RB Leipzig gegen Babelsberg im Pokal: Wird Frahn für seinen Ex-Verein zum Stolperstein?

Potsdam/Leipzig - Wenn ein Spieler die Brisanz eines DFB-Pokalduells gleich um ein Vielfaches steigert! Am Dienstagabend (18.30 Uhr/Sky) gastiert Bundesligist RB Leipzig beim SV Babelsberg 03. Im Sturm der Gastgeber kickt dabei kein Geringerer als Daniel Frahn (34), der einst eine große Zeit bei den Sachsen hatte.

Daniel Frahn (34) möchte mit dem SV Babelsberg 03 am Dienstagabend für eine Überraschung sorgen und RB Leipzig aus dem DFB-Pokal kegeln.
Daniel Frahn (34) möchte mit dem SV Babelsberg 03 am Dienstagabend für eine Überraschung sorgen und RB Leipzig aus dem DFB-Pokal kegeln.  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

Satte fünf Jahre lang trug der 34-Jährige das RB-Trikot, begleitete die Mannschaft von der Regionalliga in die 2. Bundesliga mit. Beachtliche Bilanz: In 149 Spielen traf er dabei 85 Mal, war lange Zeit Rekordtorschütze bei den Bullen.

Jetzt also das Wiedersehen im mit 6000 Zuschauern ausverkauften, altehrwürdigen Karl-Liebknecht-Stadion.

"Ich habe mich riesig gefreut, es war mein Wunschlos. Durch meine Leipziger Vergangenheit schließt sich für mich ein Kreis, zumal ich sehr wahrscheinlich nicht mehr allzu oft die Gelegenheit bekommen werde, in einem Pflichtspiel gegen RB aufzulaufen. Von daher fiebere ich der Partie schon sehr entgegen", sagte Frahn im Interview bei "dfb.de".

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Dass die Chancen für eine Überraschung nicht allzu groß stehen, weiß der Offensivmann.

"Da sollten wir realistisch sein. Wir werden auf jeden Fall nicht die weiße Fahne hissen, sondern alles versuchen, um es RB Leipzig so schwer wie möglich zu machen. Unsere Fans werden mit Sicherheit auch alles geben, um uns zu helfen."

Dass die Pflichtaufgabe in Babelsberg kein Selbstläufer wird, ist auch Bullen-Coach Jesse Marsch (47) bewusst. Bei der Pressekonferenz am Montagvormittag sagte er: "Wenn die favorisierte Mannschaft nicht bereit ist, kriegt sie immer Ärger."

Gewarnt sind die Gäste in jedem Fall: Babelsberg konnte in der ersten Runde die SpVgg Greuther Fürth mit 5:4 nach Elfmeterschießen aus dem Turnier kicken.

Wie schwer es sein kann, gegen die Franken zu spielen, dürfte den Leipzigern spätestens nach der schwierigen ersten Halbzeit vom vergangenen Samstag (4:1) bewusst geworden sein.

Titelfoto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

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