RB Leipzig gefrustet gegen Wolfsburg? "Man kann es drehen und wenden, wie man möchte"

Leipzig - Drei Tage sind vergangen seit der ernüchternden 1:4-Niederlage gegen Borussia Dortmund im DFB-Pokalfinale. Ob verdaut oder nicht, der Tabellenzweite RB Leipzig muss sich im vorletzten Spiel der Bundesliga-Saison mit dem VfL Wolfsburg auseinandersetzen (20.30 Uhr/Sky).

Ihnen ist der Frust anzusehen: Benjamin Henrichs (24), Marcel Halstenberg (29) und Christopher Nkunku (23, v.l.n.r.) nach dem verlorenen Pokalfinale gegen Dortmund.
Ihnen ist der Frust anzusehen: Benjamin Henrichs (24), Marcel Halstenberg (29) und Christopher Nkunku (23, v.l.n.r.) nach dem verlorenen Pokalfinale gegen Dortmund.  © Picture Point / Sven Sonntag

Bereits zum 14. Mal treffen die Leipziger am heutigen Sonntag auf die Niedersachsen. Die Bilanz zwischen beiden ist in der Bundesliga recht ausgeglichen – aus neun Partien gingen die Sachsen dreimal als Sieger hervor, viermal reichte es nur für ein Unentschieden. Seit April 2019 konnte keiner der beiden eine Partie für sich entscheiden.

Doch an diesem 33. Spieltag dürfte weder das Team von Julian Nagelsmann (33) noch die Mannschaft von Oliver Glasner (46) mit einem Remis zufrieden sein.

Die Ziele der Leipziger sind nach wie vor ehrgeizig. "Das verlorene Pokalfinale musst du abhaken. Jetzt ist es unser Ziel, uns im Vergleich zur letzten Saison zu verbessern und unseren Saisonrekord einzustellen", so Nagelsmann. "Mit einem Sieg haben wir die beste Heimsaison der Vereinsgeschichte gespielt. Unsere Jungs sind deswegen gewillt, Vollgas zu geben."

Als Tabellendritter und mit jetzt erst recht ehrgeizigen Dortmundern im Nacken steht Wolfsburg definitiv unter größerem Druck – ein Champions-League-Platz ist noch immer nicht sicher. Gewinnt der Pokalsieger beim 1. FSV Mainz 05, kann er an den Wölfen vorbeiziehen und Platz 3 der Tabelle einnehmen.

Glasner hingegen ist nach Donnerstag gespannt auf die Reaktion von RB. Die große Frage, die man sich stelle, sei, ob die Leipziger gefrustet oder wütend auflaufen werden. "Man kann es drehen und wenden, wie man möchte. Es kann in beide Richtungen ausfallen", so der VfL-Coach.

RB Leipzig ohne drei Leistungsträger?

Am Sonntag soll wieder ein Sieg her! Zuletzt hatte RB gegen Wolfsburg in er Bundesliga nur ein Unentschieden rausgeholt. (Archivbild)
Am Sonntag soll wieder ein Sieg her! Zuletzt hatte RB gegen Wolfsburg in er Bundesliga nur ein Unentschieden rausgeholt. (Archivbild)  © Picture Point / Roger Petzsche

RB hat mit 28 Gegentoren die beste Defensive der Liga, Wolfsburg liegt mit 32 kassierten Treffern direkt dahinter. Doch vor allem in der Abwehr scheinen die Einsätze so mancher Leipziger am Sonntagabend noch unsicher zu sein.

So ist neben Dani Olmo (23) auch das Auflaufen von Lukas Klostermann (24) und Marcel Halstenberg (29) noch fraglich – komplett verzichten müsse der Trainer auf Tyler Adams (22). Wieder mit dabei ist hingegen Angelino (24), dem der Coach zuletzt wegen seiner Einstellung im Training das Ticket nach Berlin verwehrt haben soll.

Gute Chancen auf einen Einsatz haben Emil Forsberg (29) und Yussuf Poulsen (26). Nach dem Pokalfinale hatte es verbreitet Kritik gegeben, weil Nagelsmann die beiden Fan-Lieblinge in einem solch wichtigen Spiel nicht von Beginn an spielen lassen hat.

Wollen die Bullen die 70 Punkte am Saisonende knacken, sollten sie sich nicht zum vierten Mal in Folge die Punkte mit den Wölfen teilen.

"Ich erwarte für morgen ein spannendes Spiel, ähnlich wie unsere beiden zurückliegenden Aufeinandertreffen in der aktuellen Saison", so Julian Nagelsmann vor seiner vorletzten Partie als Trainer von RB Leipzig.

Titelfoto: Picture Point / Roger Petzsche

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