RB Leipzig: Nach Gerüchten über Flick-Nachfolge kommt der "Funkel-Effekt"

Leipzig/Köln - Nach dem ereignisreichen Wochenende, an dem wegen Hansi Flicks (56) Entscheidung auch Julian Nagelsmann (33) im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses stand, muss RB Leipzig zum Auftakt des 30. Spieltages in der Fußball-Bundesliga beim 1. FC Köln (18.30 Uhr/Sky) antreten.

Julian Nagelsmann (33) konzentriert sich voll auf die Partie gegen den 1. FC Köln. Mit dem 0:0 im Hinspiel war er so gar nicht zufrieden. (Archivbild)
Julian Nagelsmann (33) konzentriert sich voll auf die Partie gegen den 1. FC Köln. Mit dem 0:0 im Hinspiel war er so gar nicht zufrieden. (Archivbild)  © Picture Point / Roger Petzsche

Grundsätzlich ist der Meisterschaftskampf noch nicht vorbei, doch nach der Nullnummer gegen die TSG Hoffenheim am vergangenen Freitag hat sich der Abstand auf Bayern München wieder auf sieben Punkte vergrößert.

Trotz der eher geringen Chance auf den Meistertitel wollen Nagelsmann und sein Team "das Meisterrennen so lange wie möglich offen halten", aber vor allem "definitiv die beste Saison der Vereinsgeschichte spielen".

Aktuell stehen die Leipziger bei 61 Punkten, haben aber noch insgesamt fünf Partien vor der Nase. Das Ziel, 68 Punkte zu erreichen, rückt also in immer greifbarere Nähe.

Sogar die erneute Qualifikation für die Champions League wäre bei einem Sieg über die Kölner möglich, insofern Borussia Dortmund am Mittwoch nicht gegen Union Berlin gewinnt.

Für Köln hingegen hätte die Rückrunde bislang kaum schlechter laufen können. Seit neun Spielen warten die Geißböcke auf einen Sieg und lediglich acht ihrer 23 Punkte stehen dabei seit dem 18. Spieltag zu Buche.

Dennoch wird die Partie aus Sicht der Roten Bullen kein Selbstläufer, denn man müsse auf den "Funkel-Effekt" gut vorbereitet sein, weiß auch Nagelsmann. So seien ihm bereits beim unglücklichen 0:3-Derby in Leverkusen Veränderungen im Spiel des Tabellen-Vorletzten aufgefallen.

Aber: Die Punkte, die man beim 0:0 im Hinspiel hat liegenlassen, "wollen wir uns am Dienstag nun gerne wieder holen!", so der 33-Jährige.

Friedhelm Funkel (67) hatte erst in der vergangenen Woche übernommen, soll den FC vor dem Abstieg in die 2. Bundesliga bewahren.

Friedhelm Funkel (67) hat in der vergangenen Woche den Trainerposten beim 1. FC Köln übernommen, stand bereits gegen Leverkusen an der Seitenlinie.
Friedhelm Funkel (67) hat in der vergangenen Woche den Trainerposten beim 1. FC Köln übernommen, stand bereits gegen Leverkusen an der Seitenlinie.  © Martin Meissner/AP-Pool/dpa

RB Leipzig mit Doppelpacker Alexander Sörloth, aber wohl ohne Marcel Sabitzer und Yussuf Poulsen

Im Hinspiel gegen Köln konnte Alexander Sörloth (25) RB nicht zu einem Sieg verhelfen. Ob es als frisch gebackener Doppelpacker besser klappt? (Archivbilder)
Im Hinspiel gegen Köln konnte Alexander Sörloth (25) RB nicht zu einem Sieg verhelfen. Ob es als frisch gebackener Doppelpacker besser klappt? (Archivbilder)  © Bildmontage / PICTURE POINT/Roger Petzsche / Carmen Jaspersen/dpa

Sämtliche Bilanzen sprechen vor der heutigen Begegnung für die Leipziger. Zum einen konnten die Rheinländer gegen RB in den eigenen vier Wänden noch nie einen Sieg einfahren. Zum anderen sind die Nagelsmänner seit der Pleite gegen den 1. FSV Mainz 05 Ende Januar aus allen Auswärtspartien als Sieger nach Hause gefahren.

Damit das erneut gelingt, soll im Gegensatz zur vergangenen Woche diesmal auch wieder Bremen-Doppelpacker Alexander Sörloth (25) von Beginn an auf dem Platz stehen.

Die späte Einwechslung des Norwegers im Spiel gegen Hoffenheim hatte für einige Kritik gesorgt. "Mit Emil Forsberg, der auch ein herausragender Spieler ist, war die Position ebenfalls sehr gut besetzt", konterte Nagelsmann diesbezüglich und beruhigte die Gemüter gleichzeitig:

"Alexander Sörloth hatte in der Trainingseinheit am Sonntag eine sehr gute Grundaggressivität. Er war sehr fokussiert und ich plane damit, dass er gegen Köln zum Einsatz kommen wird und diese gerne auf den Acker bringen darf!"

Ob Yussuf Poulsen (26) mit nach Köln reisen kann, war am Sonntag noch nicht klar, da dieser an Problemen im hinteren Oberschenkel laboriert. Auch Kapitän Marcel Sabitzer (26) sei wegen einer Verhärtung in der Wade nicht bei 100 Prozent, weshalb ein Einsatz unsicher erscheint.

Titelfoto: Bildmontage / PICTURE POINT/Roger Petzsche / Martin Meissner/AP-Pool/dpa

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