Vollgepackter Fanbus von RB Leipzig fährt ins Hochwasser-Gebiet: "Wir wollen helfen!"

Leipzig - Hilfsbereitschaft par excellence! Bis zum Rand mit Versorgungsgütern vollbeladen startete am Freitagmorgen der Bus des RB-Leipzig-Fanclubs "Holy Bulls" in Richtung Nordrhein-Westfalen. Das Ziel: Bestmögliche Unterstützung für die Flutopfer!

Am Freitagmorgen machte sich der "Holy Bulls"-Bus auf den Weg in Richtung Krisengebiet.
Am Freitagmorgen machte sich der "Holy Bulls"-Bus auf den Weg in Richtung Krisengebiet.  © privat

"Einige Mitglieder haben solche Zustände noch am eigenen Leib miterlebt, als 2002 das Hochwasser wütete. Von diesem Augenblick an war klar: Wir fahren da hin, wir wollen helfen", erzählt Jan Wieland (55), Geschäftsführer von Fanbus Leipzig, der das Gefährt für die Tour zur freien Verfügung gestellt hat.

Wichtig sei gewesen, dass die Aktion bis ins kleinste Detail durchgeplant sein musste, um vor Ort genau zu wissen, was zu tun ist. "Es ist perfekt organisiert. Wir fahren in die Nähe von Ahrweiler, genau nach Meckenheim. Für unsere Helfer geht es dann besonders in die Dörfer, die von der Außenwelt abgeschnitten wurden."

Neun Hilfskräfte machten sich gegen sechs Uhr von Leipzig aus auf den Weg. Mitglieder der Holy Bulls waren dabei, aber auch andere, die bestürzt von der "kriegsähnlichen" Situation sind. Ein paar der Anpacker haben sich privat Schlafplätze organisiert, um direkt für mehrere Tage die Schaufel in die Hand zu nehmen.

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Der Rest der Truppe hilft über den Tag beim Entladen und fährt in der Nacht wieder zurück in Richtung Sachsen.

"Wir fahren aber auf jeden Fall noch einmal hin, wenn wir gebraucht werden", erzählt Wieland weiter. "Man kann sich das einfach nicht vorstellen. Gerade wie viele Menschen durch das Hochwasser ums Leben gekommen sind."

Nahrung, Wasser, Werkzeuge: Alles an Bord!

An Bord des Busses häufen sich Dinge des täglichen Bedarfs, Gummistiefel, Nahrung. Alles, was die Menschen vor Ort dringend brauchen.
An Bord des Busses häufen sich Dinge des täglichen Bedarfs, Gummistiefel, Nahrung. Alles, was die Menschen vor Ort dringend brauchen.  © privat

Dementsprechend wurden alle möglichen Sachen zusammengesammelt, um den Menschen vor Ort zu helfen.

Von Werkzeugen bis hin zu Dingen des täglichen Bedarfs wie Essen und Trinken ist im vollgepackten Bus alles mit an Bord. Zudem fahren auch noch zwei weitere Transporter nebenher, die ebenfalls bis zum Rand mit Spenden gefüllt sind.

"Dort gibt es ja selbst keine Gummistiefel mehr. Wir haben also alles Mögliche eingekauft, was den Leuten dort nützlich sein könnte", so Wieland weiter.

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Die Hilfskräfte werden demnach im Krisengebiet bereits erwartet. Sollte alles gut gehen, planen die Helfer gegen 14 Uhr am Zielort aufzuschlagen.

Der Fanbus-Leipzig-Geschäftsführer, der selbst leider nicht mitfahren konnte, sagte: "Danach wird man schauen, wo die Manpower am besten gebraucht wird."

Fakt ist: Durch die Aktion wird man mit Sicherheit einen Teil dazu beitragen können, dass die Betroffenen zumindest etwas Hoffnung in dieser schweren Krise schöpfen können. Der Zusammenhalt in dieser Extremsituation spricht jedenfalls für sich.

Neun Helfer wollen vor Ort für Unterstützung sorgen. Ein paar Anpacker bleiben sogar ein paar Tage länger im Hochwassergebiet.
Neun Helfer wollen vor Ort für Unterstützung sorgen. Ein paar Anpacker bleiben sogar ein paar Tage länger im Hochwassergebiet.  © privat

UPDATE, 15.45 Uhr: Fanbus in Meckenheim angekommen

Der Bus ist in Meckenheim (Nordrhein-Westfalen) angekommen.
Der Bus ist in Meckenheim (Nordrhein-Westfalen) angekommen.  © privat
Jetzt muss der vollgepackte Bus nur noch entladen werden.
Jetzt muss der vollgepackte Bus nur noch entladen werden.  © privat

Der Fanbus der Holy Bulls ist mittlerweile im nordrhein-westfälischen Meckenheim angekommen.

Die fleißigen Helferinnen und Helfer entladen das Fahrzeug nun und stellen der Krisenregion so dringend benötigte Hilfsgüter zur Verfügung.

Titelfoto: Bildmontage: privat

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