Bullen gegen Wölfe: RB Leipzig ist hungrig auf den Pokaltitel

Leipzig - Bayern und Leverkusen sind bereits raus und im Viertelfinale fliegen mindestens zwei Mitfavoriten auf den Titel aus dem Rennen: Der DFB-Pokal könnte in diesem Jahr kaum spannender sein. RB Leipzig erwartet am Mittwochabend (20.45 Uhr/ARD und Sky) den VfL Wolfsburg und könnte mit einem Sieg die Titelchancen gewaltig erhöhen.

Die Leipziger sind gut in Form, konnten mit einem beeindruckenden 3:2-Erfolg am Wochenende die Borussia aus Gladbach schlagen.
Die Leipziger sind gut in Form, konnten mit einem beeindruckenden 3:2-Erfolg am Wochenende die Borussia aus Gladbach schlagen.  © Michael Sohn/AP pool/dpa

"Ich wurde mal U19-Meister, da habe ich am Spielfeldrand geweint. Von daher kann ich mir gar nicht ausmalen, wie emotional es wird, sollten wir mal einen Titel holen", sagte RB Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann (33) am Dienstag auf der Pressekonferenz vor der Partie gegen Wolfsburg.

Der Weg zum Titelgewinn ist im DFB-Pokal in diesem Jahr nicht mehr so weit. Schlägt man die Wölfe, sind es noch zwei Spiele. Mögliche Gegner: Regensburg, Bremen, Dortmund, Essen und Kiel. Schwer, aber nicht unmöglich.

Doch für den großen Traum, am Ende der Saison mindestens einen Titel in die Luft zu stemmen, gilt es die formstarken Wolfsburger erst einmal aus dem Weg zu räumen.

Alles andere als leicht, weiß auch Nagelsmann: "Sie haben seit Wochen einen Lauf, sind keine Eintagsfliege. Sie haben einen guten Trainer und gute Spieler wie Maxence Lacroix (20) dazu geholt, die nicht unbedingt jeder auf dem Zettel hatte. Zudem sind sie total eingespielt, spielen oft mit derselben Elf."

Es ist außerdem das Duell der aktuell zwei besten Abwehrreihen der Bundesliga. Das hinten oft die Null steht, liegt aber nicht zuletzt auch an den Keepern: "Sie unterscheiden sich in gewissen Situationen, die ich aber nicht verraten möchte. Beide spielen eine sehr gute Saison", sagte Julian Nagelsmann über seinen letzten Mann Peter Gulacsi (30) und dessen Kontrahenten im anderen Tor, Koen Casteels (28).

Wolfburgs Coach Oliver Glasner (46) ergänzte: "Koen hat eine große Ausstrahlung. Die definiert sich aber nicht über das Herumbrüllen auf dem Platz, sondern durch seine Präsenz und Klasse."

Angelino fehlt Leipzig weiterhin

Der VfL Wolfsburg ist aktuell seit mehr als 600 Minuten ohne Gegentreffer. Platz 3 in der Bundesliga zeigt klar, dass die Wölfe nicht zu unterschätzen sind.
Der VfL Wolfsburg ist aktuell seit mehr als 600 Minuten ohne Gegentreffer. Platz 3 in der Bundesliga zeigt klar, dass die Wölfe nicht zu unterschätzen sind.  © Michael Sohn/AP pool/dpa

Neben den beiden Langzeitverletzten Konrad Laimer (23) und Dominik Szoboszlai (20) müssen die Leipziger am Mittwoch vermutlich auf Kapitän Marcel Sabitzer (26) verzichten, der am Dienstag wegen muskulärer Probleme nicht mittrainieren konnte. "Wir entscheiden das am Mittwochmorgen. Das sieht aber eher ambitioniert aus", so der Coach.

Auch Angelino (24), der mit einem brisanten Tweet am Wochenende auf sich aufmerksam gemacht hatte, wird den Bullen im Pokal fehlen. Die muskulären Probleme, die sich der Spanier wegreden wollte, sind noch immer vorhanden.

"Aktuell spürt er es sehr wenig und dann denkt er, dass er sofort spielen kann. Grundsätzlich finde ich es gut, dass man ihn nicht antreiben muss, sondern eher bremsen", hatte Nagelsmann am Wochenende dazu gesagt.

Bleibt also am Ende abzuwarten, wer am Mittwochabend das Rennen für sich entscheiden kann.

Bisher können die Sachsen eine positive Bilanz aus den Duellen ziehen: Für Leipzig und Wolfsburg ist es seit 2011 bereits das fünfte Aufeinandertreffen im Pokal. Dreimal gewann RB, einmal der VfL.

Titelfoto: Michael Sohn/AP pool/dpa

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