummer 1: Linksverteidiger Angeliño (23). Nach dem verordneten Urlaub nach dem Halbfinale geht es für den Spanier zunächst in die Premier League zu Manchester City zurück. Von dort hatten die Sachsen den 23-Jährigen im Winter ausgeliehen. 

Zwar besitzt RB eine Kaufoption von 30 Millionen Euro - ob diese in dieser Höhe gezogen wird, darf aber bezweifelt werden. Laut "Bild" verlangt man auf der Insel zwar "nur" noch 27 Millionen für Angeliño, solche Summen können wohl aber aktuell nur Vereine wie der FC Barcelona zahlen. Die Spanier unter Neu-Trainer Ronald Koeman (57) zeigen großes Interesse am Linksverteidiger, der langfristig Druck auf Jordi Alba (31) machen könnte.

Trotzdem zeigte sich das RB-Lager zuletzt optimistisch. Nagelsmann: "Ich bin guter Dinge, dass wir eine Einigung hinbekommen."

Auch auf dem Wunschzettel: Schick und Rashica

Das Tauziehen um Patrik Schick geht in die nächste Runde. Vertreter der Roten Bullen wollen nach Italien reisen, um mit den Römern zu verhandeln.
Das Tauziehen um Patrik Schick geht in die nächste Runde. Vertreter der Roten Bullen wollen nach Italien reisen, um mit den Römern zu verhandeln.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Bewegung auch bei der Personalie Patrik Schick. Laut "Corriere dello Sport" würde der 24-Jährige gern bei den Sachsen bleiben, hätte aber auch nichts gegen eine Rückkehr nach Rom. 

Wie die Sache ausgeht, soll nun von Grund auf neu verhandelt werden. Schicks Berater Pavel Paska: "Mit der Ankunft der neuen Besitzer starten die Verhandlungen zwischen Rom und Leipzig von vorne. Vertreter des deutschen Klubs werden nach Rom fliegen, um über Patrik zu sprechen."

Konkurrenz bekommen die Leipziger dabei sogar aus der Bundesliga. Denn sollte Bayer Leverkusen Kai Havertz (21) tatsächlich an Chelsea verkaufen, wären genug Millionen auf dem Konto, um einen Schick-Transfer zu stemmen.

Und zu guter Letzt wäre da noch Milot Rashica (24), dessen Transfer zu RB Leipzig im Sommer schon als sicher galt. Nun scheinen die Vorzeichen ganz anders zu stehen. 

Werder-Trainer Florian Kohfeldt (37) im Training des Fußball-Bundesligisten im österreichischen Zell am Ziller: "Wir sind jetzt an einem Zeitpunkt der Vorbereitung, wo ich mit allen im Verein besprochen habe, ab jetzt plane ich so mit ihm, als ob er am 1. Spieltag spielt. Die Möglichkeit ist absolut realistisch, dass wir am 1. Spieltag mit Rashica Bundesliga spielen und vielleicht auch am 6. Oktober."

Zusammengefasst erwartet RB Leipzigs Sportchef Markus Krösche in den kommenden Wochen also weiterhin viel Arbeit. Man darf gespannt sein, welches Team Julian Nagelsmann zum Saisonstart letztendlich zur Verfügung stehen wird.

Titelfoto: Florian Eisele/RB Leipzig/dpa

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