RB Leipzig darf jetzt 1000 statt 250 Fans ins Stadion lassen: "Enttäuscht uns!"

Leipzig - Teilerfolg für RB Leipzig, wenn auch nur minimal. In den letzten Tagen wurde bekannt, dass die Sachsen bei den Heimspielen gegen Hansa Rostock im DFB-Pokal sowie der Bundesliga-Partie gegen den VfL Wolfsburg nur jeweils 250 Zuschauer ins Stadion lassen dürfen. Inzwischen wurde die Zahl leicht erhöht.

Beim 4:1-Erfolg über den 1. FSV Mainz 05 am vergangenen Wochenende war die Red Bull Arena noch leer. Das wird sich in den kommenden Wochen ändern.
Beim 4:1-Erfolg über den 1. FSV Mainz 05 am vergangenen Wochenende war die Red Bull Arena noch leer. Das wird sich in den kommenden Wochen ändern.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

So ermöglicht die neue Corona-Notfall-Verordnung des Freistaats Sachsen (gültig ab Freitag, 14. Januar), dass jeweils 1000 Fans in der Red Bull Arena dabeisein dürfen.

Dies jedoch allerdings nur unter strengen Bedingungen: Es gilt sowohl 2G-Plus (zweifach geimpft oder genesen + Test) als auch FFP2-Maskenpflicht im Stadion. Wer geboostert ist, braucht keinen zusätzlichen Test.

Ulrich Wolter (48), Director Club Competitions & Relations bei RB, hatte sich schon zuletzt massiv über die nicht nachvollziehbaren Zuschauerzahlen beschwert.

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Auch jetzt sei nicht klar, warum man das Stadion nicht mehr auslasten könne: "Dass wir zu den beiden kommenden Heimspielen jeweils lediglich 1000 Zuschauer zulassen können, enttäuscht uns. Unser Hygienekonzept ist belastbar, es hält einer größeren Zuschauerzahl bei einer Veranstaltung unter freiem Himmel und 2G-Plus-Bedingungen problemlos stand."

Erschwerend kommt hinzu, dass es in anderen, sehr nahen Bundesländern trotz vergleichbarer Zahlen offenbar geht. Beim Halleschen FC nur ein paar Kilometer von Leipzig entfernt dürfen schon am kommenden Wochenende 7500 Besucher kommen.

Wolter: "Wir verstehen, dass es anderer Maßnahmen bedarf, wenn sich die Pandemie verschärft. Im Moment ist die Lage in Sachsen deutlich entspannter, sodass weitgehendere Öffnungen möglich gewesen und für die Gesellschaft ein wichtiges Signal gewesen wären."

Am Ende wird sich trotz all der Argumente wohl dennoch zunächst nichts mehr ändern. Auch Dynamo Dresden und der FC Erzgebirge Aue als Zweitligisten können demnach wohl in den kommenden Wochen mit jeweils 1000 Fans planen.

Titelfoto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

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