Jetzt wird es ernst: RB Leipzig klagt gegen Leeds United wegen Augustin

Leipzig - Wie muss sich wohl ein Spieler fühlen, wenn es darum geht, dass zwei Vereine einen Rechtsstreit anvisieren, weil sie ihn nicht haben wollen? In dieser äußerst unschönen Lage befindet sich aktuell Jean-Kévin Augustin (23), der offensichtlich weder für RB Leipzig noch für Leeds United in der Kaderplanung eine Rolle spielt.

Für Leipzig war Augustin (23) eigentlich ganz gut unterwegs: In 42 Spielen traf er immerhin 20 Mal.
Für Leipzig war Augustin (23) eigentlich ganz gut unterwegs: In 42 Spielen traf er immerhin 20 Mal.  © Carmen Jaspersen/dpa

Der Fall gestaltet sich schwierig: Nach dem Aufstieg in die Premier League hätte Leeds eigentlich die 21 Millionen Euro teure Kaufoption für Augustin ziehen müssen (TAG24 berichtete). 

Da die Saison wegen des Coronavirus aber länger ging und Leeds zu dem Zeitpunkt, als die Klausel gezogen werden musste, noch nicht aufgestiegen war, gilt der Vertrag laut den Engländern als nichtig.

"Der Leihvertrag wird nicht verlängert. Leeds United kann bestätigen, dass der Verein die Leihgabe von Jean-Kévin Augustin nicht über den 30. Juni 2020 hinaus verlängert", hieß es vor ein paar Monaten seitens des Vereins.

RB Leipzig sieht das allerdings ganz anders. Sportdirektor Markus Krösche: "Leeds ist aufgestiegen, somit greift die Kaufverpflichtung."

Jetzt kommt es wie es kommen musste: RB will gegen Leeds klagen. 

Der Kaufmännische Leiter Florian Scholz gegenüber der Leipziger Volkszeitung: "Wir sind bereit weitere Schritte einzuleiten. Leeds ist momentan dabei, viel Geld auf dem Transfermarkt auszugeben, steht aber nicht zu seinen vertraglichen Verpflichtungen. Wir sind bereit weitere Schritte einzuleiten." 

Offenbar konnte es erst jetzt zur Klage kommen, weil Leeds eine fällige Rate nicht gezahlt hatte.

Augustin selbst nimmt von dem Drama inzwischen Abstand. Auf seinem Instagram-Profil ist zu sehen, wie er sich privat versucht fit zu halten. 

Laut "RBlive" rechnet der Stürmer nicht mit einer Rückkehr nach England. Wie schon bei RB soll er dort öfters negativ aufgefallen sein. Beispielsweise hätte er mehrfach seine Pulsuhr verloren.

Titelfoto: Carmen Jaspersen/dpa

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