Breuckmann teilt heftig gegen RB Leipzig aus: "Dieses Konstrukt ist eine reine Werbemaßnahme"

Leipzig - Der ehemalige Radiomoderator und "Fußballromantiker" Manni Breuckmann (69) hat in der NDR2 Bundesliga-Show kräftig gegen den Bundesligisten RB Leipzig ausgeteilt.

Fußballmoderator Manni Breuckmann (69) war bis 2008 viele Jahre in der Bundesliga-Konferenz der ARD unterwegs. Inzwischen ist er im Ruhestand, kann sich aber so manchen Kommentar bezüglich der Entwicklung des Fußballs nicht verkneifen.
Fußballmoderator Manni Breuckmann (69) war bis 2008 viele Jahre in der Bundesliga-Konferenz der ARD unterwegs. Inzwischen ist er im Ruhestand, kann sich aber so manchen Kommentar bezüglich der Entwicklung des Fußballs nicht verkneifen.  © IMAGO / Reichwein

Angesprochen auf die Frage, ob Breuckmann es nicht auch besser finden würde, wenn der FC Bayern München erneut statt RB Leipzig Meister werden würde, wurde der 69-Jährige deutlich.

"Das sehe ich genauso. Ich weiß, dass ich mittlerweile in einer absoluten Minderheitenposition bin, weil sich das abgeschliffen hat, weil die Macht der Gewohnheit auch eingetreten ist und weil Leipzig auch nachgewiesenerweise ganz gute Arbeit in dem sogenannten Verein abliefert. Trotzdem ist diese Konstruktion eine reine Werbemaßnahme für ein Kaltgetränk und sonst nix", erklärte er.

Breuckmann glaube aber nicht, dass sich an dieser Entwicklung noch etwas ändern könnte: "Das ist im Rahmen der Kommerzialisierung das Rad noch einmal ein Stück weitergedreht. Aber wie das Leben so spielt: Die sind jetzt fester Bestandteil der Fußball-Bundesliga, ernsthaft diskutieren kann man darüber nicht mehr, ich hab aber nach wie vor Vorbehalte."

Sowieso würde Breuckmann aktuell viel mehr den alten Traditionsvereinen hinterhertrauern, die früher in der Bundesliga noch das Feld aufgeräumt haben.

Der HSV gehöre beispielsweise definitiv ins Oberhaus zurück - als bekennender Schalke-Fan macht es den 69-Jährigen zunehmend traurig, was in Gelsenkirchen passiert. Dass der Schalker Absturz allerdings kommen wird, weiß der Prophet allerdings schon lange: "Seit zwei Jahren schon. Diese Dimensionen des Trümmerfelds hatte ich mir aber nicht vorstellen können. Es sind viele falsche personelle Entscheidungen getroffen worden in einem unruhigen Umfeld."

Ganz anders als in Leipzig eben. Die Roten Bullen stehen auf dem zweiten Platz in der Liga, sind im DFB-Pokal und in der Champions League noch auf Kurs. Ein Szenario, von dem Mannis Traditionsvereine aktuell nur träumen können.

Titelfoto: IMAGO / Reichwein

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